Die 200 besten Songs aus 10 Jahren. 200 in 2000. Es ist ein Monster geworden. Ich weiß auch immer noch nicht, wieso ich es getan habe. Ich hab mir auch nicht besonders viel Mühe mit den Platzierungen gegeben. Es ist halt alles subjektiv, und die besten 200 Songs sind eben die, die mich die letzten 10 Jahre begleitet haben. Nicht die tatsächlich besten. Man könnte diese Liste auch “wahllose Liste an Musiktiteln” nennen, es würde den selben Anspruch haben.
Das zumindest aus meiner unbelehrten, nichts-bedeutenden Laien-Perspektive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die ganzen Magazine – Pitchfork beispielsweise – ein Dutzend Journalisten und Musikexperten aus dem Krieg geholt haben, um ausführliche Kritiken zu schreiben. Ich habe nur verfasst, was mich selbst betrifft. Die meisten Platzierungen wird keiner nachvollziehen können. Und das Fehlen einiger namenhafter Bands wird viele verbittern (wenn sie denn überhaupt so weit kommen, sich das alles mal anzuschauen). Aber für mich geht es nicht unbedingt um die Platzierungen; das ist nur der Rahmen. Es geht um die Geschichte, um meinen Soundtrack. Scheisse, die letzten 10 Jahre habe ich mit dem Eintritt und den Ausbruch aus der Pubertät verbracht (und ich bezweifle stark, dass ich letzteres schon unverletzt überstanden habe).
Es sind meine 10 Jahre mit der Leidenschaft, die mich und andere ein bisschen glücklicher macht im Leben. Alles andere ist nebensächlich.
Kurz nochmal zum Beitrag: Ich bin kein Hulk, deshalb gibt es die Kommentare erst ab Platz 50. Und außerdem kommen folgende Bands in meiner Liste nicht vor: Animal Collective, Vampire Weekend, Fleet Foxes, Panda Bear, Washed Out, The XX. Ich werde mich nicht rechtfertigen, ich find die alle nur extrem unspektakulär. Vielleicht nächstes Jahr.
Die meistens der 200 Songs (es gab eine handvoll Ausnahmen) habe ich in einer Grooveshark Playlist zusammengestellt: 200 in 2000. Sie dürften auch in etwa in der Reihenfolge sein, wie sie hier aufgelistet werden. Ansonsten verlinken die ersten 150 Songs auf YouTube Videos, die letzten haben sowieso einen Player bekommen. Let’s Go.
Update: So Boys & Girls, das hat alles viel Spaß gemacht, allerdings musste ich den Beitrag nach zwei Wochen mal multimedial ausdünnen, sonst ruft das wieder die Kopierpolizei auf den Plan.. und ich hab besseres zu tun, als denen noch Geld in den Rachen zu stecken. Ich hoffe auf euer Verständnis und danke allen für ihre Hinweise auf mögliche rechtliche Probleme (die aber meistens sowieso nur kommerzielle Angebote treffen, als Privatmensch hat man immer noch ne Woche länger Zeit ;).
Ja, er ist jetzt noch nicht soo bekannt, aber wenn sogar schon britische Radiomoderatoren feuchte Träume bei seiner Musik bekommen, dann lohnt es sich mal reinzuhören. Dem bin ich gefolgt. Es war eine großartige Entscheidung: Mayer Hawthorne.
Was Soul angeht, bin ich jetzt eigentlich nicht so der Groupie. Aber wenn das Independent-Label Stones Throw Records (aus L.A., Kalifornien) was mitnimmt, dann wird auch mein Interesse geweckt. Am 21. November legt Mayer Hawthorne in Berlin im Bohannon auf und ich werde da sein, mit Fliege, Hosenträgern, Hemd, Tickets und Heldin. Weil sein Debutalbum „A Strange Arrangement“ einfach mal verdammt über-sweet ist. Der Junge ist so verdammt awesome… unbedingt ansehen:
… und damit die Einführung einer neuen Unterkategorie: Rewind, Musik aus der Vergangenheit. Kennt ihr das, wenn ihr ein Lied hört, und plötzlich fühlt ihr euch in einen vergangenen Zustand versetzt? Meistens weiß ich noch nicht mal, welche Situation genau das betrifft– es ist eher ein vager Zeitraum, den ich wieder spüren kann. Genauso wie bei einem Duft, der plötzlich meine Gedanken stoppt und zurückwirft.
Hier also Uh Huh Her: Explode, aus dem Album Common Reaction. Ist gar nicht so lange her- diesen März, ungefähr, als es langsam warm wurde, und ich gerade in das größere Zimmer zog, dass ich aber nur zwischenzeitlich bewohnte. Nach einem Minus-Zwanzig-Grad Winter war jedes bisschen Sonnenschein willkommen. Erstaunlicherweise passt dieser Track mindestens genauso gut in diesen kommenden Winter. Whatever. Ein furchtbares Video, übrigens, in dem Lyrics wie “I’ve got you inside me” gekürzt werden. Entschuldigung? Ich empfehle jedem einen Trip zu eurem örtlichen Abfixxer, der kann euch den Track dann vollständig übermitteln.
Marcel, die alte Fettbacke, will es mir nachmachen und ein paar Kilo verlieren. Sein Ziel: bis nächsten Sommer (haha, wurde wohl doch zu heiß unter’m Sweatshirt) den Babyspeck loswerden und weiteren Fressattacken vorbeugen. Und wer kann da besser helfen als Dr. S? Richtig, niemand. Vor allem, weil ich in drei Monaten Hardcore-Sport und Hungerstreiks ungefähr sechs Gramm verloren habe. Oh shit, meine Vulkanpizza ist da.
Jedenfalls, Marcel hat mit seinen dicken Wurstfingern eine klägliche E-Mail, die geradezu nach Hilfe schreit, an mich verfasst. Und weil ich mich ja gerne über dicke Menschen lustig mache (haha, Büffelhüfte!) ((ok ernsthaft, ich darf das auch, ich kann meinen rechten Oberschenkel zu Sumo-Weltmeisterschaften schicken und der kommt als Sieger wieder her)), hier ein kleiner Ausschnitt aus unserer etwas bizarren Konversation:
Harald,
Ausdauer und Bewegung.. dann sollte ich sobald ich wieder gesund bin doch endlich mal mein scheiß Rad richten lassen und joggen gehen. Keinen Plan wieso mir das so schwer fällt. Wahhh.. bin ich wirklich so scheiße faul?!
Du darfst nur 1000 Kalorien futtern? Krass.. man jetzt sag mal: Wie hältst du das durch? Ne jetzt mal ernsthaft, hopp sags mir. Und jaaa genau das wollt ich noch wissen: Hast du n gutes Workout-Mixtape?
Daaankeee.
Pascal,
Joggen ist scheisse anstrengend und die ersten 10-20 Wochen wirst du jeden Tag hechelnd nach Hause kriechen während dich die fetten Muttis mit ihren Kinderwagen überholen. Aber dann! Dann kommt der Tag (irgendwann im Jahre 2014) an dem du mit gestählter Brust und mit zusätzlichen Gewichten an den Hoden so schnell bist wie der Rote Blitz.
Ich fand das schon ziemlich motivierend von meiner Seite. Aber darum soll es gar nicht gehen. Marcel wollte vor allem wissen, zu welchen Beats man am besten Fett abbaut. Ein Mixtape wollte die Fettgondel also! Und dachte ich mir: na gut, wenn ich da jetzt eh etwas zusammenstellen muss, wieso dann nicht gleich für alle? Richtig.
Eins vorweg: Nur weil ich dazu trainiere, heißt das nicht, dass es unbedingt für jeden das passende ist. Ich stehe auf verschiedene Geschwindigkeiten und habe kein Problem damit, mich denen auch anzupassen (für Sprints oder harte Strecken). Die größte Schwierigkeit besteht darin, Musik zu finden, die mich nicht ablenkt, langsamer macht oder großartig zum Nachdenken anregt. Deshalb möchte ich euch bitten, bei der Qualität des Tapes mal ein Auge zuzudrücken… es sind einfach nur ein paar Tracks, die ich gerne auf dem Crosstrainer reinhaue oder beim Laufen hochdrehe. Hier gibt es nichts zu sehen, weitergehen.
Codec & Flexor – Crazy Girls (Make My Heart Go Boom Boom)
Justice – D.A.N.C.E (Benny Blanco Remix ft. Mos Def & Spank Rock)
Katy Perry – Waking Up In Vegas (Calvin Harris Remix)
Major Lazer – Pon De Floor (Diplo Rap Remix) ft. Ninjasonik
The Moffats – Bang Bang Boom
Nelly Furtado – Man Eater
Q-Tip vs. Michael Jackson – Breathe and Stop vs. Don’t Stop Till You Get Enough (White Label Mix)
The Sonics – Have Love Will Travel
Lady Gaga – Just Dance
Hashtag ist diesmal #mt05workitout und beeilt euch, das liegt nicht lange da rum. Und mit dem Risiko, dass es sich bei meinen Lesern nur um Pommespanzer handelt, frage ich trotzdem mal so in die Runde: Was hört ihr beim Pumpen so? Helft Fleischballon-Marcel dabei, nächstes Jahr in einen Bikini zu passen!
Okay, ich hätte es ja kaum vorhersagen können, dass in der Hipster-Hochburg Berlin das Florence + The Machine Konzert ausverkauft sein würde. Ich vergesse halt manchmal, dass mein großartiger und elitärer Musikgeschmack in Berlin nicht als solcher wahrgenommen wird. Als ich noch bei den Eltern gewohnt habe wurde ich mit Respekt und Bewunderung als “Track Dealer” bezeichnet, weil ich die Suchtkrüppel mit den neuesten Klängen aus der Musikwelt fütterte. Fuck, ich wusste immer ganz genau, was groß rauskommt, noch bevor es rauskam. Seriously.
… in Berlin schaffe ich es gerade so, mitzuhalten. Klar könnte ich mich da auch noch weiter reinsteigern, aber ich hab mittlerweile besseres zu tun und bin lediglich frustriert, wenn ich drei Wochen lang die gleichen Songs höre und mir davon langweilig wird. Umso ärgerlicher ist es, dass ich das Tickets kaufen für Florence & The Machine ständig aufgeschoben habe. Florence hat es als einzige in ungefähr 6 Monaten geschafft, meine Artists Charts mal ein bisschen aufzurütteln. Und dabei bin ich mit dem Album noch nicht mal vollständig durch! Eine Katastrophe ist das alles.
Weil ich aber diesen Verlust an Live-Action kompensieren möchte und nicht auf meine monatliche Dosis “Gutaussehende Frau mit Hammer Stimme” verzichten will, habe ich mich in einer spontanen Aktion mit Marcel zusammengeschlossen – der übrigens immer noch jammert wie ein Akkordeon weil er eine leichte Erkältung hat- und werde stattdessen dem Bat For Lashes Konzert im Postbahnhof beiwohnen dürfen. Und spontan war das jetzt eigentlich auch nicht.
Bat For Lashes hat meiner Meinung nach ein eigenes Genre entwickelt, dass Florence dann halbherzig übernommen und noch in etwas viel besseres umgewandelt hat. Natasha Khan (so heißt die Bat For Lashes Uschi, und ich musste echt ein bisschen überlegen ob ich sie nicht liebevoll “Bat” nennen soll) hat so eine milde Thrillermusik auf den Tisch gekloppt. Ich nenne es “Panik-Pop”. Ich komme nicht drumherum, mir bei ihrem zweiten Album, Two Suns, ständig irgendwleche nebelige und dunkle Märchenwälder mit schizophrenen Einhorns vorzustellen. Und ja, ich weiß dass “Einhorns” kein Plural ist, und es ist mir egal.
Anyway. Natasha und Florence, das nenn ich einen Girl on Girl Porno. Wer also noch ein Ticket für das F+tM Konzert am Montag übrig hat, weiß, wen er damit glücklich macht: mich. Und wenn ich nicht glücklich bin, gibt’s auch keine Umsonst-BJs (die gibt’s auch nicht, wenn ich glücklich bin, aber dann schrumpft immerhin das Risiko dass ich euch verprügel).
Es ist mal wieder Zeit für eine gesunde Portion Ohrwürmer, oder wie ich sie gerne nenne: Verdammt fette Beats, die ihr wie immer verpasst habt. Man merkt anhand der aktuellen Auswahl vor allem zwei Dinge: Gossip Girl ist wieder auf Sendung, und ich höre zur Zeit gerne eine ganz seltsame Abwandlung der Rap-Musik: Hipster Hop (gebrandet von Kanye West, hat weniger mit Sprechgesang als mit einem sicken Bass zu tun)! Aber genug der Worte, legen wir los… ((Übrigens, bei der Abmahnwelle in der deutschen Blogosphäre zur Zeit möchte ich mich nicht der Unsittlichkeiten strafbar machen, weshalb es diesmal keine Direktlinks gibt… dafür aber einige tolle Blogbeiträge, die von den Künstlern handeln. Hust Hust)).
Little Dragon – Blinking Pigs Passend zur Schweinegrippe gab’s jetzt den Titel Blinking Pigs von Little Dragon, einer großartigen Band aus Schweden (und ich meine, woher auch sonst), die ganz sanfte elektronische Musik mit Vocals fabriziert.
Kid Cudi – Up Up & Away (The Wake & Bake Song) Ach, ich liebe Kud Cudi ja. Dieser Mann hat so viel Charme und eine unglaublich beruhigende Stimme. Up Up & Away ist ein Song, den sogar meine Oma gut fände, auch wenn da das Wort “motherfucker” erwähnt wird. Der Mann kann gute Laune machen. Das lang erwartete Album, Man On The Moon, ist mittlerweile auch erschienen und ein Must-Have 2009. Kaufen: Man On The Moon: The End Of Day [Explicit] (Affiliate Link)
Jay-Z – Off That (ft. Drake) … wahrscheinlich nicht der beste Song auf dem neuen Album, The Blueprint III, das ungefähr zeitgleich mit Kid Cudi’s Platte erschienen ist, aber der einzige, der mir von Anfang an ins Ohr gegangen ist. Das liegt wohl auch an Drake, den ich seit seiner Collabo mit Lykke Li ziemlich sympathisch finde. The Blueprint 3 [Explicit] kaufen (Affiliate Link)
Big Boi – Fo Yo Sorrows (ft. Too Short & George Clinton) Eigentlich steh ich nur auf die Hook. Ich kann mir diesen Typen so gut beim Grinsen vorstellen. Außerdem: ein weiterer Strich auf der Hipster Hop Liste. Und wer steht bitte schön nicht auf Big Boi und Too Short?
Fo Those Who Think Life Is Unfair Cause I Blow My Smoke In The Air
As If No One Is Standing There Then I’ll Roll One Tonight Fo Yo Sorrows
In My Chair As I Sit Back Smiling From Ear To Ear
With A Fistful Of Your Girlfriends Hair
Yeah She’ll Blow One Tonight Fo Yo Sorrows
The Smiths – There Is A Light That Never Goes Out Dieser Track schafft es alle paar Wochen mal wieder in meine Playlist, wieso auch immer. Einer der besten Songs aller Zeiten, und seltsamerweise kennen den auf einmal so viele Leute. Früher wurde ich immer mit Tomaten beschmissen wenn ich mit “so komischer Musik” ankam. Naja, aber alles wird ja besser im Retro-Chique der Hauptstadt, wa.
Just Jack – Embers Das Intro ist so ziemlich das abgefahrenste, was man sich vorstellen kann. Vor allem, weil so schön nach Gossip Girl und reichen Gören schreit, dass ich mich ein bisschen im Schrank verstecken will. Dabei finde ich Just Jack selbst so richtig schlecht. Aber sowas passiert halt, wenn man Bilder dabei im Kopf hat.
Miike Snow – Animals & Miike Snow – Plastic Jungle Ich könnte mich so auf Anhieb gar nicht für das bessere Lied entscheiden, aber hier haben die Schweden wieder eindeutig die Playlist gewonnen. Wieso ist das so? Wieso können die alles besser als der Rest der Welt? Wieso steh ich so darauf? All diese Fragen…
I escaped through a keyhole before they erased me
I married the beetle and learned to be graceful
It’s why all this warfare pours out of my eyes.
Los Campesinos! – The Sea Is A Good Place To Think Of The Future Gänsehaut-Mukke, mein armes Herz musste so leiden hinter dieser unglaublich nervenzerfetzenden Story. Egal wie unspektakulär das sein mag, und wie viele Leute jetzt “Pop!!” schreien werden, aber ich hab keinen Bock auf die elitäre Scheisse, ich steh auf sowas.
Calypso – Casually Sad Mercedes Guter, alter Queens Of The Stone Age mäßiger Teenage-Rock über, wer hätte es gedacht, Teenager. Ich möchte bei diesem Song die Luftgitarre rausholen und meine zerfetzten Jeans anziehen.
Blakroc – Hoochie Coo Was sich erstmal wie eine weitere Hip Hop Absonderung der Amerikaner anhört, ist beim zweiten Blick ein zeitloser Synergieeffekt. Blakroc soll nämlich ein LP Projekt von The Black Keys (schmacht) und diversen Hip Hop Artists werden. Auf diesem Track kann man schon mal Mos Def und Jim Jones bewundern, und ich geh dann mal den Track auf die Playlist für meinen Absturz in die Drogenwelt setzen.
The Rapture – No Sex For Ben Erstens ist der Track gut, weil er von The Rapture ist, und zweitens ist der Track gut, weil mein australischer Mitbewohner Ben auch keinen Sex hat, weil er so viel arbeiten muss.
I tried so hard to follow, but didn’t catch a half of what had gone wrong,
said “I don’t know what I can save you from.
AA Bondy – I Can See The Pines Are Dancing Perfekter Song für den Herbststart, obwohl es sich für mich gerade eher anfühlt wie nuklearer Winter. Ernsthaft jetzt, am einen Tag Sonne, T-Shirt und Eis essen, am nächsten Tag fette Jacke und Mundfrost. Scheisse man. Aber der Song ist trotzdem wunderschön.
… boah das hat jetzt schon wieder viel zu lange gedauert, und eigentlich gibt’s noch ein paar Millionen Songs. Ich glaube, ich brauche einen Co-Autor. Hmpf.
So, es gibt ab sofort in unregelmäßigen Abständen eine Liste der aktuellen Lieblingstracks zu hören. Ohrwürmer, Indie-Fanfaren oder One-Hit-Wonder, alles völlig egal, solange ich morgens in der U-Bahn immer noch in meinem Kopf mitsingen kann. Eure aktuellen Lieblingssongs will ich bitte in den Kommentaren sehen.
Kesha – Tik Tok
Erinnert ihr euch noch an Uffie? Natürlich erinnert ihr euch noch an Uffie. Uffie war diejenige, die mit diesem weiblichen Rap-Indie-Electro Hybrid Trend angefangen hat. Und die sich dafür gefeiert hat, ein “Hot Chick” zu sein. Ich habe Uffie geliebt, und das trotz des beschissenen Konzertes an meinem 19. Geburtstag. Jedenfalls hat sogar Kylie Minogue zeitweise einen auf Uffie gemacht, und zwei Jahre später will es auch Kesha wissen. Eh, es hört sich trotzdem gut an.
Before I leave, brush my teeth with a bottle of Jack
Cause when I leave for the night, I ain’t coming back
The Black Keys – Lies
Wenn es Musik gibt, die das Label “QUALITÄT” aufgedrückt bekommen sollte, dann The Black Keys. Ich habe noch nie so bewegende Gitarren gehört, noch nie so viele Emotionen in einem Sound, der sich durch so einfache Klänge zusammenfügt. Ganz besonders Lies hat es mir angetan- er hört sich nach schäbigen, alten Bars an, nach schmutziger Luft, Schmerz, Leidenschaft und Energie… Worte können das gar nicht zusammenfassen. Attack and Release bei Amazon kaufen.
I’d leave this time , break all my ties
Be no more use for any disguise
Clipse – I’m Good
Ach, ein bisschen Gangster-Attitüde kann nie schaden. Ich liebe Clipse, die wissen einfach, wie man entertaint, ohne besonders aufmümpfig oder arrogant zu wirken (wobei hier das Ausmaß von “Arroganz” an den ganzen anderen Spasti-Rappern zu messen ist). Es ist ein angenehmer Sommer-Song, der gute Laune versprüht, auch wenn sich die beiden trotzdem immer anhören, als wären sie sauer auf irgendwas.
Crusin’ on them 22s, got me sitting pretty
You should hear that engine purr, here kitty-kitty
David Guetta – Memories (ft. Kid Cudi)
Ich hasse David Guetta. Woah, wenn ich den im Club höre raste ich aus, weil es wirklich keinen Grund für diese Musik gibt. Da blutet’s mir aus dem Arsch. … jetzt, wo das gesagt ist, diesen Song finde ich trotzdem irgendwie gut. Ich glaube, es liegt an Kid Cudi. Denn im Gegensatz zu Guetta ist Cudi tatsächlich talentiert, und irgendwie passt es zum Beat. Okay Guetta, ich gebe dir noch eine Chance.
DJ Tiesto – Feel It In My Bones (ft. Tegan & Sara)
Für Tiesto gilt das Gleiche wie für Guetta, aber T&S kann man nicht umgehen. Meh. Ich hasse mich für meine Inkonsequenz…
Enzyme Dynamyite – UFO
Ich hatte ja schon über Enzyme geschrieben. Sein neues Album ist okay; es klingt noch ein bisschen unreif. Die Beats könnten so viel besser reinhauen. Der Typ ist so talentiert, aber anscheinend kann er sich keine anständigen Producer leisten. UFO ist der einzige Song, den ich wirklich mit vollem Herzen empfehlen könnte. Und das irgendwie auch nicht so richtig. (PS: Den Song gibt’s bei iTunes, der bringt mich um wenn ich ihn hier hochlade)
Florence & The Machine – You’ve Got The Love (Candi Station Cover)
JAAA, JAAAAAAA– oh Gott, diese Frau löst in Hirnhämorriden aus, ich schwöre es! Ich zittere, so schön ist das, was hier erschaffen wird. Ich war noch nie so versucht dazu eine Fan-Email zu schreiben wie jetzt. Einfach mal Danke sagen (und jetzt erzählt mir bitte nicht, dass ich mir das Album kaufen soll, DENN DAS HABE ICH SCHON GETAN! WIE KRASS IST DAS DENN?). You’ve Got The Love ist das Cover eines trashigen House-Songs aus den 90er Jahren, und mit Sicherheit auch nicht das beste, was Florence bisher so auf die Beine gestellt hat. Aber die großen Meisterwerke wie Howl oder Cosmic Love oder The Dog Days Are Over ODER WHAT THE FUCK HOLT EUCH EINFACH DAS ALBUM muss ja sowieso jeder kennen. So. Nur dass das mal gesagt wurde. Lungs [Expanded] bei Amazon kaufen.
Sooner or later in life, the things you love you loose
But you got the love I need to see me through
Junior Boys – High Come Down
Was? Ich weiß, dass das alt ist. Kann man ja trotzdem genießen, so die Anfänge erfolgreicher DJs wieder aufleben zu lassen, als man noch nicht sechshundert Stunden für einen Gig anstehen musste und tausend Euro dafür zahlte, einfach mal gute elektronische Musik zu hören. High Come Down erinnert mich irgendwie immer ein bisschen daran.
Simian Mobile Disco – Bad Blood (ft. Alexis Taylor)
Obwohl ich aus dem neuen Album von SMD, Temporary Pleasure, definitiv Audacity Of Huge als meinen Favoriten betiteln würde, kommt Bad Blood ziemlich nah an den ersten Platz. Sehr chillige Atmosphäre, sehr angenehme Rhythmen. Perfekt zum Einschlafen, Aufwachen, Mittagessen, Duschen, Arbeiten, Tanzen oder in die Gegend starren. Temporary Pleasure bei Amazon kaufen.
Girls – Lust For Life
Ich wohne immerhin in Berlin. Ich darf ein Hipster sein. Ich darf auch auf komische, nichtsaussagende, schrammelige Musik in einem pseudo Woodstock-Sommer stehen. Ich finde, dass jeder andere Mensch das auch darf. Ab jetzt.
Keine Ahnung, wie lange diese Links noch stehen. Macht euch übrigens bereit für das ultimative Cover-Mixtape. Hier stauen sich langsam die Tracks nur so an, und die dürfen euch natürlich nicht durch die Lappen gehen..
Ich habe eine sehr lebhafte Vorstellung davon, wie ein richtiger Road Trip aussehen muss. Genährt von dummen Teenagerfilmen, Cowboy-Geschichten und dem amerikanischen Traum, schreit mein Herz “Klischee” wenn es das Bild der absoluten Freiheit sieht.
Um diesen Traum zu verwirklichen brauche ich lediglich ein Ticket in die USA, ein wunderschönes Muscle Car und vielleicht eine beste Freundin. Aber nur vielleicht… Was wichtig ist an dieser sehr weit entfernten Fantasie: Der Soundtrack. Die Songs, die aus der Anlage dröhnen, während die Straße sich endlos in die Wüste hineinstreckt. Einige dieser Tracks gibt es jetzt hier, im ultimativen “Desert Road Trip” Soundtrack (ultimativ nur so lange, bis ich mal wieder ein paar andere Lieblingssongs habe). Bin ich eigentlich der einzige verrückte Mensch auf der Welt, der eine Liste von Songs zu bestimmten Träumen definiert?
Tracklist (die Reihenfolge ist zwar nicht willkürlich, aber dass die Bands mit “The” mal wieder ganz vorne stehen war ja klar):
The Black Keys – Same Old Thing
The Kills – Sour Cherry
The Vines – Get Free
No Address – When I’m Gone
The Hives – Because I Wanna
The Virgins – One Week Of Danger
Kings Of Leon – California Waiting
InXs – Pretty Vegas
The Embassy – It Pays To Belong
Bob Dylan – Tangled Up In Blue
Tiger Lou – Horatio
Fuel – Shimmer
Viel Spaß und rinjehauen. Gefunden wir das unter “#mt2desertroadtrips“. Feedback wäre nicht schlecht, und wer sein eigenes Mixtape hat/vorschlagen will, immer her damit..
Was macht man, wenn man krank ist, zu Hause rumliegt und vor Langeweile fast umkommt? Richtig, man lässt die Beine schön am Fenster bräunen und schimmelt im Bett rum. Und hört natürlich Musik.
Deshalb gibt’s nämlich jetzt auch mein Krankheits-Mixtape, eine Mischung aus alten und neuen Lieblingsliedern, die mich aufheitern, bzw. bei denen ich mich schön selbstbemitleiden kann während ich wie ein Meth-Junkie rumhuste. Der Spaß, der Spaß.
Tracklist:
Bob Dylan – Like A Rolling Stone
Julian Plenti – Only If You Run
Justine Electra – Killalady
Elephant – Misfit
Simian Mobile Disco – Bad Blood
Xx – Basic Space
Calvin Harris – Worst Day
Lykke Li – Everybody But Me
Plain White T’s – 1, 2, 3, 4
Fleetwood Mac – Go Your Own Way
Tracy Chapman – Fast Car
Lynyrd Skynyrd – Free Bird
Wo man diese tollen Töne zu hören bekommt? Nun ja, wer auf das Gezwitscher hört, der weiß, wo er suchen muss…
Gerade beim StyleSpion gesehen: Das Cover vom neuen Album der Kings Of Convenience. Auch wenn fraglich bleibt, wann es tatsächlich entdeckt wurde, schön ist es auf alle Fälle.
Erst Sonntag habe ich Erlend Øye live beim Auftritt von The Whitest Boy Alive genießen dürfen. Dieser Mann ist nicht nur überaus talentiert auf Platte, er hat auch eine unglaublich beruhigende Stimme, wenn man mit tausend verschwitzten Leuten bei vierundachtzig Grad im Schatten zu den angenehmsten Beats im Jahre 2009 mitsingen darf.
Der Auftritt fand im Rahmen des Tape Festivals statt, das wohl ab sofort desöfteren einladen wird. Für ein erstes Mal war es aber auch entsprechend katastrophal: Die Schlange zu den (herrlich verschmutzten) Dixie-Klos war länger als die vom letzten McDonalds Flashmob. Und hätte ich mir was zu trinken holen wollen (so nach sechs Stunden Wartezeit irgendwie verständlich), dann, naja, hätte ich den Auftritt wohl verpasst.
Umso gespannter bin ich also auf die neuen Tracks (auch wenn einige schon geleakt sind). Das Album erscheint offiziell am 2. Oktober ((bei Amazon steht was von 25. September)), bei Amazon kann man es jetzt schon vorbestellen: Declaration of Dependence (Affiliate Link).