Nissan putzt London: Reverse Graffiti

Ich habe ja vor einigen Jahren den komplett elektronische Nissan LEAF testen dürfen. Das Auto fährt sich wie zerlassene Butter: geräuschlos gleitet es durch die Straßen und hinterlässt dabei im wortwörtlichen Sinne keine einzige Spur. Jetzt hat der LEAF aber eine neue Aufgabe bekommen. In London wurde mit seiner elektrischen Leistung eine Hochdruckwasserpumpe gesteuert, die per “Reverse Graffiti” auf die Luftverschmutzung und generelle Abgasbelastung aufmerksam machen soll.

Moose, eine Streetart-Ikone, hat ein riesiges Mural entworfen, auf der man die Londoner Skyline sieht. Nur: statt Farbe zu verwenden, hat er den Schmutz von der Oberfläche der Wände quasi abradiert, um dann ein imposantes Negativ zu hinterlassen. Der Schmutz legt sich vor allem durch Autoabgase ab. In Europa und in London übersteigen die Abgaswerte teilweise alle regulativen Grenzen.

Das Kunstwerk – bei Station’s Approach in Waterloo zu sehen – zeigt Londons berühmten Sehenswürdigkeiten, darunter Buckingham Palace, The Shard, Battersea Power Station und das London Eye. Das Reverse Graffiti macht damit auf die steigende Luftverschmutzung durch Autos und Verkehr aufmerksam – und darauf, wie viel reiner die Luft wäre, würden alle auf elektrische Fahrzeuge wie den Nissan LEAF umsteigen.

Den LEAF kann man über das LEAF to Home Gadget ziemlich einfach als Batterie für alles mögliche nutzen. Ein gutes Beispiel ist der Hochdruckreiniger, mit dem Moose sein Kunstwerk produziert hat. Der wurde an das Auto angeschlossen und bekam zwei Tage volle Ladung Energie, um das 2,5 Meter hohe und 10 Meter breite Bild fertigzustellen.

Die ganze Kampagne ist ein ziemlich innovativer und kreativer Weg, um auf Luftverschmutzung und die Probleme mit der Umweltbelastung hinzuweisen. Moose, der Gründer des Reverse Graffiti, freut sich sicherlich durch sein Werk Teil einer sauberen Bewegung zu sein, die unsere Zukunft in Europa und weltweit bewahren will.

October 3rd, 2014 Posted in Konsumbehindert | No Comments »