"Girl gone wide."


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Nach “Nikes On My Feet“, meinem foreverandever-chillngrill superdope kiffSong, nach dem Song kam nicht mehr viel von McMiller, was ich feierte. Geschätzt siebentausend Mixtapes später schmeisst er dann etwas in meine Fresse, was mich von vorne bis hinten umballert, aber auch beruhigt und meinen derzeitigen Nerv trifft. Entspannt, verkopft, unaufgeregt, dankbar und gleichzeitig kritisch. Man merkt bei diesem Mixtape – Macadelic – , dass er aufwächst, sich den riesigen Aufgaben seines Lebens stellt. Und wenn es nicht das ist, was gerade bei mir passiert, dann weiß ich es auch nicht. Die Zeit rennt mir weg, fast kann ich sie dabei haptisch greifen, wie Sand, der mir zwischen den Fingern verrinnt, und jeder Tag birgt neue Aufgaben und Verpflichtungen, aber auch lautes Lachen und heimliche Tränen. So leise kann ein Menschenleben stattfinden, dass man manchmal auch mal ein bisschen den Bass aufdrehen muss um auf sich Aufmerksam zu machen. In Mac Millers Fall war es genau das Gegenteil davon: er hat mal kurz leiser gedreht und dabei ist etwas durch und durch durchdachtes herausgekommen, komplex und doch einfach zu verstehen.
Eingängig und tiefgehend und steckenbleibend. Beste Songs sind natürlich auch durch die herausragenden Features gegeben: The Question. ft. Lil Wayne und Fight The Feeling ft. Kendrick Lamar.

Es ist durchaus möglich, dass Mac Miller sich Herz damit singt, festrappt und für immer seine Nikes dort sporten darf. Immerhin war er Live ja auch eine Bombe. Damit wächst meine Liste an “to watch” wieder um einen mehr: A$AP, Odd Future, Black Hippy, Most Dope. Ich wünschte, ich wäre ein schwarzer Dude der Rappen könnte.
(Mir ist übrigens bewusst, dass das Mixtape schon zwei Monate online ist. Aber es hat auch ungefähr genau so lange gebraucht, bis ich es fühlen konnte. Don’t force the music.)

by yeahs in (Pop)Kultur Musik

Wie ich letztens schon erwähnte, war ich eines Abends sehr kurz davor, einen bahnbrechenden Erfolg des musikalischen Zusammenspiels hinzulegen. Die Epiphanie kam zwar und manifestierte sich so, dass ich sie nicht mehr los wurde, doch leider waren meine tatsächlichen Fähigkeiten zu eingeschränkt um den Ansprüchen meines inneren Genies zu genügen.

Dennoch wollte ich der Welt nicht vorenthalten, was sich an diesem Abend in meiner Seele zusammenbraute. Ich hatte ständig das Bild (und, zugegeben, den Geruch) einer Rauchwolke vor mir – eine, die so dick ist, dass man sich reinlegen kann. Eine, die zum schweben einlädt, wo die Füße anfangen zu kribbeln und der Bauch so tut, als hätte man gerade eine Dauerkarte zum Achterbahnfahren gelöst. Dieses Gefühl, vom ersten Zug bis zum letzten Versuch, seine Sinne zu ordnen, wenn plötzlich die Synapsen durchpeitschen und Dinge sogleich klar und verworren sind und die Augen auf Halbmast hängen; das ist das Gefühl, welches nach einem entsprechenden Soundtrack verlangt.

Im ersten Akt ist ein grinsender Protagonist zu beobachten. Man ist mit einer entspannten, geradezu schleichenden Aufregung erfüllt. Vorfreude. Eine gewisse Leichtigkeit. Der zweite Akt erzählt schon klar und deutlich die Geschichte, auf die man sich gefreut hat. Der erste Kontakt mit dem Gefühl, dass der Kopf langsamer wird, die Muskeln ihre Steifheit verlieren und das Kopfkino sich einschaltet. Der dritte Akt taucht die Wolke in ein dunkles schwarz, eine düstere Atmosphäre sozusagen, die die Stimmung dieses besonderen Augenblicks wieder geben soll. Das hier, das weiß man jetzt, ist keine Fressattacke, keine freundschaftliche Kommunikation, keine Lust auf Aktivität- das ist jetzt Lähmung. Im vierten Akt sind wir am Höhepunkt unserer Gedanken angekommen, wo alles ineinander verschwimmt, die Zeit stehen bleibt und die Sekunden sich wie Kaugummi in die Unendlichkeit strecken. Im fünften und sechsten Akt kommen wir langsam zurück, diese beiden Akte sind untrennbar, müssen sozusagen fließend ineinander übergehen, um einen Rückfall oder negative Rückschlüsse auf den kleinen Flug auszuschließen. Am Ende des sechsten Aktes sehen wir uns blinzelnd um, und fragen uns, was eigentlich in den letzten Stunden passiert ist.

STONER by Yeah Sara on Grooveshark

Im Übrigen ist der thematische Zusammenhang kein besonderer; er dient vor allem der Repräsentation meines derzeitigen Lieblingssounds, der vor allem von einer gewissen Atmosphäre bestimmt wird und genreübergreifend wie ein Virus durch das Internet-Land zieht.

PS: das Grooveshark Widget ist ja mal richtig, richtig mies. Falls jemand eine Alternative zum Einbetten kennt, holla at your girl.

by yeahs in Musik