Gossip Dings in Berlin

Die “(Fashion-)Bloggerszene” (ich kotze) von Berlin findet sich selbst so wichtig, dass sie nun mehrere Blogs hervorzaubert, die diese lächerliche Wichtigkeit vorführen. Leider haben die meisten Progatonisten der vermeintlichen Szenen dadurch nur das Gefühl, sich noch ernster nehmen zu müssen. Das hat man davon, wenn Karl Lagerfeld, Rihanna und Chris Brown jeweils für 3 Minuten in Berlin sind.

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November 26th, 2012 Posted in Berlin | 1 Comment »

The Art of Year Pressure

Wenn man sich durch die Archive windet, stellt man schnell fest, dass die epochale Zeit linear, die alltägliche Zeit zirkulierend und die biografische Zeit redundant ist. Phasen mit sich immer wiederholenden Kleinigkeiten wiederholen sich. Die Endlichkeit ist unendlich weit weg, und trotzdem pocht der Gedanke wie ein Schlaghammer auf dem Asphalt der Sinnsuche: wo geht es hin, wie lange brauche ich bis ich da bin und wann weiß ich, dass ich es weiß?

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November 14th, 2012 Posted in Crystal Meth, Gangster | 2 Comments »

Rapperz On Instagram

Es gibt wieder einen Grund zum träumen: während der Rest der Welt nämlich im fiskalen Dystopie-Denken stecken geblieben ist, liefern uns die sozialen Medien hautnahe Inspiration aus dem Planeten “Geld”. Ghetto-Superstars und ihre Allüren – das alles nun gebündelt auf einem einzigen, wahrscheinlich dem wichtigsten Tumblr unserer Zeit. RAPPERZ ON INSTAGRAM.

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November 2nd, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Gangster | 3 Comments »

NALAGRAM

Instagram ist der Playboy der digitalen Welt. Was nicht im Vintage Filter landet – Frühstück, Fahrrad, Fernreise – ist so hässlich wie die ungemachten Titten der dicken Bäckersfrau. Die Welt im grellen Spotlight der Realität getaucht ist eben nur halb so schön wie ein warmer Sepia Ton oder ein besonders blau betonter Himmel. Exklusiv im Jahre 2012: das Katalog-Leben nun auch für den Privathaushalt, der nicht mehr als 15.000 Euro im Jahr umsetzt.

Ich möchte mich da jetzt nicht zu sehr reinsteigern, wir sind ja erwachsene Menschen hier und überlassen den Profis der Medienwelt die kritische Auseinandersetzung. Ich möchte lediglich auf eine neue Liebe hinweisen, die Instagram mir näher gebracht hat. Wie es der Playboy eben einst tat, ist nun Instagram dafür verantwortlich, dass sich Menschen – Menschen wie ich, wohlgemerkt – in fiktive, weit entfernte, möglicherweise nackt abgebildete Prominente verlieben. Regelrecht verlieben, meine ich, also nach jedem Erwachen neue Bilder angucken, vor Sehnsucht schmachten und in ihrem Leben vermeintlich keine Qualitäten mehr finden ohne das Subjekt ihrer Begierde.

Und dabei ist gar nichts besonderes an ihr. Sie ist schön, ja, wunderschön und so viel schöner als alles, was ich je gesehen habe. Aber sie ist langweilig. Wie sie sich da rekelt und zur Schau stellt. Und doch – ich kann nicht anders. Mein Herz, das für eine lange Zeit erhärtet und kalt war, es jauchzt und seufzt vor Freude, wenn sie in ihre abgebildeten Augen guckt. Man hört mich innerlich weinen, weil es nie sein wird. Es kann nie sein. Ich werde sie nie besitzen, niemals mit ihr einschlafen, sie niemals im Arm halten, niemals streicheln, niemals zärtliche Sachen in ihr Ohr flüstern, niemals mit ihr spielen, niemals werde ich das alles. Ich habe Instagram, um sie zu beobachten, von ganz weit weg. Instagram ist sowohl Schuld an meinem Leid als auch an meiner Freude. Wie soll man das bewerten? Welchen Ausweg gibt es?

Ach, Nala.

September 11th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | 2 Comments »

Are You In?

Trotz aller Höhen und Tiefen blicke ich auf die letzten 7 Tage erleichtert zurück. So vieles hätte schief gehen können – ging es aber nicht. Alles ist irgendwie ganz gut, wenn man sich mal zusammenreisst und die schönen Momente dominieren lässt. Der Umzug ist geschafft, die Wohnung ist abgegeben, die neue WG kotzt in ihrer ganzen Großartigkeit kleine Glücksbröckchen und die Gefühlslage hat sich stark beruhigt. Perfekt abgerundet wird das alles dann mit der entsprechenden Konsumbereitschaft: Neue Nike Air Max 1 und eine neue Destroyer, diesmal mit Lederärmeln – I’m bringing sexy back, motherfuckers. Wenn ich mich jetzt noch um Hausarbeiten, Steuererklärung und den anderen nervigen Arbeitskram kümmern würde statt ständig ins Kino zu gehen und Musik zu hören, dann wäre das Leben geradezu perfekt.

Aber das soll es ja sowieso nie sein.

 

 

March 2nd, 2012 Posted in Gangster | 2 Comments »