Nike 2013 & The Postmodern Market

Weil deine kleine Schwester angefangen hat, Air Max 1 zu reppen, will an der Spitze der Hypebeast-Pyramide keiner mehr die Botten tragen. Bummer. Das kann doch nicht sein, dass sogar – so schnaubt man verächtlich – Schulkinder ohne jeglichen Sinn für Geschmack diese Schuhe tragen, das ist Identitätsdiebstahl.

Nun gut, diese Liason mit dem Einser ist erstmal kollektiv ad acta gelegt, da können noch so viele Special Editions kommen (obwohl Camo/Leo auch irgendwie höhnisches Statement seitens Nike ist, frei nach dem Motto: “wir erfüllen jeden Wunsch, den eure SYSTEM OVERLOAD Gesellschaft hat”). Diese Schuhe werden nur noch von Kids und Spätzündern gekauft (nicht getragen; das dauert noch) und behandelt wird das in etwa so wie Menschen, die nicht in den 80ern geboren wurden oder erst nach Schließung der Bar25 nach Berlin gezogen sind: während du noch alter Scheisse hinterher hängst, haben wir schon längst die nächste Underground-Party gefunden, die nur uns gehört.

The line of sneakers is very popular amongst many subcultures, for example Hip Hop, and Gabber.(via Wikipedia)

Hah, Gabber.
Ich bezweifle nicht, dass er wieder kommt, der AM1. Ich gehe ja nicht mal davon aus, dass er tatsächlich verschwindet; die Schuhe sind immerhin gekauft, die muss man jetzt entweder tragen oder mit Wertverlust verkaufen. Problemlösung: Man mottet sie im besten Fall ein und holt sie in sieben bis zwölf Jahren wieder raus, wenn sie schon längst vergessen sind und die eigene Individualität durch den Rückgriff in die Kiste der Vergangenheit ganz einzigartig demonstriert werden kann. Dieser kleine Ausschnitt aus einer BBC-Fashion Reportage 1990 drückt den Circle of Life wunderbar aus.

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February 11th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Konsumbehindert | 3 Comments »

20 YEARS OVERKILL x NIKE FAVES

Die Mutter meines Crackdealers feiert heute Geburtstag und lädt zu einer ordentlichen Orgie ein. Im Café Wendel inmitten der touristischen Hochburgs Berlin werden sich Schlagringe und Bullterrier zu Mobb Deep paaren und kleine aggressive Hentai-Hybride zeugen. 20 Jahre Overkill – so alt bin ja ich noch nicht mal.

Aus diesem Anlass – einfach so – hier noch die schönsten Schuhe der Saison, die ich mir nicht leisten kann.

September 15th, 2012 Posted in Berlin, Konsumbehindert | Comments Off

Free Run

Ich bin ja sonst nicht so der funktional-pragmatische Mensch, der sein Geld überlegt investiert. Ich bin der Typ Frau, die bei Ebay mehr für ein Produkt bezahlt als bei Amazon, einfach nur um die Auktion zu gewinnen. Meistens für Dinge, die ich nach der Paketübergabe auch direkt wieder wegschmeisse.

Bei den Nike Free Run Schuhen ergab sich so etwas wie eine spontane Liebe, die auch zweifellos schnell hätte enden können. Doch die Tragödie blieb aus. Es war die beste fußbezogene Entscheidung meines Lebens. In diesen Schuhen ist alles wie wattiert. Joggen, Tanzen, Reisen. Ich bin so erstaunt darüber dass ich nach einigen Wochen der Überlegung jetzt aber diese Empfehlung auch öffentlich ausspreche. Übrigens liegt man aber auch nur noch ein paar Monate im Trend, wenn man sich die jetzt besorgt: sie werden schon bald nur noch der einzige Laufschuh sein, den man ernst nehmen kann. An den Look gewöhnt man sich, auch wenn es durchaus einige Farbkombos gibt, die Gehirnkrebs hervorrufen. Noch nie hat Cellulite so viel Spaß gemacht wie mit dieser geeigneten Kampfausrüstung.

May 18th, 2012 Posted in Konsumbehindert | 4 Comments »

POLO SPORT MASSENMORD

Mädchengangster, gefangen im Dualismus. Ein gutaussehendes Bündel wandelnder Widersprüche, Füße zu klein für Nikes, Frisur zu voluminös für kleine Skatergirl-Mützchen, Schenkel zu fett für Skinny Jeans und White Tee und Leopardeprintleggins. Aber ich scheiss auf die Authentittenzität, boy, ich bring Mitte nach Neukölln, Hood-Couture aus dem Altbau-Block am START, Kreuzberg Gentrification Light, schön in Residenzjogginghosenoutfit zu Katies Blue Cat ‘nen frischen Cappucino und einen Bagel mit Cream Cheese für 4 Euro und dem Ramschwarenhändler der zumachen muss noch mal Hallo sagen und wieder nichts kaufen, was es nicht auch bei Amazon mit Umsonstversand gibt! Ich höre auf meinem freshen iPhone Mobb Deep und laufe nachts um den Görlitzer Park herum, damit es mir nicht geklaut wird! Ich drehe meine Joints bereits vor der Party und verkauf sie für 3,40 an den englische Touristen! Ich hole mir eine Dauerkarte für’s Prinzenbad aber chill in Shirt und Jeans damit die türkischen Muttis mich nicht anspucken! Ich hol den besten Döner aus Kreuzberg ABER BITTE OHNE KNOBLAUCH UND OHNE ZWIEBEL ICH GEH NÄMLICH NOCH PARTY WALLAH! Junge, ich ficke dein Leben so hart und weine mich dann nachts in den Schlaf! Ich kaufe mir ein Skateboard und hänge es unter den Stuck im Wohnzimmer! Ich trage die Hose in den Socken damit sie sich nicht in meinen Single-Speed Speichen verheddert! ICH KAUF MIR EINEN SCHLAGRING UND TRAG IHN ALS ACCESSOIRE UM DIE FINGER! Ich pack Graffiti an Hauswände und lade meine Tags auf Facebook hoch! Ich trage Wal-Mart Pullover aus LA über meiner Bauchweg-Strumpfhose! ICH GEH ZU WATCH THE THRONE MIT EIN SITZPLATZTICKET! Ich weiß dass 2Pac lebt DAS HABE ICH IN MEINEM HIP HOP SEMINAR GELERNT! Ich häng im Block rum und lass ein Foto von mir für Instagram machen! VERSACE UND M.I.A. SIND GEIL! Ich sage LAK WALLAH wenn mich was nervt und meine Freunde geben mir Überprops für meinen breitgefächerten Multikulti-Hintergrund! Ich klau 10 Euro vom Nachttisch meiner Freundin UND GEBE SIE IHR ZURÜCK! OH Gott Deutschrap ist so TOT man aber ich hab Gästeliste für Cro Konzert lass ma hingehen! ICH KAUFE MIR EINE STURMMASKE FÜR DAS ODD FUTURE KONZERT UND HEBE SIE FÜR FASCHING AUF. Ich fahre einen roten Opel Astra Baujahr 97 und dreh THE CURE laut auf! Die Polizei macht Personenkontrolle und ich gebe ihm meinen Perso und sage DANKE LIEBER HERR KOMISSAR! POW, POW, POW!

February 24th, 2012 Posted in Gangster, Konsumbehindert | 5 Comments »

A LOOK BACK AT NIKE

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass Nike meinem Stil seit Jahrhunderten Pate stand und mich in all meinen Lebensentscheidungen beeinflusst hat… dieser Verdienst gilt immer noch vielmehr Radiohead, speziell ihrem einen Album The Bends, welches mich bisher durch noch jede Krise begleitet und zu einem (hoffentlich) besseren Menschen geformt hat. Allerdings habe ich eine ganz persönliche Beziehung zu Nike aufbauen können, die gerade im letzten Jahr einen Dualismus meiner Persönlichkeit herausarbeitete. Nike ist meine Sünde, mein Junk Food, ich weiß, dass dieses Corporate Monster mir bisher nichts gutes getan hat und nicht mal Schuhe in meiner Größe produziert, aber doch, oh doch, meine Liebe. Wie ich letztlich schmerzhaft erfahren musste, ist so eine Liebe selten begründbar und noch seltener rational. Ich gebe mich damit jetzt einfach zufrieden. Hier ist ein schönes Video. Die Musik ist scheisse.

February 15th, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Konsumbehindert | Comments Off

Inflammable

Nike TC Destroyer Yankees

Kinder, das Leben ist hart, und Frauen werden nicht nur in Italien nicht ernst genommen. Dass auch coole Chicks eine anständige Destroyer tragen möchten, jetzt, wo auch H&M trashige Collegejacken führt, daran denkt wieder niemand, der Klamotten mit Style produziert. Auch die Jungs vom inflammable Store führen das Teil nur in Größe M. Größe M, das Teil könnte ich als Zelt in meiner Wohnung aufschlagen und Sumo-Veranstaltungen mit 300 Zuschauern darin austragen. Not fair.

Aber Boys will be Boys und weil die ollen Tusen-Leser sich sowieso lieber schminken möchten, können immerhin die Waschbrettbäuche und Großfüßer unter euch von diesem heißen Scheiss profitieren. Die netten Graffiti-Menschen von inflammable kleiden euch nämlich gerne neu für den Winter ein und haben ein großes Sortiment an Weihnachtsgeschenken, die man sich potenziell selbst macht. Meine Faves (natürlich): Nike Air Max, die es alle nicht in meiner Größe gibt außer die 90s, kuschelige Carhartt Jacken, Spritzdosen aus dem Graffiti Shop und eine unwillkürliche Wahl anderer großartiger Sneaker. Jetzt zieht euch bitte vernünftig an, bevor es kalt wird, aber nicht die Destroyer, die nähe ich mir nämlich in meiner Größe nach.

November 13th, 2011 Posted in Ohne Worte | Comments Off

Fashion Development Disorder

Während die anderen Mädchen mit den perfekt geflochtenen Zöpfen sich über die aktuellen Brigittethemen unterhielten, lackierte ich mir die Fingernägel mit schwarzem Edding und ritzte mit dem Taschenmesser meines großen Bruders Hakenkreuze in die Tischplatten im Klassenzimmer. Später lachten sie mich aus, weil ich mich über meine Klamotten von ihrer Oberflächlichkeit abheben wollte. Jahrelang begleitete mich eine braune Baggy-Kordhose von Bad + Mad meine Schulzeit, ein Fashion-Trauma, von dem ich mich nie erholen werde.

Heute sieht es so aus, dass ich zwar eine grobe Ahnung von Geschmack und Style in ihrer Abstraktion habe, aber weder von dem einen noch von dem anderen etwas besitze. Die anderen Mädchen mögen zwar nicht in die tiefen Sphären der neumodernen Philosophie abgetaucht sein, aber ich ja auch nicht. Ich habe meine Zeit mit Reefer und anderen geistreichen Dingen verbracht, während sie ihre Augen und ihre Talente im “Frau sein” geschult haben. So ist das nämlich, man will was besseres sein und hebt sich mit seiner Arroganz auf ein Podest des Versagens. Ich wollte Holly Caulfield sein und erntete nur noch einen Copy/Paste Klamottengeschmack den man sich post-saisonal bei H&M dann abholen kann. Es wäre gelogen zu sagen, es hätte mich nie gestört. Ich wollte mich über das Konsumverhalten meiner Peer-Group heben und sagen: so bin ich nicht. Aber die Wahrheit war eine ganz andere. Ich konnte einfach nicht, denn ich wusste überhaupt nicht, wie die das machen.

Meine Entwicklung verläuft dank vielseitiger Inspirationsmöglichkeiten und der Nachsichtigkeit meiner Freunde in eine hoffnungsvolle Richtung. Trotzdem kann ich nur mit Neid die Talente der Fashionbloggerinnen beobachten und mache sie deshalb auch gerne nieder. “Hah, du kannst also ein komplettes Outfit zusammenstellen, welches großartig und individuell aussieht und insgesamt nicht mehr als 12 Euro gekostet hat? Gott, wie dumm du sein musst!” Währenddessen stehe ich ohne jegliche Idee im fiktiven Kleidermarkt und mach’s wie beim Lebensmittelkauf, drei Konserven und ‘ne Banane.

Eigentlich verhält es sich daher bei Modegeschmack nicht anders als beim Kochen. Die einzelnen Zutaten mögen langweilig, einseitig, mondän oder gar widerlich sein, aber darauf kommt es doch gar nicht an! Es geht um das Kombinationstalent, um Vielfältigkeit, um Opportunities, wie Eminem schon predigte: OPPORTUNITIES MÜSSEN GEGRABBT WERDEN! Auf Flohmärkten, in Discountern, Online oder halt eben bei geschmacklichen Experimenten. Man muss es ja nicht übertreiben.

Jedenfalls durfte ich mich wieder mit meinen (nur halb unernst gemeinten) menschlichen Defiziten auseinandersetzen, als ein hoch dotierter Gutschein mir ins Haus flog und mich in einen Onlineshop geleitete, den ich eher selten frequentiere (und wieso, das dürft ihr drei Mal raten). Die Auswahl, obwohl nicht bescheiden, ist mindestens nicht auf meinen persönlichen Breitengraden angesiedelt. Keine korrekten Schuhe in meiner Größe (und mit Schuhe meine ich Nike), keine Hosen, denn wer weiß, wie fett ich mittlerweile anpeilen muss, ach, die pure Verzweiflung. Ich entschied mich letztlich für das einzig richtige in dieser Situation: einfach irgendetwas teures, was du brauchst, was du dir sonst aber für maximal 20 Euro geleistet hättest. Voilá: eine Lacoste Jogginghose. Es ist das teuerste Stück Textil, welches sich je an meinem Körper befunden hat (mit Ausnahme von Schuhen) und wird demnächst auch in die Hausratsversicherung aufgenommen.

Doch der Gutschein bewährte sich als Miststück, mit der Hose war es nicht getan. Und hier wären die Fashionmumus bestimmt gefragt gewesen, hätten ein Modenschau-Stück nach dem anderen gefiltert und in ihr umfangreiches, flexibles Repertoire aufgenommen. Mir blieb nichts anderes übrig als mich für Accessoires zu entscheiden, Socken und eine Mütze von Nike (das war vor dem Boykott, promise). Tja. Und dann? Dann entschied ich mich doch für Schuhe. Für Schuhe, die simpel und vielseitig, aber in Anbetracht meiner derzeitigen Lage (ich brauche keine Schuhe, auch wenn ich über nichts anderes reden kann) einfach überflüssig sind. Schwarze Chukka Vans.

Andere Leute hätten meine Situation effizient verarbeitet und gar Weihnachtsgeschenke gekauft, oder für die Heilsarmee oder mindestens für verarmte Freunde gespendet. Aber nicht ich, uh-uh. Ich nicht. Ich kaufe Ramsch und Jogginghosen für viel Geld, selbst wenn es “geschenkt” war, und trage zum Verfall unserer Zivilgesellschaft bei (wobei man jetzt natürlich auch argumentieren könnte, dass hochwertige Markenklamotten nicht unbedingt nur für den Namen Geld kassieren, sondern eben auch für Materialkosten und Handarbeit, die nicht aus Billig-Asien stammt; vielleicht hat sich unser Verhältnis zu Mode so verzerrt, dass es schon wie mit den Lebensmitteln ist: alles so billig wie möglich. Vielleicht ist meine Jogginghose auch der Schritt in die richtige Richtung, nämlich in eine, wo man Arbeit wieder entsprechend würdigt. Wer würdigt meine Berichterstattung? Das ist eine andere Frage.)

Das mit der Präsentation übe ich beim nächsten Mal auch noch besser – aber ein Fashionvictim fällt ja auch nicht einfach so vom Himmel. Und wo wir immer noch bei Fashion sind, will ich einen Modeblog erwähnen, der alles andere als ein Opfer ist. This Is Jayne Wayne erheitert mich täglich, nicht mit Produkten, aber mit Texten. Die Kraft der Wörter ist eben interdisziplinär schätzbar. Sarah Hockemeier ist auch okay.

November 9th, 2011 Posted in Ohne Worte | 2 Comments »

New Balance World Saving Mission

new balance 420 uk

Es gibt wahrscheinlich viele Gründe, Nike zu boykottieren, ich habe mich letztendlich für den einzigen mir aufdringbaren (und oberflächlichsten) entschieden: mir bleibt leider keine andere Wahl. Es gibt nicht einen einzigen Air Max, Air Jordan, Air Force oder Dunk, der halbwegs anständig aussieht und gleichzeitig in meiner Größe kommt. Die Auswahl der Größe 39 beschränkt sich auf Mitleidsschuhe für Frauen. Mit der Begründung (effektiv meine eigene Rationalisierung), das Weib sei ja auch nicht so die Sneaker-Zielgruppe. Ich würde ja fast behaupten, gäbe man ihnen eine Chance, indem man auch gutaussehende Schuhe in ihrer Größe produzierte, könnte sich das vielleicht auch ändern. Aber was weiß ich schon.

Aufgrund meiner (durchaus zweifelhaften) Distanzierung zu meiner bisher am höchsten geschätzten Schuh-Brand machte ich mich auf und suchte eine Alternative. Ich fand keine, zumindest keine unmittelbare. Meine zweite Wahl wäre nämlich ein Paar New Balance gewesen (ich suche eigentlich gerade keine neuen Sneaker, ich will auch keine. Ich möchte nur Nike zum Trotz schon mal meinen Horizont erweitern und mich mental auf den nächsten Kauf vorbereiten, der dann stattfindet, wenn meine Air Max 1 endgültig im Arsch sind). Aber die New Balance, die ich haben wollte, gab’s dann auch nicht in meiner Größe und so ist es also, wenn man gerne konsumwütig wäre, und viel Geld aus dem Fenster zu schmeissen hätte (hat man aber eigentlich nicht, siehe mein nächster Text “Reichtum vs. Reich tun, wie wir Fotzen eigentlich gar nicht mehr auf unsere geistige Armut klarkommen”), aber leider nicht darf, weil man diskriminiert wird. Wir reden seit Wochen über eine Frauenquote in der Politik, aber dass ich keine Turnschuhe tragen darf, darüber regt sich wieder niemand auf.

New Balance hat mich nicht in Ruhe gelassen. Eigentlich kenne ich auch niemanden, der New Balance trägt – außer Writer. Und eigentlich habe ich auch gar keine emotionale Bindung zu NB, kein Bild, keine Assoziation. Ich dachte früher sogar New Balance wären ein Nike-Offspring – wegen dem dicken N. Und als ich heute dann einfach so mir nichts, dir nichts ein bisschen im Netz surfte und nach Informationen zu dieser fast obskuren Marke suchte, stellte ich beim Lesen des Wikipedia Eintrages schnell fest, dass NB sozusagen das bessere Nike sind. Nur leider nicht das schönere. Aber lest selbst:

New Balance is notable in that it has continued to maintain a manufacturing presence in the United States as well as in the United Kingdom for the European market—in contrast to its competitors in the same market space, such as Nike and Adidas, who design products in the US and Europe but outsource the majority of their footwear and apparel to manufacturers in China, Vietnam, and other developing nations. The result of this corporate decision is that the shoes tend to be more expensive than those of New Balance’s competitors. To offset this pricing discrepancy, New Balance differentiates their products with technical innovations, such as a blend of gel inserts, heel counters, and a greater selection of sizes, particularly for very narrow and/or very wide widths.

“Greater selection of sizes” soll hier wohl nicht als “Größen für Frauen” missverstanden werden, da auch NB bei meiner Suche nach coolen Sneakern versagte. Aber die Produktionen finden immer noch in den USA, respektive Europa statt? Und es gibt so gut wie kein Marketing? Trotzdem ist NB in jedem Sneakerladen zu finden? Es ist also nicht ganz Amerika schlecht und es lebt auch nicht die ganze Welt und jedes Unternehmen gewissenlos auf Kosten von afrikanischen Kwashiorkor-Kleinkindern? Da weiß mein Zynismus selbst keine Antwort mehr darauf zu formulieren.

(Was nicht bedeuten soll, dass NB von aller Kritik freigesprochen wird. Die haben, genau wie ihre Konkurrenten, auch Produktionsstätten in Asien und knechten dort womöglich unter Schutz jeglicher Ignoranz der Medien genauso wie Nike oder Adidas. Die widerrum kriegen genug Aufmerksamkeit, dass sie jegliche Fehler am besten gar nicht erst machen. Aber man kann ja auch nicht alles haben, wa. Insofern ist New Balance vielleicht einfach nur das Bioetikett auf einem toten Tier. Das eigentliche Problem wurde aber nicht gelöst.)

November 9th, 2011 Posted in (Pop)Kultur | 3 Comments »

Nike MAG

Und ich sitze hier, betend, hoffend, dass das nicht der virale Joke ist, den Nike seit ein paar Wochen plant um Aufmerksamkeit für irgendwas sinnloses zu bekommen. Ich sitze hier, fast in Tränen aufgelöst, weil meine Wünsche und Träume aus der Kindheit Realität werden und ich in der Zukunft ankomme und da jetzt wirklich ganz viele Emotionen mit dran hängen, plus eine ganze Generation an Kids, die jetzt wahrscheinlich auf die Straße geht und nach Hoverboards schreit. Das hier, das ist hier mehr als nur ein Stück Popkultur. Das ist die epische Geschichte der Menschheit und wie sie versucht, ihre Träume zu verwirklichen.

(Mein Teil in diesem Traum ist zwar nur dass ich konsumiere als würde morgen alles materielle vom Planeten verschwinden, aber so ist es halt, PLEASE LET IT BE REAL PLEASE LET IT BE REAL PLEASE PLEASE PLEASE).

September 8th, 2011 Posted in Ohne Worte | 4 Comments »