"Girl gone wide."


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Der knapp zweieinhalb minütige Kurzfilm „PIXELS“ von Patrick Jean, unterlegt mit „L.A. Trumpets“ von Naive New Beaters, ist eine echt ansehnliche Hommage an unsere Videokonsolen-Superhelden aus Kindheitstagen der späten 80er und der 90er Jahre.

Eine 8-Bit-Invasion von Kreaturen wütet in New York City, wo das Video gedreht wurde. Wie eine Infektion fällt die 8-Bit-Pixel-Armada in Manhattan ein und verpixelt alles, das sich nicht retten kann. Well done:

(Danke an Maik für den Tipp)

by B in Ohne Worte


In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen Protagonisten eines anderen Lebens (anderer Welten, Dimensonen, Zeiten und Gesellschaftsformen) ihre Gedanken, Erlebnisse und Traumata hier. Manche sind Alter Egos ihrer selbst, einige gibt es wirklich, doch die meisten haben nie existiert. In einem Zustand des Nicht-Da-Seins finden sie ihren Frieden darin, in die Außenwelt zu schreien, was sie nicht mehr in sich tragen können. Um ihre Anonymität zu wahren, werden nur ihre Pseudonyme preisgegeben. Willkommen in der Restrealität…

Es sind diese absurden Momente, Tiefpunkte, die extremen Momente in denen man plötzlich begreift. Das Gefühl absoluter Klarheit. X und ich. Die Augenblicke sind endlos. Der Glanz ist verschwunden. Und du, X du siehst gelangweilt aus.

Y: Was ist das X, was verdammt nochmal, ist das?

Du siehst mich an. Aber du hörst mich nicht. Ich fange an X zu schütteln.

Y: Wir X, was bedeutet das, wer sind wir, was?

X: Hör auf damit. Hör auf mit deinen Schubladen, deinen Definitionen, deinen beschissenen Erwartungen. Wir sind Nichts, Y. Wir sind unendlich im nichts. Bedingungslos. Bedeutungslos. Freiheit, Y.

Y: Bedingungslos. Bedeutungslos. Ist das Liebe, X? Du wirst mich fallen lassen in deiner Bedeutungslosigkeit. Freier Fall mitten in das verfickte Nichts. Du reißt die Teile aus mir, die dir gerade gefallen. Deine beschissene grausame Willkür. X, du bist ein Heuchler. Weißt du das, du der Weltenretter. Pamphlete gegen die Ungerechtigkeit, die Konsumlust. Du bist nie satt. Du bist der gierigste Konsument. Rücksichtslos. Du hast nie gelernt zu geben, X. Du nimmst. Du sagst mir, du bist Egoist. Das bist du. Siehst du, was du angerichtet hast, X? Ich bin zerbrochen in die Stücke, die du aus mir gerissen hast. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin X. Es sind so viele Ich. So viele Splitter. Erzähl mir nichts von Definitionslosigkeit. Du definierst deine Welt. Du hast mich verschwendet, X. Es geht um dich, X nur um dich. Verstehst du das? Du belügst dich selbst. Nur hör endlich auf es Liebe zu nennen.

X: Hör auf. Ich liebe dich doch. Diesen Moment. Du willst alles, aber ich kann dir nicht alles geben. Verstehst du das, Y? Es gibt keine Ewigkeit, es gibt keine Erfüllung. Keine Vollkommenheit. Nichts ist perfekt, Y.

Y: Du weißt nicht wovon du redest, X. Wenn ich ein Messer hätte, X. Ich würde es dir in dein Fleisch stoßen, damit du verstehst was Schmerz ist, X. Damit du fühlst was Hass ist. Und damit du begreifst was Liebe bedeutet. Deine, unsere “offene Beziehung”, X? Wir haben keine Beziehung X, wir haben nichts. Nichts außer die Bedeutungslosigkeit. Die Leichtigkeit. Und ich hab mich darin verloren, X. In dir verloren. Du hast die Grenzen verwischt, als du von mir genommen hast. Du frisst und frisst, deine endlose Gier, du bist nicht bedingungslos, X. Du bist, der der alles will. Alles und du hast es genommen, X. Du hast mich ausgesaugt, mich zum Produkt gemacht. Monster! Monster! Und während du deine Zähne in mein Fleisch geschlagen hast, hast du mich angesehen und hast es Liebe genannt.

Y wird gehen. Irgendwann. Noch braucht sie X. Sie wird ihre Selbstaufgabe als Hingabe, Leidenschaft, Kunst sehen. Aber es wird sie zerstören, und sie weiß es. Stück für Stück wird sie sich verlieren. Und irgendwann wird X satt sein, und von Y werden nur noch Teile beliben. Y wird sich betrachten -auseinandergerissen, verloren- sie wird langsam lernen, wie es ist sich zu lieben. Sie wird lernen, wie es sich anfühlt, frei zu sein. Sie wird den freien Fall als Freiheit begreifen. Sie wird sich hassen, ihre Schwäche, ihre Sehnsucht, sie wird sie hassen die Abhängigkeit. Bis sie begreifen wird. Sie will fallen, und wenn sie am Boden angekommen ist wird sie nach oben sehen. Sie ist schon so oft hier gewesen. Sie kennt den Abgrund. Und sie kennt das Schimmern, das in der Ferne zu sehen ist. Irgendwo. Y wird es finden. Irgendwann.

Sie nennt es Ambivalenz, sie sagt sie kann ihr Leben nur leben, wenn sie noch weiß wie es sich anfühlt zu fallen und zu lieben. Wieder und wieder. Kunst nennt sie es. Liebe vielleicht.

Autor: Anonym

by Anonym in Restrealität


Manchmal rastet man einfach aus. Mit der Faust wird auf die harte, kalte Wand eingeschlagen, die all das symbolisiert, was einem im Weg steht. Frustriert blickt man nach diesem Anfall von blinder Wut auf seine Fingerknöchel und spürt nicht mal den Schmerz, den das verschmierte Blut vorschlägt. Betäubt.

Manchmal muss das auch einfach sein. Dann schreit man und dreht durch und beschimpft jeden und will sich undankbar fühlen, sich schwach fühlen, man heult und heult und man schämt sich nicht, wenn jemand einen entgeistert dabei beobachtet. Türen werden zugeschlagen, Porzellan zerschmettert, Gelegenheiten verworfen.

Es passiert. Es muss passieren, unweigerlich, und das ist okay, wenn man den richtigen Halt findet. Denn nachdem man alles Teller gegen die Tür geworfen, die Kabel aus der Wand gerissen und sich selbst die Haare ausgerauft hat, dann zählt nur, wer am Ende beim Aufräumen hilft und die Tränen von den Wangen wischen kann. Vielleicht wird nicht alles gut am Ende, vielleicht leben wir nicht in dieser wundervollen Welt, wo alles gut werden kann. Aber es macht es leichter, wenn man nicht alleine den Scherbenhaufen zusammenfegen muss, den man angerichtet hat.

Halt. Familie, Freunde. Jemand, der festhält. Nicht nur im Nachhinein. Nicht nur, wenn alles schon explodiert ist, nicht nur, wenn man dazu einlädt, nach der Katastrophe dem Opfer zu helfen. Es wirkt auch schon davor, wenn man davon absieht, Dummheiten zu machen. Wenn man sich den Konsequenzen bewusst ist, die man auch selbst als haltender Mensch verantworten muss. Wenn man vor dem Sprung schon festgehalten wird.

… so oder so ähnlich hätte es klingen können, aber ich hab die Worte nicht gefunden für das, was ich sagen wollte. Ich finde die Worte nie, bis ich einen Song höre, oder bis ich einen Menschen kennen lerne, der ein Wort benutzt, dass ich seit Jahren nicht mehr gehört habe. Ein Blinder in der U-Bahn. Ein zerfleddertes Buch, irgendwo auf der Straße, verlassen und dreckig. Tauender Schnee. Was weiß ich.

Manchmal fallen mir die Worte nie ein, weil es nicht immer richtig oder passend ist, ein Gefühl mit Worten auszudrücken. Manchmal ist es eine Melodie. Manchmal ist es ein Produkt, der Notwendigkeit entsprungen. Manchmal ist es ein Geruch. Manchmal ist es sogar ein Werbespot. Wo Worte versagen, sind es vielleicht die Bilder, die am besten ausdrücken können, was gemeint ist.

Es ist immer und immer wieder faszinierend zu bemerken, wie Inspiration und Kreativität funktionieren. Gerade nach Begegnungen mit Menschen, die sich in einer Welt voller Farbe und Fantasie befinden (und es auch als Lebensaufgabe ansehen, für immer in dieser Welt zu bleiben), die Kreativität zum Beruf machen und aus allen Momenten und Lebenslagen ihre Energie saugen, um Messages durch Bilder, Videos, Wörter oder schlicht und einfach kleinen Strichen auf Papier umzusetzen, sei es für die Kunst an sich oder für ein Produkt, gerade dann wird meine Ehrfurcht dem menschlichen Geist gegenüber nur noch gesteigert. Wie ist das möglich, dass dieses kleine Video mich endlich dazu bringt, einen Gedanken, der noch nie so aktuell, allerdings auch nie greifbar war, nieder zu schreiben? Was passiert mit der Inspiration, wenn man sich selbst inspirieren lässt– wird sie in Form von Energie weitergegeben, ist es ein endloses Momentum, oder nur ein kurzes Blitzlicht, ein Fingerjucken, unwichtig, belanglos, nur mal ganz kurz angewendet und dann verschwunden?

Halt. Inspiration. Für mich ist das mittlerweile auch synonym, so abwegig es scheinen mag. Aber wenn mal niemand da ist, der einen festhält, ist es vielleicht die eigene Fantasie, die eigene Naivität, und der eigene bunte Kopf, der einem den Rückhalt gibt, den man benötigt…

Es kostet $26000 einen 160 GB iPod legal mit Musik zu füllen (via).

Ein bisschen reißerisch, so eine Headline. Man geht davon aus, dass ein Song bei iTunes $0.99 kostet, ein Song circa 6 MB groß ist und dass es tatsächlich Menschen auf diesem Planeten gibt, die einen 160 GB iPod ausschließlich mit Musik füllen können. Auf meinen 30 GB iPod passen circa. 5200 Songs (und die sind auch drauf). Im iTunes Store kostet ein Song €0.99 ((Zeit, mir eine Kreditkarte anzuschaffen und die Tracks per Dollar zu kaufen)). Das heisst, ich bin knapp 5200 € los, wenn mein iPod voll mit Musik laufen soll (was ich hier nicht berücksichtigt habe: ein Album mit 10 Songs ist durchaus günstiger als 10 einzelne Tracks. Ich kaufe mir aber grundsätzlich keine Alben, und höre mir Musik auch nicht in Alben an, deshalb will ich diesen Fall hier ausschließen).

Young Music

Ich bin jetzt 21 Jahre alt. Ich würde sagen, ich habe ganz bewusst angefangen, mich für Musik zu interessieren (und auch Geld dafür auszugeben), als ich dreizehn wurde. Das sind also 8 Jahre. Angenommen, ich hätte acht Jahre lang jeden Monat 30 € für Musik ausgeben können (was gänzlich unrealistisch ist, weil ich bis ich 16 wurde noch nicht mal über Taschengeld verfügte): Dann hätte ich heute 2909 Songs. Und ich würde noch die nächsten 6 Jahre und vier Monate brauchen, um auf die 5200 zu kommen.

Das ist natürlich alles sehr überspitzt, vor allem aber auch Sache der eigenen Nachfrage. Wie wichtig ist mir denn die Musik, dass ich wirklich so viel Geld reinstecken muss? Wo liegen meine Opportunitätskosten? Es gibt immerhin auch noch Radio, TV, Last.FM, YouTube, Spotify– angenommen, ich würde mir nicht jeden Song direkt “besorgen”, sobald jemand ihn erwähnt. Angenommen, ich würde erst einige Male streamen und im Radio darauf warten, dass dieser Song läuft, ihn genau anhören, um mich dann entscheiden zu müssen, etwa wie bei einem Klamottenkauf: vielleicht würde ich den Song dann mehr zu schätzen lernen. Wenn ich tatsächlich einen Euro investieren muss, ändert sich mein Konsumverhalten gegenüber der Musik dramatisch, zum Besseren oder zum Schlechteren sei mal dahingestellt.

Man, Musik ist Kunst. Und in Kunst musste man früher Zeit investieren, Geduld, Mühe! Nicht jeder CD-Laden hatte genau das, wonach man gesucht hat, und es war umso schwieriger, etwas Neues zu finden, das gefiel. Ich bin 21 Jahre alt, und ich bin mir ziemlich sicher, ich habe bisher schon mehr Musik gehört, verinnertlich und gelebt als die meisten 40-Jährigen da draußen. Ich bin auch noch lange nicht durch, denn die letzten 7 Jahre habe ich damit verbracht, in der Gegenwart an aktueller Musik mitzuhalten, genauso wie die Kunst aus den letzten 50 Jahren nachzuholen. Wenn ich mich mit Menschen anderer Generationen über Musik unterhalte, bemerke ich, wie krass unterschiedlich die Auffassungen sind. Während für viele Musik auf verschiedene Lieblingsbands aufgeteilt ist, die man von Konzert zu Konzert verfolgt hat und deren komplette Diskographie wie ein Heiligtum aufbewahrt wird, ist für mich der Künstler und die Performance in erster Linie völlig uninteressant.

Ja, am Ende des Tages gehe ich auf das Konzert, wenn mich die Musik wirklich beeindruckt. Dann bin ich auch voll bereit dazu, mehr zu investieren, das Album in hochwertiger Qualität zu kaufen und Merchandise zu beschaffen, koste es was es wolle. Aber es interessiert mich im seltensten Fall, was Bob Dylan überhaupt für ein Typ war. Ich höre seine Musik, das ist das wichtige. Seine Songs bedeuten etwas für mich, egal, ob ich viel zu jung bin, um das Gefühl von damals zu verstehen. Ich hänge mir auch keine Poster auf (um nicht zu sagen, dass ich das früher nicht gemacht hätte; mit irgendetwas muss man sich als Teenager ja beschäftigen), ich sammel keine Zeitungsausschnitte, ich lese keine Interviews, es interessiert mich keine Interpretation des Albums und auch keine Kritiken. Gott, die meiste Zeit kenne ich nicht mal die Musikvideos der Bands, die Geschichten oder die Gesichter dahinter, geschweige denn die Namen.

Here’s the thing: Ich würde mir Alben kaufen, weil es auf Dauer günstiger wäre. Ich würde mich wieder für die Künstler interessieren, genauso, wie ich mich dafür interessiere, ob ich meinen Pullover jetzt bei 40 oder 60 Grad wasche, immerhin habe ich dafür viel Geld bezahlt. Ich würde mehr Zeit investieren, weil das Geld es so diktiert. Gleichzeitig würde ich definitiv weniger Musik kennen, weniger Künstler vergangener Tage, weniger Eindrücke sammeln, weniger Inspiration, wüsste jetzt nicht so gut, was ich eigentlich hören will, wenn ich etwas höre, und wäre wahrscheinlich weniger offen für neue Dinge, weil mich das nur verbittern würde in Anbetracht meiner finanziellen Lage (die ja nicht immer gut oder komfortabel sein muss).

Ich war mir beim Schreiben dieser Gedanken die ganze Zeit unsicher, ob ich überhaupt das illegale Beschaffen und die Piraterie von Musik ansprechen soll, aber vielleicht eine Randbemerkung: Es ist eine Definitionssache, eine Rechtsangelegenheit. Das Urheberrecht ist nicht nur in Bezug auf die Musik veraltet, so sehe ich das zumindest. Dass man deshalb Kunst und Kultur mit einem fetten Copyright-Stempel ausbeutet, das kann nicht sein, und schadet nur dem Künstler. Wie das jeder für sich persönlich nun abhandelt– eben, das ist eine persönliche Sache.

Aber das hat nichts mit der Allgegenwärtigkeit von losen MP3s zu tun, die man entweder im iTunes Store, bei Amazon oder eben über eine illegale Plattform schnell finden kann. Das hat etwas damit zu tun, dass man Musik in seiner Form anders wahrnehmen kann. Die technischen Einschränkungen, wie etwa bei Vinyl oder CD, sind nicht mehr vorhanden, die Beschaffung der Artikel geht innerhalb weniger Klicks, genauso wie das Entfernen. Die Produktionsverfahren haben sich geändert, der Vertrieb findet hauptsächlich virtuell statt, das Marketing geschieht auf einem ganz anderen Level.

Was genau definiert heute den Erfolg eines Musikers, ab wann ist man ein Fan, oder fehlt mir einfach nur die Loyalität? Ist das wie mit einem Fußballteam, in das man viel Schweiß, Liebe und Hoffnung setzt, und auch zehn Jahre später nicht verlässt, weil man schon so viel investiert hat– egal wie schlecht die Mannschaft ist? Oder ist das völlig legitim, Wegwerf-Musik, Einmal-Songs, Listen and Ditch immediately, wie ein schnelles High, bis das nächste in Form eines anderen Tracks daherkommt?

crowd

Eine Frage, die ich am Anfang des Beitrages gestellt habe: Wie wichtig ist es mir überhaupt, dass ich so viel Geld in Musik investiere? An diesem Punkt meines Lebens würde ich behaupten, dass ich fast 500 € im Monat – locker – für Musik ausgeben könnte und wahrscheinlich sogar würde. Davon wären dann 50 Tracks tatsächlich auch sticky in meiner Bibliothek, davon widerrum ungefähr 10, die ich auch so gut finde, dass ich sie in meine “Faves” Playlist verschiebe. Vielleicht sollte ich mich aber was ganz anderes fragen: wäre es mir jemals so wichtig gewesen, wenn ich nicht irgendwann mit 12 oder 13 Napster entdeckt hätte?

Ich weiß nicht, wie es je anders hätte sein können als so. Ich habe es ja nie anders kennen gelernt.

by yeahs in Musik


Lieblingsblogger Jeriko hat ein Stück Blog-History in einem unglaublich schicken PDF konserviert. Es nennt sich “Ausdruck“, und ich erwähne es hier nicht nur, weil auch ein Beitrag von mir drin ist, den ich nicht mehr auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen durfte.

Nicht nur wegen mir, aber hauptsächlich, wohlgemerkt.

Vielen Dank, Jeriko, dass ich ein Teil davon sein sollte. An alle anderen: reinziehen und das letzte bisschen Blogkultur noch miterleben, bevor Twitter die Weltherrschaft übernimmt. Übrigens melde ich mich hiermit als Interessent für eine Printausgabe und bin dafür, dass du eine PayPal-Spendenbox aufmachst.

by yeahs in (Pop)Kultur


Fever Ray ist das musikalische Pendant zu jedem Psycho-Horror-Film, der euch je zum zittern gebracht hat. Psycho. Der Exorzist. Dirty Dancing. Wer sich bei Karin Dreijers Stimme nicht zu seiner Mutter unter die Bettdecke verkriechen will, der hat als Kind bestimmt auch die Nachbarskatze gequält und den größten Spaß daran gehabt, fette Kinder zu verprügeln.

Fever Ray - sieht aus, als würde sie Möpse grabschen wollen

Das Soloprojekt der Schwedin kommt meiner Meinung nach zwar noch nicht mal ansatzweise an das glorreiche “The Knife” Projekt heran; aber vielleicht sollte ich auch einfach aufhören, diesen Anspruch zu stellen. Mir gefällt Fever Ray in dieser schaurigen Gruselmärchen-Manier, und ich hoffe, dass dieses Projekt auch fortgeführt wird. Und weil es so schön ist: das bereits erschienene Album, “Fever Ray“, wird bald noch mal als Deluxe-Edition aufgelegt. In dieser Auflage finden sich zwei Cover, “Stranger Than Kindness” (Nick Cave & Anita Lane), “Here Before” (Vashti Bunyan), sowie eine Bonus Disc mit voller Liveshow und einer DVD mit allen bisher veröffentlichten Fever Ray Videos.

Vanity Fair hat exklusiv das Video zu “Stranger Than Kindness” ergattern können, aber weil das Medium absoluter Scheiss ist und ich soetwas nicht auf meinem Blog einbinden will, gibt es nur den Link- in jedem Fall ist das Video genauso sehenswert und düster wie die Vorgänger.

Diese Gelegenheit werde ich trotzdem nutzen, nämlich für einen anderen großartigen Song, erschienen im Jahre 2003, der mich nicht nur im Wesentlichen The Knife hat lieben lassen, sondern die Grundlage für meine Minimal/Techno Obsession wurde und den Weg in eine unglaublich schöne (und schmerzhafte) Freundschaft ebnete. Und an diese Zeit erinnert mich “Pass This On“. Dafür danke ich Schweden: mitsamt Ikea, H&M und The Knife.

by yeahs in Musik


Ich liebe Kanye West. Der Typ hat einen fetten Schaden in der Birne, hat wahrscheinlich schon als Kleinkind aus Whiskeytits gesoffen und schwebt momentan bei 9000 auf der Megalomaniac-Skala. Ich sehe mich da ein bisschen wieder, auch wenn mein Teint da noch nicht ganz mitspielt.

Kanye West hat niemals nur seine Musik verkauft, sondern sich selbst, als Brand. Und das ist ein verdammt harter Brand. Mittlerweile ist der Typ steinreich mit mittelmäßigem Rap, hat Massen-PR für Umme erschaffen und kriegt jeden Tag einen Arsch voll von Menschen, die das mit der Wirtschaft nicht so ganz gerafft haben (um nicht damit zu sagen, dass ER es großartigerweise gerafft hätte, aber dumm verdient ja bekanntlicherweise ganz gut).

Anyway. Und dann gibt’s da noch Spike Jonze. Und wenn man den irren Kanye und den völlig zerstörten Jonze zusammenführt, bekommt man ein ehrliches Stück Kunst geschaffen, was nicht nur Hype-Potenzial hat, sondern was ich persönlich auch als “gut” befinden würde. “We Were Once A Fairytale” ist ein Kurzfilm, in dem Kanye West erkennt, was für ein Arsch er ist und sein Ego schließlich ermeuchelt. Hell fucking yeah.

Update: Ok, strange. Ich hatte hier gestern doch ein Vimeo-Video eingefügt, oder? Stattdessen finde ich heute ein YouTube Video wieder, dass nicht mal funktioniert, weil Kanye gegen die Urheberrechtsverletzungen anstößt. Ich werde langsam entweder alt oder die Zersetzung beginnt schneller als gedacht. Hm.

by yeahs in (Pop)Kultur


In der zwölften Klasse haben wir im Englisch LK das Wort “Juxtaposition” gelernt. Weil meine damalige Englischlehrerin aber völlig unfähig war, habe ich bis heute nicht verstanden, was dieses Wort wirklich bedeutet. Dann bin ich auf Max Papeschis aktuelle Arbeit gestoßen. Ich glaube, ich habe verstanden.

Juxtaposing cartoon characters against backdrops of war and destruction is Italian artist Max Papeschi’s idea of honest advertising. His work is provocative, polarizing, and an interesting insight into how foreigners view American ideals. He would suggest that he’s not anti-American, though. Rather anti-consumerist—his portraits a social commentary on the globalization and pervasiveness of media. – The Jailbreak

papeschi

Schaut euch seine Arbeiten bei The Jailbreak mal an. Ich bin ab sofort ein ganz großer Fan von Juxtaposing.

by yeahs in (Pop)Kultur


Tilt-Shift is the new black– oder so. Ich gebe offen zu das mein Verstand sich immer noch selbst verprügeln will beim Anblick dieser Miniaturfotografie oder -videografie, aber das ändert nichts an der Tatsache dass ich es trotzdem/deshalb gut finde. Spätestens seit Beached weiß auch jeder, was Tilt-Shift ist und wieso es so abgefahren wirken kann, wenn man noch gute Musik hinterher wirft.

Zum Geburtstag des Magic Kingdom, meinem KINDERTRAUM, hat sich Disney was schönes einfallen lassen: EIN TILT SHIFT VIDEO! Fuck Yeah ((darf man Fuck sagen, wenn man über Disney schreibt? Ich spüre eine Abmahnung ins Haus flattern))!

Magic Kingdom

Die Vollpfosten der Online-Welt, wie könnte es anders sein, erlauben kein Embedding. Deshalb geht es hier lang für das Video.

Und obwohl ich Beached immer noch besser und cooler und schöner gemacht finde, ist das doch auch nicht schlecht gewesen. Außerdem will ich wieder zurück ins Disney Land, wo ich den größten Spaß meines Lebens hatte. Auch wenn ich Angst vor Goofy hatte.

Foto © Joe Penniston

by yeahs in (Pop)Kultur


Solche Bilder, wie Stacie & Geoff sie zu ihrem Hochzeitstag machen durften, solche Bilder sehen Frauen den ganzen Tag in ihren Köpfen. Das ist Romantik-Porno. Die perfekte Gefühlswelt, sozusagen, in ein paar kleinen Pixeln zusammengeschoben. Bei solchen Bildern müssen doch aber auch Männer verstehen können, wieso wir so gestört sind:

Stacie & Geoff

Stacie & Geoff

Stacie & Geoff

[via]

Sloan Photographers dürfen definitiv auch auf meiner Hochzeit die Fotos schießen. Und bei meiner Scheidung auch.

by yeahs in (Pop)Kultur