TOTD: Come Closer

TOTD: Come Closer

Wo wir schon beim “Do You Want Me” waren, hier gleich die andere Seite in etwas animalischerer Atmosphäre: I Want You, I Want You, I Want You. Der Track wäre mir niemals aufgefallen, hätte ich ihn nicht live gehört (und das, obwohl Octo Octas Album “Between Two Selves” rauf und runter lief. Manche Tracks gehören eben in den Club und nicht auf die private, schrammelige Anlage.

(more…)

October 22nd, 2013 Posted in Track Of The Day | 1 Comment »

TOTD: DO YOU FEEL ME

TOTD: DO YOU FEEL ME

In meinem Kampf gegen die ständig mich begleitende Armut UND, alljährlich, gegen die Dämonen meiner Steuererklärung (featuring diesmal: Abmahnung und geklautes iPhone) sind House und Disco-Klassiker beständige Gute-Laune-Macher, auf die ich jeden Tag baue. Bisher dominierte ganz klar Cee Cee Penistons “Finally” die Liga – je kitschiger der Song, desto schlimmer ist die Stimmung -, aber wie immer, wenn HRDVSION spielt – diesmal im Barkode, Amsterdam-, findet sich doch direkt ein neuer alter Lieblingssong. Der hier explodiert regelrecht in der Mitte. Man kann sich also schön die Seele aus der Brust schreien und fremden Leuten in den Armen liegen.

(more…)

October 21st, 2013 Posted in Track Of The Day | 1 Comment »

Live.Love.A$AP

Ich weiß es, ich hatte etwas negatives über das jüngst erschienene A$AP Rocky Mixtape gesagt, hatte es abgewertet, weil ich ungeduldig war. Weil ich schnell schnell schnell noch mehr von dem Pe$o Shit haben wollte, mehr von den Klassikern, die direkt reingehen und sitzen bleiben und sich manifestieren. Die unmittelbaren Banger, sozusagen. Was ich aber noch lernen muss (und was mir LiveLoveA$AP innerhalb weniger Tage beibringen konnte): Geduld in zweierlei Anliegen.

Geduld 1: Manche Tracks müssen sich entfalten. Sie müssen aufmerksam studiert werden, sie müssen zum richtigen Augenblick einsetzen, sie müssen auch mal an einen Punkt kommen, wo sie ihre Stärke beweisen können. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, und es ist auch Geschmackssache. Aber es ist möglich, dass ich diesen Teil gerne zugunsten der Exzellenz fallen lassen. Exzellenz relativiert – Pe$o ist exzellent. Das heisst aber nicht, das der Rest nicht gut ist.

Geduld 2: LiveLoveA$AP ist ein Mixtape. Das bedeutet: die ersten Tracks, die je aus der Schmiede von A$AP Rocky und seinem Mob gekommen sind. Das heisst: hier feiert der Hype des Internets wieder irgendwas, was noch nicht mal genau definiert ist. Das könnte auch schnell ein J.Cole werden (um Himmels willen), jemand, der absolutes Potenzial bis zum ersten Album verschenkt, abhebt und denkt, er wäre THE SHIT, jeden einzelnen seiner Beat für die LP SELBST produziert und am Ende kläglich versagt. Es ist ein Mixtape. Es darf fehlerhaft sein, solange die Exzellenz für das fertige Album aufgespart wird.

Das Mixtape mit all seinen Schwächen und Stärken hat vor allem vier Songs, die mich an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln lassen: Peso (eindeutig), Trilla, Palace und Wassup. Noch besser, aber nicht auf dem Mixtape, sind nur die Tracks “Been Around The World” und “Take 1″, den er mit Main Attraktionz gemacht hat. Wenn ich euch einen Song ans Herz legen müsste, dann würde ich euch auf jeden Fall die Fresse vor Ignoranz einschlagen wollen. Trotzdem: Palace, produced by Clams Casino, strotzt nur so vor Dramatik und Höhenflügen. Das muss man gehört haben.

Aber wie beschreibt man Musik? Ladet euch das Monster runter, Leute. Und um einen generellen Eindruck davon zu bekommen, wie sich das hier anhört, hier noch mal das Resüme zu “Trilla” von Big Ghost:

8. Trilla (ft ASAP Twelvy & ASAP Nast) – Ayo I still cant really tell none of these ASAP niggas apart like that namsayin…but this joint is my favorite shit on this muthafucka so far son. I played this shit 5 times in a row jus now yo. Word is bond…that beat is a menace my nigga. This like some shit where you jus be picturin yaself ridin across the desert in one of those Mad Max type joints wit the armor plates n the big ass wheels n shit n you got like 2 broads rockin black leather bikinis wit some furry thigh high boots on n fly ass blowout afros n these vultures is circlin above yall while the sun is settin n the sky be lookin all orange n burgundy n shit namsayin……..n you got like gargoyles on Harley Davidson’s shootin ya whip up so you gotta like start doin donuts n shit to make big ass clouds of smoke n dust start appearin so you can park ya shit n hop out n start blammin em muthafuckas n throwin grenades or whatever nahmean…but suddenly the ground starts to shake n cracks open n you start seein the core of the earth n some dragons made outta fire start to emerge from the flames n be swoopin over you n shit so you gotta look to the clouds n summon the angels from the heavens to come help you handle these niggas but then you see like a sorcerer who got lightning comin outta they eyes n shit he be strikin the angels wit the lightning from his eyes n so you start thinkin bout how can you approach the nigga from behind (pause) n strangle the muthafucka nahmean…so you be doin like somersaults n rollin across the ground to camouflage yaself wit the earth as you approach the sorcerer n he aint noticin you so you spring up n try to yoke the nigga n he fightin back n now lightnin bolts is shootin out the niggas hands n he tryin to maneuver outta the choke hold so you gotta like flip the muthafucka in the air n he go flyin n then he lands on top of one of those pointy ass rocks that look like upside down icicles n shit…n he explodes n all the gargoyles n dragons n shit start freezin while they fightin against the angels n then they turn to like black ashy statues n crumble or whatever…n then the two broads start dancin on top of the hood of the car n they start doin lesbian shit nahmean. Word yo.

Insgesamt möchte ich aber sagen, dass es mir Leid tut: dass ich A$AP Rockys Mixtape nach all dem Hype nur eine geringfügige Chance gab und direkt zu einem Urteil sprang. Denn nur wenige Tage später, als ich die Hoffnung nicht aufgab und wieder reinhörte stellte ich fest, dass ich hier ein Top Werk der Hip Hop Branche genießen durfte. Nicht nur, dass es die Entwicklung von Rap Musik endlich, endlich eine neue Sphäre begeht (Harlem Trill!), die die exquisite und noch nie zuvor gebrachte Mischung von East Coast Twist mit Dirty South und Sizzurp mischt, nein! Es ist auch der Flow, der so auf Unterhaltung zielt, ohne gleich den üblichen Pop-Patterns zu Opfer zu fallen. Es ist auch sehr stilistisch: Tumblr-Ästhetik, Schnelllebigkeit und charismatischen Charaktären.

WAS IST LOS MIT MIR! Ich kriege keinen koherenten Satz vor Feuchtigkeit raus! LiveLoveA$AP ist eines der besten Mixtapes diesen Jahres und packt sowohl J.Coles als auch Aubreys zweites Album in die Tasche, MAN! Durch die grandiose (ICH MEINE GRANDIOS!) Arbeit von Producer Clams Casino und den wunderbar neurotischen Hip Hop Referenzen, dank der hypnotisierenden Atmosphäre und den epischen Momenten darf ich wieder Hoffnung schöpfen. A$AP Rocky is bringing New York back to the table – aber diesmal ganz anders als es Jay-Z je getan hätte. Und jetzt warte ich nur darauf, dass auch Dipset bald wieder zurück kommen UND DANN GEHT DIE PARTY LOS HIER!

Zum direkten Download des Mixtapes

November 10th, 2011 Posted in (Pop)Kultur, Musik | 2 Comments »

One Year In New York

Vor nicht mal ganz einem halben Jahr war ich für einige Tage in New York. “Geschäftlich”, möchte ich sagen, aber eigentlich war es in vielerlei Hinsicht ein kleines Abenteuer. Es war nicht mein erstes Mal, es war nur das erste Mal bewusst, und nachdem der Traum, die Illusion der USA als bunte Lebensstation, schon verblasst ist. Meine Kindheit bestand aus Hochhäusern und Cornflakespackungen. Die nüchterne Erkenntnis meiner Mittzwanziger: ich bin dankbar, Europäerin zu sein. Das will ich nicht herablassend sagen, sondern ich sage das mit Wehmut. Die USA waren für mich im Kindesalter und in der Jugend soetwas wie ein realistischer Zufluchtsort gewesen. Falls es hier nicht klappt, wird es immer einen Ort geben, an dem mir alles möglich sein wird.

Mein Kurztrip nach New York bewies mir, dass diese Stadt aber soetwas wie eine Konserve darstellte für ein Bild, was ich als Erinnerung an Amerika in meinem Kopf eingespeichert hatte. Die Ästhetik, der Glanz, der Film, in dem man sich plötzlich bei Aufprall auf der anderen Seite der Weltkugel widerfindet, das mag zwar berechenbar erscheinen, weil NYC eben eine Weltstadt ist; und doch war es schön, sich von diesem Gefühl einnehmen zu lassen. Auf der Williamsburg Bridge zu stehen und den Regen zu genießen ist ein mächtiges, dramatisches Ding gewesen. Wieso? Weil die Fremde eines wohlbekannten Ortes so unwiderstehlich und süß ist, oder weil die Romantik eines unbequemen Momentes, der aber bewusst gewählt wurde, um Freiheit zu signalisieren, so viel in meinem sonst eher sterilen Leben wert ist?

In jedem Fall wurde ich gerade wieder ein bisschen an diese wenigen Tage erinnert, als ich ein Video mit persönlichen NYC Aufnahmen entdeckte. Das ist eine ganz besondere Stadt, und ich freue mich darauf, vielleicht bald auch etwas mehr Zeit dort verbringen zu dürfen.

October 31st, 2011 Posted in (Pop)Kultur | 3 Comments »

New York, New York

Dieser New York Trip, man. Der kriecht mir immer noch aus den Knochen hoch bis ins Rückenmark, so in manchen Momenten. Ich stand gestern zum Beispiel auf der Tanzfläche eines Raves und bewegte meinen unförmigen Puddingkörper zum Boogie der KeineMusik Menschen und ließ mich von der Sonne an diversen Geschlechtsteilen kitzeln und dachte mir so: hey, das gibt es nur in Berlin. Du hast alles richtig gemacht!

Und kurz darauf sehnte ich mich dann wieder nach dieser ultimativen New York Überforderung. Man hat in dieser Stadt immer das Gefühl, unreif zu sein, sich noch weiter nach vorne treiben lassen zu müssen, auch mal über die Absperrung zu klettern, Hals hochrecken, nicht untergehen. Ich verstehe aus eigener Erfahrung in Berlin, wie anstrengend das ist, sich unter so viel Druck zu setzen und sich gegen alles und jeden stemmen zu wollen; but on the other hand.. that’s how we roll… und es ist auch Motivation, und Neugierde, und Begierde, und Leidenschaft.

Und Shake Shack, natürlich. Shake Shack war fantastisch. Hier noch einige Bilder in schwarzweiß, die ich eigentlich löschen wollte. Dachte mir aber so: fuck it. We’ll do it in Black and White!

(more…)

May 30th, 2011 Posted in Urlaub | 10 Comments »

VW x MoMa Aftershow Party

Red Carpet, Blue Carpet, Tomato, Tomahto, alles dassellbe, bis man auf einmal selbst ein bisschen fotografiert und dem regen Treiben der Journalisten und Profiknipser zusehen darf. Alles in allem gesitteter Umgang, nicht viel Gedränge und eigentlich auch ziemlich Down-To-Earth; dass sich Menschen die Gala kaufen, um nachzusehen, wer wann wie wo in welchem Kleid aufgetaucht ist, relativiert sich an dieser Stelle extrem.

Ich hatte bei der VW + MoMa Pressekonferenz After Show Party zwar nicht den besten Platz zum Fotografieren (und nicht mal eine gute Kamera dabei), aber sehr viel Spaß an meiner Perspektive. Gelohnt hat sich der Besuch dann vor allem, weil Penn Badgley aufkreuzte und meinem jugendlichen Herzen einen kleinen Amor-Schock zuführte. Hach, und dann war der auch noch so nett. Also so richtig nett, wie Dan aus der Serie, einfach nur nett. Und süß. Und klein und süß und nett.

Ansonsten sind Aftershow Partys in New York nicht viel anders als in Berlin: die Leute sehen alle zu gut aus, um wahr zu sein, die Musik ist laut aber nicht aufdringlich, die angesagten DJs werden ignoriert, jeder kennt jeden, alle sind happy und am Ende des Abends betrunken. Nur dass in New York die Leute um 12 nach Hause geschickt werden- Curfew und so – und in Berlin sich da gerade mal alle zum Vorglühen treffen. That’s how we roll, motherchuckers.

(more…)

May 24th, 2011 Posted in Urlaub | 4 Comments »

Das MoMa und das Auto

New York, Volkswagen, MoMa, Hotel, Dinner, Party, Pressekonferenz, Ausstellung – Okay, Rewind. Zusammen mit einigen mir bereits bekannten und unbekannten Atzen aus dem Restinternet habe ich einen Flieger nach New York City bestiegen, und keiner wusste so richtig, worum es geht- nur dass VW irgendwas mit MoMa und wir und Berichterstattung und dies das. Aber wer sagt schon nein, wenn man in eine fantastische Stadt eingeladen wird? Wir jetzt also hier, heute morgen, und lauschten der Verkündung der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und dem Museum of Modern Art.

Auf der Pressekonferenz wurde der Kern des millionenschweren und auf lange Sicht geplanten Projekts vorgestellt: es nennt sich “International Discovery” und soll eine internationale Ausstellung fördern. Von New York über Kapstadt nach Berlin sollen sich Künstler mit sozial- und umweltkritischen Themen auseinandersetzen und ihre Werke dazu einreichen. Zusätzlich wurden von Volkswagen zwei Werke von Francis Alys an das MoMa geschenkt, und auch das MoMa-Lehrprogramm soll nun dank Förderung erweitert werden. Es treffen sich zwei unabhängige Institutionen von exorbitanten Dimensionen – Kunst und Wirtschaft – um Arbeit zu leisten. Die gemeinsamen Themen finden sich hinter den aktuellen Leitprinzipien von VW: Fortschritt, Progress, aber ohne dabei die Umwelt zu vergessen. So wurde auf der PK auch die Öffnung eines neuen Werkes in den USA verkündet, welches sich fast ausschließlich um diese Themen der Zukunft kümmern wird (Stichtwort “Think Blue“). VW sichert sich so natürlich eine besondere Nische im amerikanischen Markt und wird diese moderne Consciousness hoffentlich mit Verantwortung tragen.

Aber die Pressekonferenz – so faszinierend es auch sein mag, diesem Trubel einmal beizuwohnen und dem ganzen Schauspiel zu zusehen – war für mich mit Sicherheit nicht das Highlight dieser Reise (obwohl, angeblich war es die erste pünktliche Pressekonferenz. Ich behaupte mal, es liegt an der Deutsch-Quote der Teilnehmer). Vielmehr bin ich jetzt schon begeistert von den Früchten (und den Privilegien) dieser Kooperation. Die Ausstellung von Francis Alys, sowohl im MoMa PS1 als auch die im MoMa selbst. Kinder, ich sag euch was: wenn euch Klaus Biesenbach, einer der wohl interessantesten und auch wichtigsten Menschen der Kunstszene, persönlich durch eine Ausstellung führt, dann könnt ihr euch nur noch wie in einer anderen Welt führen. Mit welcher Leidenschaft er Alys’ Werke beschrieb und wie er gekonnt durch komplizierte Themen führte, ohne zu überfordern (man muss dazu sagen, dass zur Ausstellung auch eine absurde mexikanische Marschband durch das ganze Gebäude lief und sich in jedem Augenblick auch mal daneben stellte und performte, was die Sache so unglaublich komisch machte). Nicht zu vergessen Alys’ “A Story Of Deception” selbst, Ideen über Ideen über Ideen die einen Normalsterblichen wie Meinesgleichen recht klein aussehen lassen. Aber das ist zwischen mir und anderen Künstlern ja schon immer so ein latentes Issue gewesen, wa.

(more…)

May 23rd, 2011 Posted in Urlaub | 3 Comments »

Blurry NYC

New York. Ich stehe auf der Williamsburg Bridge in kühlem Regen, der mir den Nacken bis in den Rücken lang läuft. Ein Schauer überkommt mich, im wahrsten Sinne des Wortes, und die Skyline verblasst im Nebel des plötzlichen Wetterumbruchs. Es ist mir egal. Es ist ein bisschen so als hätte ich mein Leben vergessen, wäre ohne Erinnerungen auf dieser Brücke geboren, über atlantischem Wasser, irgendwo zwischen Manhattan und Brooklyn. New York ist der Anfang und der Höhepunkt dieses Gefühls, denn seitdem ich weiß, dass ich fliegen werde, hat sich alles geändert. Und interessanterweise rückt diese Tatsache die Stadt selbst voll in den Hintergrund.

New York ordnet sich unter: alles an dieser massiven Stadt der Extreme wird zu einem Soundtrack-Rauschen zum perfekten Lebensfilm. Die Menschen die ich durch die Reise treffen durfte. Die Menschen, die ich hier treffe. Das Gefühl, ernst genommen zu werden- auch von offizieller Seite. So ernst, dass ich Business First eingeflogen werde und in einem Top Of The World Hotel einchecken darf. Man tendiert an solchen Stellen immer gerne mal etwas bescheiden zu werden, aber für solche Sachen findet sich neben Euphorie und Leidenschaft keinen Platz. Sorry. Irgendwie mischt sich da auch Ungläubigkeit runter, und ein paar Mal muss ich mir auf der Brücke auch die Augen reiben. Wegen dem Regen und weil ich die Skyline nur verschwommen sehen kann, so als ob ich gar nicht hier bin, und das alles nur träume.

(more…)

May 23rd, 2011 Posted in Urlaub | 2 Comments »