Akute Lebensmittelvergiftung 2012

Veröffentlicht January 4, 2012

Das Leben rauscht an mir wie ein D-Zug vorbei, aber zur Silvesternacht hatte ich die einmalige Gelegenheit, einmal in Ruhe durchzuatmen und meine konstruierte Welt von oben zu betrachten. Genauer gesagt: ich saß auf einem Bett im Urbankrankenhaus vor dem Panoramaausblick und starrte auf den Himmel von Schöneberg, während die Stadt in einem tosenden Feuerwerksinferno erleuchtet wurde. Es war ein sehr fightclubesquer Moment. Das war so ein Augenblick, bei dem ich immer von dieser Überzeugung eingeholt werde, dass er von besonderem symbolischen Wert sein muss, ich diesen symbolischen Wert aber noch nicht so richtig erkannt habe. Trotzdem: in dieser kurzen Minute der totalen Hingebung für Zeit und Raum sauge ich die Bilder und Geräusche auf wie ein ausgedörrter Schwamm und setze die interpretativen Teile für mich später zusammen. Bisher hatte ich mit dieser Strategie noch nie Erfolg, denn auch in Retrospektive sind meine persönlichen, bedeutungstragenden Momente nie so richtig transparent.

Schon wieder war alles anders gekommen als gedacht. Schon wieder hatte ich Pläne, das Leben, sogar meine zukünftigen Gedanken und Taten in Stein gemeißelt und wurde anschließend von der Realitätsdampfwalze eingeholt: dein Leben kann nicht nur aus To-Do Listen bestehen, aus sorgfältig gepflegten Kalendereinträgen, aus unvergessenen Geburtstagen, aus behutsam ausgewählten Argumenten, aus rationalen Überlegungen und vernünftigen Entscheidungen. Die Realität will nämlich Platz, der nicht von dem strukturierten Netz der Sicherheit eingenommen werden sollte, sonst wird dieses Netz nämlich trotz aller Mühe beim Aufbau gnadenlos zerrissen und Realität macht es sich sowieso bequem. Ich kann also machen, was ich will: nicht das Unerwartete ist das Problem, sondern mein Umgang mit dem Unerwarteten. Mein Gesicht kann sich keine Stresspickel mehr leisten. Ich kann mir keine Versicherungen mehr leisten. Ich kann es mir nicht mehr leisten, mich an den weltlichen Aufgaben des Erwachsenwerdens zu zermürben. Jedes Mal, wenn es so weit war, habe ich Entschlüsse gefasst, die doofen Sachen alle abzubrechen “und endlich das zu tun, was ich wirklich tun will”, sprich: Job kündigen, Weltreise machen. Oder Job kündigen, Studium aufnehmen. Und dann noch mal kleinteiliger. Aber am Ende des Tages komme ich trotzdem an den Punkt der Überforderung, an dem ich mich frage:

Warum habe ich so viel Angst davor, zu schnell in die Kurve zu gehen in der Autobahnauffahrt, und was ist bitte so schlimm daran, wenn ein Plan nicht aufgeht? Sicherheiten sind Trugschlüsse. 2012 muss ich hart auf die Fresse fallen, um vielleicht endlich zu verstehen, dass es nicht so schlimm ist, wie ich dachte.

 
 

FUCK VAT

Veröffentlicht December 10, 2011

Vor zwei Monaten habe ich mit meinem Studium angefangen. Meine Eltern können mir keinen finanziellen Rückhalt bieten, daher bin ich Bafög berechtigt. Von Bafög alleine hätte ich nicht leben können – ein Minijob musste her. Mir grauste aber vor der Vorstellung, mich 20 Stunden die Woche pauschal ausbeuten zu lassen für einen Job, der mir im schlechtesten Fall egal war. Da ich schon immer aber auch als Freelancerin im künstlerischen Bereich Rechnungen gestellt habe, hätte ich auch so das nötige Kleingeld nebenbei verdient.

Nach vielem Rechnen mit Freibeträgen und steuerlichen Limits, kam ich zu dem Schluss, dass es sich nicht lohnt (abgesehen davon waren die Bafög-Bearbeitungszeiten so lang, dass ich sowieso anders an Geld ran musste). Ich beschloss, den waghalsigen Schritt zu gehen, auf Schulden + Abrackerei zu verzichten und dafür neben dem Studium nur noch als Kleinunternehmerin Geld zu verdienen. Rein wirtschaftlich lohnt es sich: ich habe viel mehr Zeit für die Uni, ich verdiene viel mehr Geld und habe dazu auch noch eine gewisse Leidenschaft manifestiert. So weit, so gut.

Hätte ich gewusst, dass das Geld verdienen an dieser Sache noch das einfachste ist, dann hätte ich es vielleicht gelassen. Denn ich kann nicht die einzige sein, die eine regelrechte Ohnmacht gegenüber einem fremdbeherrschten System spürt. Alles, was man falsch machen kann, habe ich falsch gemacht. Steuern, Meldungen, dies, das. Ich will nicht ins Detail gehen. Es geht nicht darum, dass mir die Regeln nicht gefallen. Es geht darum, dass mir niemand die Regeln erklären kann. Die dummen Fotzen im Finanzamt, die mich von einem Tisch zum anderen schicken, wo alle so viel Hass in sich tragen als kämen sie gerade als vergewaltigte Frauen vom Krieg im Kongo zurück- was machen die da, außer mich in die Unzurechnungsfähigkeit zu treiben? Keiner kann mir sagen, was ich richtig oder falsch mache.

Aber jeder kennt die Stories von Leuten, die am Ende hart nachzahlen müssen, oder die gar ihr Geschäft aufgeben, weil sie Fehler gemacht haben. Ich kann nach bestem Wissen und Gewissen Erfolge für mich persönlich verbuchen, aber sobald der Wisch auf meinem Tisch liegt, werde ich nicht beweisen können dass mir die Nutte im Finanzamt nichts sagen konnte und auch keine Ahnung und vor allem aber keinen Bock hatte, mir zu helfen. Ihr Kollege auch nicht. Und deren Kollegen auch nicht. Und bei der Frage, wer mir jetzt eigentlich bezüglich der richtigen Steuernummer helfen kann, wussten sie auch keine Antwort und haben mich sicherheitshalber noch mal mit der Umsatzsteuer-Außenstelle in Saarlois telefonieren lassen, die mich auslachte und sagte, da sei mein Finanzamt zuständig.

Jetzt sitz ich hier mit einer “verlorenen” Steuererklärung, unfähig, mich von meinem alten Finanzamt abzumelden um beim neuen Finanzamt angemeldet zu sein, warte auf ein Umsatz-Steuer-Signal, damit ich eine Umsatz-Steuer-ID bekommen kann, damit ich mit der dann Rechnungen ins EU-Ausland stellen kann, ohne welche ich leider nicht genug Geld verdiene um mich über Wasser zu halten. Und das ist nur ein Auszug eines kleinen Dilemmas.

Interessant ist auch, dass die im Career Center an der Uni sich nur um Bewerbungen und Einstellungsgespräche kümmern, aber nicht um die Existenzgründung o.Ä. So viel Machtlosigkeit sollte man eigentlich nur spüren, wenn es sich um Todesfälle handelt. Jetzt kümmer ich mit meinen lächerlichen Einkünften um eine Rechtsschutzversicherung, um einen Steuerberater und vielleicht auch noch um eine Psychotherapie und kann dann glücklich behaupten, dass ich zwar keinen Gewinn mehr habe, mir aber wenigstens keiner was antun kann.

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YEAH SPINELLI

Veröffentlicht November 3, 2011

Ein lebhaftes, schwarzhaariges Mädchen, das Wrestling liebt. Sie trägt eine orangefarbene Skimütze, ein rotes Kleid mit einer schwarzen Lederjacke, rot-gelb gestreifte Strümpfe und graue Stiefel. Spinelli wird beinahe immer mit ihrem Nachnamen angesprochen, weil sie ihren Vornamen nicht leiden kann. Ihr Zweitname wird in der Episode „Die perfekte Tochter“ („More Like Gretchen“) enthüllt. Spinelli ist sehr temperamentvoll, sagt klar raus, wenn ihr etwas nicht passt und lässt auch gelegentlich beherzt die Fäuste spielen. Spinelli ist ein italienischer Nachname. Ihre Eltern haben ein langweiliges Erscheinungsbild, doch ihr Vater ist Geheimagent. Auch ist Spinelli in T.J. verliebt, was aber in wenigen Folgen lediglich Erwähnung findet. Spinelli hat auch einen älteren Bruder Tony, der im Gefängnis als Mechaniker arbeitete („Operation Klassenfahrt“). Manchmal malt sie, um ihrer Langeweile zu entkommen.

Man nennt mich nicht zu unrecht Spinelli, immerhin bin ich die coolste Sau auf dem Dragstrip. Aber auch coole Säue müssen sich ihrer Gedankenwut hingeben, und so, wie alle Jahre wieder, der Rundumschlag.

- Contagion ist ein guter Film – Soderbergh lässt Paltrow abkratzen, das kann nur ein guter Film sein. Aber letztendlich ist es die unspektakuläre Art und Weise, auf die eine Epedemie dargestellt wird, die überzeugt. Keine grauende Dramatik oder Heldentaten, keine Unruhe, und am wichtigsten: keine Zombies. Eine Dystopie mit Überlebenschancen, spannendes Kino.

- Apropos Kino: heutzutage im Kino einen Film zu finden, den man tatsächlich sehen will, also in den Reihen von Inception oder The Dark Knight, ist einfach schwierig. Oder sagen wir es, wie es ist: ohne Christopher Nolan macht Kino keinen Sinn.

- Außer natürlich, es geht um das Pornofilmfestival, wo man dann mit Nike zwischen (einstimmig entschieden!) seltsamsten Menschen sitzt, die die zum Interview zur Verfügung gestellten Pornodarsteller solch eloquenten Dinge fragen wie etwa: Tut es weh, wenn ihnen der Mann unvorbereitet ins Gesicht spritzt?

- Und wo wir schon bei Nike sind: dass diese dumme Firma es nicht auf die Reihe bekommt, Schuhe in Größen herzustellen, die auch meine Pygmäenfüße tragen können, ruft mich persönlich zu einem Boykott auf. Größe 39! WE ARE THE 99%!

- In other news: mein Leben ist eine kaum bewegliche Linie auf einem Blatt Papier. Hin und wieder wird beim Ziehen des Bleistiftes ein kleiner Ruck die Genauigkeit der Geraden beeinträchtigen, man endet mit einer straighten Line, die beim genauen Hingucken gar nicht so straight ist. Was mir zum Teil als Apathie vorgeworfen wird, lässt sich (mir selbst jedenfalls) ganz gut erklären:

- Es bringt nichts, sich aufzuregen. Wenn einen etwas erschüttert oder entsetzt, verletzt oder Trauer auslöst, muss man warten, bis das Erdbeben inklusiver aller seiner Nachbeben, egal in welcher Stärke, versagt sind. Erst dann kann man feststellen, wo das Pendel zwischen Glück und Unglück stehen bleibt, und ob es sich lohnt, unter so viel Pein zusammenzubrechen. Meistens behält sich das Drama vor, nur für kurze Zeit aktiv mit meinem Gehirn im Bett verrückte Spiele zu spielen. Dann verschwindet es wieder und lässt mich in absoluter Euphorie zurück. Es sind die orgasmischen Höhen dieser Besserung, die das Leben lebenswert machen. Leider machen das viele andere (meiner Ansicht nach) falsch: sie reden, während das Pendel noch schwingt.

- Manchmal hört die Erde nicht auf zu beben. Aber das ist mir noch nie passiert.

- Was mir durchaus passiert: kleine Explosionen, die dafür sorgen, dass ich eines wunderschönen Herbstsamstagnachmittags in den Friseurladen gehe um mir ein Drittel meines Haupthaares blond zu färben. Wie das aussieht, das zeige ich euch, sobald die Gerüchteküche mal ein bisschen abgeklungen ist. Ich fasse es nicht, dass auf Twitter schon Fotos verlangt werden, ihr könnt mich von Montags bis Mittwoch immerhin auch im Uni-Zoo beim widerlichen Kantinenessenschmeissen beobachten (kostet Eintritt).

- Ich bin mir nicht sicher, worüber ich zuerst schreiben soll: über die Auswirkungen von blonden Strähnen und einer quasi-M.I.A-Frisur auf das männliche Geschlecht oder über die wunderbaren Herbstmomente dieses Jahres. Ihr wisst aber ohne große Ausführungen womöglich sowieso, was sowohl damit als auch damit gemeint ist. Nein? Ich bin heiß und das Wetter ist schön, soll das bedeuten.

- Enttäuschung ist, wenn alle guten Tracks von A$AP Rocky schon vor dem offiziellen Release des Mixtapes veröffentlicht waren und die anderen zehn Songs richtig KACKA sind. But you know what? Das sind halt die neuen Niggas With Attire. Die haben Style ey, sehen gut aus. Raf Simons Rick Owens usually what I’m dressed in. Aber, damit mir die Oberflächlichkeit nicht schon wieder (weil es so einfach ist!) vorgeworfen wird, möchte ich an der Stelle auch erwähnen wieso ich A$AP Rocky trotz der Schwächen abfeier: weil er avant/garde ist und zulässt, dass sich East Coast Hip Hop entfaltet. Harlem Trill, Brother. Der Beat läuft wie zäher Schleim raus, man hört den Trill, aber der Rap knallt mit der Peitsche, wie es nur NYC kann.

- Mir ist vor Kurzem aufgefallen, dass ich zwar Alice im Wunderland nie gelesen habe, aber aufgrund meiner Zitatkenntnis das ganze Teil zusammensetzen könnte. Hier mein Liebling:

Alice asked the Chesire Cat, who was sitting in a tree, “What road do I take?”
The cat asked, “Where do you want to go?”
“I don’t know”, Alice answered.
“Then,” said the cat, “it really doesn’t matter, does it?”
Alice in Wonderland, LEWIS CARROLL

- Ich weiß auch nicht so genau, welche Wege ich einschlagen werde. Gerade ist immer so viel am Start, wer hat da noch Zeit, nachzudenken? Für eine kurze Atempause wird dem Messi-Elternhaus ein Besuch gestattet. So schön Berlin auch ist, manchmal sehnt sich das Herz nach einem deftigen, arabischen Eintopf und sich mit den Erzeugern so hart streiten, dass man für die nächsten drei Monate ziemlich sicher glücklich mit seiner Wahlheimat sein wird. Egal, wie viel Wurst von den Suffi-Nachbarn im Treppenhaus verteilt wird.

 
 

Fuck The Fag

Veröffentlicht October 12, 2011

Es gibt tausende Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Geld und Gesundheit, aber auch stinkende Hände, gelbe Zähne, Umweltverpestung und die Unterstützung einer ziemlich gefährlichen Lobby. Jedes Mal, wenn ich wieder einen Anlauf mache, um aufzuhören, habe ich diese ausformulierte Illusion einer neuen Realität, eines neuen Lebens: ich werde besser aussehen, keine Falten werden sich um meine Augen bilden, ich werde frischere Haut haben und schneller laufen können. Meine Haare werden glänzen, meine Zähne werden wieder weiß, ich rieche nach Holunderblüten und Schokoladenkuchen.

Meine Nase wird nicht mehr laufen, mein Hals wird nicht mehr weh tun, ich werde so viel Geld sparen, dass ich mir innerhalb weniger Wochen auch noch Fett absaugen lassen kann. Wenn ich nur mit dem Rauchen aufhöre, dann ändert sich alles zum besseren. Es ist dieses eine, dumme Laster.

Leider ist es auch genau diese Vorstellung, die mich dann immer wieder zurückwirft. Denn sobald ich aufhöre, sobald mich kein Qualm mehr umgibt, fällt mir erst mal auf, wie sich gar nichts verändert. Ich habe keine Zigarette mehr in der Hand, aber es bleibt alles beim Alten, und die Treppen laufe ich jetzt auch nicht schneller rum. An dieser schwachen Stelle kratze ich mir den Kopf und frage mich, wieso ich mir selbst diese schöne Illusion, “alles wird eines Tages besser, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre” nehme, nur um dann mit der tristen Wahrheit konfrontiert zu werden: nichts wird besser. Ich habe lediglich eine Sache weniger, über die ich mich aufregen kann.

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Bisaztrophe

Veröffentlicht August 31, 2011

Deine Stimme ist so erheitert und optimistisch wie immer, obwohl ich mich schon sehr lange nicht mehr bei dir gemeldet habe. “Der Schein trügt, S”, sagst du und lachst. “Wir waren schon oft da, wo du jetzt bist, und es bringt nichts mehr sich vor den Konsequenzen zu verstecken. Du kannst entweder glücklich sein oder dein Leben in Sicherheit wiegen. Nur beides, das wirst du jetzt noch nicht bekommen. Du kannst dankbar dafür sein”. Ich verstehe das alles nicht. Gebannt im Kreise unseres ewigen Spiel des Erwachsenwerdens zählst du die restlichen Münzen in deiner Tasche und guckst dich fragend nach bereitwilligen Geldgebern um. “Na und, dann muss man im Notfall halt auch mal schnorren, und hart an der Grenze leben. Wir tun es ja nicht, weil wir nicht anders können, wir tun es, weil wir uns entschieden haben, jung zu sein!

Deine Glückseligkeit bedrückt mich und meine tägliche Fahrt mit der U-Bahn. Ich weiß, dass du recht hast, deshalb rufe ich dich wieder an und erzähle dir davon, dass ich keinen einzigen Schritt weiterkomme, in der Angst, über eine unsichtbare Klippe zu fallen und in alle möglichen Probleme zu geraten. “Wie mache ich jetzt weiter?”, frage ich dich unaufgeregt. Die Antwort kenne ich. Du lachst, gibst mir einen klatschenden High Five und sagst: “egal wie, es wird schon das Richtige sein.”

Und du wirst recht behalten.

 
 

Bachelor of Hartz

Veröffentlicht August 24, 2011

Ich werde also mein dekadentes Luxusleben der 40-Stunden-Woche ablegen um wieder für einige Jahre (hoffentlich mehr als vierzig) ein Liebe-gesteuertes Hippie-Kind mit filzigen Dreadlocks zu spielen. Ich werde mir an sonnigen Nachmittagen im Park die Haare aus der Arschritze ziehen, werde Dienstagmorgens verschwitzt und komplett zerstört aus einer Party direkt in die Uni hechten, um für 1,50 miesen Kater-Fraß zu inhalieren und verteile an diversen Semesterparties Blowjobs auf den Männerklos.

So ist das. In meiner Freizeit werde ich oft und gerne bei Poetryslams anwesend sein und beim Klatschen aufstehen. Ich werde die großen Philosophen kennen lernen und mit meinen Freunden bei gutem Wein, der mehr als fünf Ösen kostet, über die wichtigen Dinge des Lebens reden: behaarte Achseln, die Wichtigkeit der Demokratie, koreanische Delikatessen, hungernde Kinder im Kongo und medizinische Ethik. All das wird gesponsort vom Staat, denn zuerst wird der kilometerlange Bafög-Antrag bearbeitet, dann wird man direkt zum Hartz-4 Amt weitergereicht. Und was sollte man als angebrochener Mensch mit einem Bachelor in Kulturwissenschaften auch sonst tun? Im besten Fall bricht man wahrscheinlich nach dem 4. Semester ab um Drillinge auf die Welt zu setzen – dann ist es eh nicht mehr mein Problem. Im schlechtesten Fall bricht man trotzdem ab, dann kann man wenigstens behaupten, man hätte nicht seine Zeit verschwendet, um dann doch dasselbe Resultat zu produzieren.

Ich sag euch ehrlich wie es ist: wenn das bedeutet, dass ich die nächsten 6 Jahre gediegen kiffen kann (wenn auch nur unter gelegentlichem Besuch des Hartgeldstrichs), dann nehme ich die darauffolgende Arbeitslosigkeit gerne in Kauf. Scheisse noch mal, vielleicht überlebt das Wirtschaftssystem ja auch nur, wenn es so Menschen wie mich gibt. Menschen, die sich selber umbringen möchten, wenn sie morgens ins Büro gehen um Arbeiten zu verrichten, die keinerlei gesellschaftlichen Zweck erfüllen. Seriously. Ich bin so weit, putzen zu gehen, Kindernanny zu spielen, im Zirkus als behaarteste Frau aller Zeiten aufzutreten, nur damit das ein Ende hat. Nicht, dass ich mir das je aussuchen könnte, immerhin muss ich ja auch irgendwie Klopapier kaufen. Und Make Up. Hauptsächlich Make Up.

Das ist also der Stand der Sachen: ich werde wieder Hippy, ich werde höchstwahrscheinlich auch wieder pleite sein. Ich werde wieder mehr Zeit für solche lapidaren Dinge wie “mich selbst mitteilen” haben, ich werde eventuell auch irgendwann irgendwas gegen diese Geschlechtskrankheiten tun, die sich “Stresspickel” nennen und zu einer kompletten Sammlung aller Rot-Töne in meinem Gesicht sorgen.

 
 

Sommerloch

Veröffentlicht July 10, 2011

Heute wird man nur noch ein lautes, resigniertes Seufzen hören, wenn man mich trifft. Nach fast einem Jahr der Hamsterradabstinenz geht es nun (“endlich”) weiter mit dem richtigen Leben: Morgen ist Montag. Der erste Montag in einem neuen Leben, bespickt mit Arbeit und einem Studium und einer eigenen Wohnung und einer BZ und einem Kaffee Togo und vielleicht auch endlich mal einem Fahrrad und überhaupt. Ein neuer Computer, ein festes Einkommen, 27 Tage Urlaub im Jahr, Abends kaputt sein, in ein paar Jahren kann man dann über Kinder und Hochzeit nachdenken. Sowieso: ich nahm mir ein Jahr frei und fand mich selbst an einem völlig anderem Ort unter völlig anderen Umständen wieder.

Ich reiste, ich lebte, ich kotzte ab, ich weinte, ich küsste und liebte und ich vermisste und hoffte und jetzt bündelt sich das alles in einem Sommerloch. Ninetofive meets reguläre Verrücktheit in der Hauptstadt. Ich kann nicht sagen, dass ich traurig darüber bin, denn jede neue Entscheidung für einen weiteren Schritt Richtung Zukunft ist bisher eine gute; und auch die doofen, störenden Wege, die man genommen hat, führten letztendlich immer wieder zu ausschließlich positiven Erfahrungen und weicher Haut und Käsekuchen.

Die großen Pläne werden jetzt mit dem besten Qualitätsholz befeuert: im Oktober wird wieder alles anders, und bis dahin muss noch einiges getan werden. Wir riefen Arbeitskräfte, es kamen YeahSaras.

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Alles Karl

Veröffentlicht April 29, 2011

Ich tippe im Zug meinen Scheiss runter (u.A. eine interessante Kolumne für mein geheimes, nicht-öffentliches Satiremagazin „Fette Arschbombe“ für kulturelles Vergnügen in yeahsara‘s Gedankentheather, mit dem Titel „Arsch frisst Hose: Wie man sich unbeobachtet den Tanga aus dem Kackschlitz rausfummelt“), da kommt so ein unscheinbarer Typ vorbei und setzt sich neben mich und grinst mich an. Ich tu ein bisschen, als würde ich aus dem Fenster gucken, aber irgendwann habe ich das Gefühl dass seine gelben Zähne nur noch wenige Atemzüge von meinem unschuldigen Ohrläppchen entfernt sind, also drehe ich mich um und gucke ihn mit den bemühtesten Stirnfalten an, die mein jungfräuliches Gesicht so rauspressen können.

Er ist dünn, richtig richtig dünn, und hat fettige, etwas längere Haare und er grinst immer noch und guckt mir in die Augen, schön nah an meinem Gesicht. Ich drehte meinen Kopf ganz schnell wieder zum Fenster. In solchen unberechenbaren Momenten zieht sich meine coole Schlagfertigkeit, die ihr alle ja so köstlich findet, in ein unerreichbares, geheimes Loch, tief in der Wüste meines Körpers zurück. Übrig bleibt eine weibliche, weiße Steve Urkel, die stark anfängt unter den Achseln zu schwitzen und merkt wie sie Blähungen bekommt. Die coolen Kids haben Asthma, die kriegen dann so geile Inhalatoren und können beim Sportunterricht zurückgelehnt Darth Vader Imitationen üben, aber Fettstangen meiner Sorte plagen sich mit Gasen, die sogar im Dritten Reich als Inhuman deklariert worden wären.

Ich räuspere mich drei, vier Mal und drehe mich wieder langsam zu diesem Typen um, der mich immer noch mit verzogenem Grinsen von der Seite angafft als ob ich gerade einen Dinosaurierer aus der Nase scheisse. Ich frage ihn mit etwas angebrochener, weinerlicher Stimme:

„Äh, ja, kann ich irgendwas, äh, helfen oder so?“

Aber er sagt nichts und starrt weiter. Er leckt sich mit so einer obszönen Geste über die Lippen, dass ich einfach nur starr die Augen auf ihn richten und entsetzt meine Armlehne umklammere. Meine Hände sind schweißnass. Er atmet laut. Ich drehe meinen Kopf wieder zu Seite, weil ich seinem Blick nicht ausgesetzt sein will, recke meinen Hals um hilfesuchend den Blick anderer Mitfahrer zu erhaschen, doch keiner reagiert, keiner weiß, dass ich gleich von einem hässlichen Psychopathen mitten im Sprinterzug nach Berlin vergewaltigt, zerstückelt und gegrillt werde. Ich ersaufe nasal an den von Schweiß gebildeten Ozeanen in meinem Gesicht und drücke mich so fest es geht an die Fensterseite. Dann nuschel ich, in einem letzten Wall der Kraft, bevor ich ohnmächtig werde, „geh weg bitte bitte“. In meinem Kopf habe ich ihn schon mit meiner versteckten Machete gesechsteilt, aber Steve Urkel war ja gerade an der Reihe, und so blieb mir nichts anderes übrig als mein Gesicht ganz, ganz fest gegen das Fenster zu pressen und langsam kleine, leise Horrorfürze in seine Richtung abzudrücken.

Nach etwa drei, vier Minuten – ich sah in der Spieglung des Zugfensters, dass er mich immer noch anstarrte, wenn auch nicht mehr ganz so feist und widerlich grinsend (er musste Geruchssinnstörungen haben. An der mangelnden Schlagkraft der Fürze kann es nicht gelegen haben, dass er immer noch stand, denn immerhin hörte ich schon einige Panikschreie aus den vorderen Reihen)- kam eine ältere, adrett angezogene Frau (Marke Karstadt), packte den Psychopathen am Arm und versuchte ihn hochzuziehen.

„Komm jetzt, du sollst doch andere Leute im Zug nicht stören — entschuldigen Sie bitte, hat er Sie gestört- es tut mir Leid, er braucht ganz besonderen Umgang“, fragt sie mich besorgt und gleichzeitig erregt, weil er sich dagegen wehrt, von seinem Sitz enthoben zu werden. Es war ein bisschen seltsam, dieses Bild. Es ist komplett leise im Zug, und ohne ein großes Geräusch zerrt sie weiter an seinem Arm, er lässt sich allerdings immer wieder zurück auf den Sitz fallen, wo er dann gegen mich aufprallt, ich, das absolut entseelte Nervenwrack, dass sich gleich voll in den Mund übergibt. So ging das ein paar Mal dann. Ein Stummfilm der Awkwardness. Zerren, zurückfallen lassen, gegen mich prallen, und noch mal. Irgendwann seufzt die Dame resigniert und lässt mich mit den schrecklichsten Worten aller Zeiten zurück: „Tut mir leid, er mag Sie wohl. Wäre es allzu schlimm für Sie, wenn er einfach die restliche Fahrt hier sitzen bleibt? Er macht auch nichts, er guckt einfach nur. Er heisst Karl. Wenn er unruhig wird, dann rufen Sie nach mir, ich sitze ein paar Reihen hinter Ihnen.“

Ich nickte stumm, weil Steve Urkel sich nicht gegen soziale Konformitäten wehren kann. Karl rückte näher an mich und grinste wieder sein animalisches Grinsen. Ich guckte ihn in Doppelkinnhaltung zurück an. Ich blieb in dieser Position bis wir ankamen, aus Angst, er könnte einer von denen sein, die ab und zu mal ausrasten und Leuten die Köpfe gegen Fensterscheiben einschlagen. Im Nachhinein stellte sich das als sehr unnötig heraus, er grinste den Rest der Fahrt nur noch und fing irgendwann an zu sabbern. Gegen Ende freundete ich mich mit dieser interessanten Chemie aus autistischem Interesse und nackter Angst an und überlegte, wieso ich eigentlich so ein Spast bin. Als wir ankamen und alle aufstanden um ihre Sachen zu holen, bewegte er sich nicht. Ich musste über seine Knie steigen und meinen Rucksack über ihn schleifen. Dabei habe ich ihm unabsichtlich einen Kinnhaken verpasst. Ich entschuldigte mich (mental) bei Karl dafür, dass ich ein unbarmherziges, grausames Opfer bin, und furzte mir meinen Weg aus dem Zug. Als ich noch mal zurück blickte um zu sehen, ob er immer noch da war, starrte er mich weiter mit eindringlichem Blick an und ich nahm das als Anlass um noch ein bisschen schneller zu laufen.

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OFWGKTA

Veröffentlicht April 24, 2011

Ich bin ein Fan von Ideologien, so lange sie auch mit Tatenkraft umgesetzt werden (oder immerhin ein Versuch in die unmögliche Richtung gestartet wird)- Weltanschauungen, die jedem nahe gebracht werden sollen, nicht nur existieren, um zu existieren. Große Theorien, bei denen es nur um die Hypothetik aller menschlichen Möglichkeiten gibt, nerven mich. Deshalb finde ich es auch so schwer, mit Menschen über eine Verbesserung der Welt zu diskutieren. In den meisten Fällen liegt die Lösung erwiesen auf der Hand, und trotzdem reden wir, anstatt zu tun.

Umso begeisterter bin ich, wenn Leidenschaft nicht in brennenden Gedankenzügen zu bedeutungsloser Asche wird, sondern wenn so viel Energie hinter einer Idee entsteht, dass man “Los, Los!” schreit und anfängt zu machen, zu bauen, anzustiften. Leider passiert das nicht sehr oft. Wann habt ihr euch das letzte Mal gedacht: okay, ich riskiere das Leben der letzte 10-20 Jahre auf meinem Deckel um jetzt eine Revolution zu starten – so groß oder klein sie auch sein mag – und pumpe meine Zeit und meine ganze Energie in ein Projekt, das wahrscheinlich scheitern wird? Wer baut schon ein Leben auf – mit Ausbildung und Studium und Job und Wohnung und Familie und Sicherheit und Festigkeit und Perspektive und Normalität und Alltag und Rentenversicherung und Stabilität – um das dann innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen für eine dumme (oder, mit Glück, nicht dumme) Idee all das zu verlieren. Versteht nicht falsch, was ich hier andeute: ich bin kein Befürworter des Standard-Lebens, wo Sicherheit und Familie ganz oben stehen müssen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass da menschliche Arbeit reingeflossen ist. So eine Arbeit für einen Moment wegzuschmeissen, das große Kartenhaus umpusten — wieso sich dann erst die Mühe machen aufzubauen? Nehmen wir den Satz und machen einen großen, fetten Punkt hinter “Kunst” und hinter “Nihilismus”, hinter “Bedeutungslosigkeit” und “Verzweiflung”. Und am Ende haben wir keinen Satz mehr stehen, sondern nur noch einige lose zusammenhängende Begriffe, die ein wenig darstellen, wieso “Just Do It” und “Es könnte alles so einfach sein” doch nicht so umsetzbar sind, wie man sich mit 18 und 19 vorstellt.

Als uns die Welt noch gehörte, da sahen wir alle aus wie Odd Future. Da ging es gar nicht nur um die Musik oder darum, dass wir erfolgreiche Punks sind. Es ging darum dass wir eine Idee hatten und diese auch umsetzen wollte. Wir hatten alle Zeit der Welt und wir fingen an, uns mit der Thematik zu beschäftigen. Die einen malten, die anderen skateten, einige von uns machten Musik während die anderen sich von einem Ausdauertest zum nächsten zerrten, um endlich Pilot werden zu dürfen. Wir haben nicht nur geträumt, wir haben getan. Gerade aus der Schule – was haben wir zu verlieren außer Noten, die uns noch nie etwas bedeutet haben? Wir malten uns Hakenkreuze auf den Nacken um Reaktionen zu fordern und wir haben alles und jeden ausgeschlossen, der uns ein Nein mit Ausrufezeichen auf das Antwortplakat malte. Wir zerrissen und zerstörten, was unsere Energie aufhalten wollte. Wir feierten nicht nur weil wir feiern wollten, sondern weil wir was zu feiern hatten – uns – und die ganze Welt mitbekommen sollte, dass die hochgestreckten Arme und die wilden Schreie auch nur ein Output waren um unsere Zukunft zu formen.

Das verliert sich. Das wird sich wahrscheinlich auch bei den großartigen Street-Kids von Odd Future verlieren. Das hat sich bei Britney Spears verloren, das hat sich bei unzähligen Künstlern verloren. Ich bin verlockt dazu, dass auf ausbeutendes Management und ungnädigem Publikum zu schieben, aber wir wissen alle, wie es ist: ein paar Jahre vergehen und schon hat man wieder etwas zu verlieren, das man mit viel Arbeit aufgebaut hat. Das ändert alles.

Egal, ob ihr auf OFWGKTA steht, oder ob ihr die provozierenden Texte viel zu Anti findet, ob euch das überhaupt nicht schockiert und ihr das für einen Hype abstempelt; das mag alles sein. Alles, was ich sehe, ist ein großer, fetter Erinnerungsstempel, dass ich zwar für viel gearbeitet habe, meine Kartenhäuschen aber fein säuberlich wieder mit eigenen zitternden Fingern abgebaut habe. Da ist nichts, was verloren gehen kann, was zerstört wird, oder was ich riskieren könnte. Es ist wieder Zeit für eine neue Ideologie.

 
 

Odd Future

Veröffentlicht April 18, 2011

Ich versuche zu rekonstruieren, was passiert ist, seitdem ich hier eingezogen bin und Nacht für Nacht an meinem Fenster sitze und mir dabei “Yonkers” oder “Earl” anhöre und mitwippe und mitrappe und meine Arme hektisch bewege. Alles dreht sich gerade um OFWGKTA. Alles. Das geht hier leider ein bisschen unter, weil viel passiert. Fahrräder passieren, Nightrides passieren, Rumstromern und beim Versuch, in einen Yard zu klettern und von den Cops gebustet zu werden passiert, beim James Blake Konzert vor’m Berghain rumhängen und nach Tickets suchen und für viel Geld Tickets finden und dann vom Bass erhängt zu werden passiert, zu wenige Champions für die Crew kochen passiert, sich beim Einkaufen totschleppen passiert, beim Arbeitsamt Scheisse labern passiert, sich den Kaffee über die Hose schütten passiert, eine Stunde vor Abfahrt Wäsche waschen und hoffen dass sie rechtzeitig trocknet passiert, im Luzia nicht reingehen weil man zu müde ist passiert, im Jenseits für 15 Minuten mit nur 3 anderen Menschen zu Hip Hop tanzen und danach direkt wieder reinhauen passiert, sich mit seinen eigenen Stiften vollmalen passiert, sich zwei Achter reinfahren passiert, sich die Birne wegkiffen passiert, sich um drei Uhr morgens auf die Oberbaumbrücke setzen und kurz Luft holen passiert, im Sysyphos raven und die Location für gut befinden passiert, die liebsten Freunde umarmen passiert, mit Nico wahllos streiten und ihn in den Wahnsinn trollen passiert, ohne Absätze schreiben passiert, Nadines Aufführung zum zweiten Mal gucken und dabei Gänsehaut bekommen passiert, nach Mitte fahren um ein Magazin zu kaufen passiert, an der Strandbar Mitte chillen passiert, Jackass 3D gucken und bei der Phantom staunen passiert, Frank Ocean rauf und runter hören passiert, tausend andere Sachen, die passieren, einfach wieder vergessen.

Aber eine schöne Konstante gibt es: Odd Future. Ja ja, es ist ein Hype, von mir aus. Nennt es doch so. Vielleicht ist es in ein paar Monaten vorbei und ich werde mich nur noch an das rohe Potenzial dieser krassen Dudes aus LA erinnern, aber am Ende des Tages zählt nur, wie sehr mich dieses Rap-Kollektiv, bestehend aus vorlauten Kindern mit Ambitionen, eigentlich inspiriert. Und ich darf zu diesem Höhepunkt meines eigenen Groupie-Daseins einfach mal zu einem Konzert. In diesen stillen, ruhigen Tagen der Vorfreude werde ich nichts anderes tun außer mich darauf optisch als auch mental vorzubereiten. In dem Sinne: Fuck School Burn Shit Kill Them All. SWAAAAAAAAAAG.

 
 
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