Drank In My Cup

Ach, dieses Umsturzgefühl schon wieder. Lyrik, Literatur, gute Texte, eine Aneinanderreihung von Wörtern, die ja auch irgendwie Sinn machen sollen. Es will ja auch keiner in der kargen verfügbaren Zeit, die man sonst mit Möpsen, lustigen .Gifs oder absolut durchbrechenden Schlagzeilen verbringen könnte, irgendwelche Texte lesen wo jemand mit vielen Adjektiven beschreibt, wie er gerade melancholisch aus dem Fenster guckt und über zwischenmenschliche, emotionale Scheisse grübelt.

Das will einfach keiner lesen, ich ja auch nicht. Es langweilt mich ja schon wenn ich JDs (durchaus auch humorvollen!) Gedankengänge bei Scrubs folgen muss und mir dann gegen Ende jeder Episode fast eine Träne herunterkullert weil das wieder so schwergängig und moralisch wertvoll war. Lieber poste ich noch einen Song, Worte zählen nicht, geht zurück dahin, wo ihr herkommt, konsumiert fleißig bedeutungslos weiter, am Ende des Tages läuft es doch alles auf dasselbe hinaus. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass dieses mir auferlegte Hobby des Schreibens eine immer sinnlosere Richtung annimmt. Vielleicht sollte ich auch einfach die Fresse halten und Musik machen, so, wie jeder andere Mensch, der heute (im Internet und außerhalb) auch mal Erfolg haben möchte.

September 27th, 2011 Posted in Crystal Meth | 1 Comment »

The Thing An Artist Does

Ich bin wieder zurück im Land, und bevor ich meinem Internet- und Schreibentzug gerecht werde, möchte ich einen aktuellen Seth Godin Artikel zitieren. Dazu muss man auch erwähnen, dass ich wirklich jedes Wort aus der Feder dieses Mannes nehmen und mir auf den Körper tättowieren könnte in voller Überzeugung, dass es sich um wahre Aussagen handeln; ja tatsächlich niemals mehr Wahrheit im Leben existiert hat. Seth Godin könnte der erste Mann sein, mit dem ich eine währende Beziehung führe und für die ich kein Ende absehen kann. Eine Quelle der Inspiration der es lediglich an Existenz fehlt.

“Art is what we call…

the thing an artist does.

It’s not the medium or the oil or the price or whether it hangs on a wall or you eat it. What matters, what makes it art, is that the person who made it overcame the resistance, ignored the voice of doubt and made something worth making. Something risky. Something human.

Art is not in the eye of the beholder. It’s in the soul of the artist.”

- Seth Godin, God of Words

February 22nd, 2011 Posted in (Pop)Kultur | Comments Off