BEST TRACKS OF 2013: TAKE OFF SONGS

BEST TRACKS OF 2013: TAKE OFF SONGS

Dieses Jahr machen wir es ein bisschen anders. Es gibt meine 100 Top Tracks of 2013 schön abgepackt in 10 Playlisten: Heartbreak Songs, Feel Good Bounce, Take Off Tracks, In My Classy Bedroom, Lost In A Moment, Mindfucked By Music, Popped A Molly, Pimping, Moodswings und Serious Dance Lessons in The Club.

Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen des Langstreckenfluges. Ich gebe zu, ganz alleine verantwortlich für den Klimawandel zu sein. Trotz meiner latenten Flugangst weigere ich mich, meine elektronischen Geräte beim Take-Off auszuschalten. Das ist der kritische Moment bei einem Flug: entweder man stirbt oder man lebt. So läuft das jedenfalls in meinem Kopf ab. Und in diesem kritischen Moment, ganz alleine und ohne meine Mutter, will ich wenigstens von Musik begleitet werden, die mich in den Himmel bringt. Ich weiß nicht, wieso das eine Genre-Kategorie in meinem Leben ist, aber das funktioniert nicht mit jedem Song. Es geht nur mit Songs, die Fernweh auslösen. Die ich mit dem Reisen (oder halt mit dem dramatischen Tod bei einem Flugzeugabsturz) assoziiere.

Diese Songs funktionieren auch gut auf Road Trips im Auto. Mit der Hand aus dem Fenster gestreckt und der Sonne im Auge. Wer mehr über meine Reisen lesen will, der muss sich zu 80Days, meinem Reiseblog, begeben.

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December 31st, 2013 Posted in Musik | 2 Comments »

Fight Club

Fight Club

Das Imperativ der Selbstfindung ist ja eine dieser Sachen, die das Reisen mit sich bringt. Wer lange unterwegs ist hat immer – selbst wenn es nur unterschwellig ist – das Bedürfnis, neue Erfahrungen in das alte Selbst einzuweben, als ob fremde Kulturen oder die flüchtigen Begegnungen mit Anderen einen Mechanismus betätigt, der das Innere umwandelt oder etwas daraus hervorholt, meistens etwas, dass den eigenen Erwartungen vom Selbst entspricht.

Das zweite Imperativ liegt genau hier verborgen, denn wer sich selbst finden will oder kann, der hat Defizite zu beseitigen. Du sollst besser sein, als du jetzt bist – das ist das selbstauferlegte Maß. Es wird jeden Tag neu geeicht, insofern sind andere Menschen oder interessante Begegnungen vielleicht nicht mehr als das Lot zwischen „wie gut bin ich“ und „wie gut könnte ich sein“. Die Wertung von besser oder schlechter mag im eigenen kulturellen Rahmen und Ursprung liegen, aber prinzipiell verhält es sich so wie mit diesen über-kitschigen Helvetica-Sprüchen auf Tumblr-Blogs von Tweens: das Hintergrundbild (mit Weichzeichner, Bokeh und Vignette dem Zweck entsprechend aufgepimpt) ist der Blick in die Ferne, etwas, was da sein könnte aber nicht ist; die Perspektive ist eine hoffnungsvolle. Der Spruch indiziert meistens bereits das Defizit: „Wake up and force yourself to smile, because you never know what life has in store for you.“

Die literarische Ästhetik von Werbesprüchen klingt zwar besser als ein hingerotztes „JUST SMILE“, aber veralteten Käsesprüche sind ja nur neu aufgelegt. Oma und Opa kannten die Floskeln schließlich auch.

Mich stört die Leichtigkeit, mit der man diese Mottos hinnehmen kann. Tagein, tagaus rennt jeder einem individuellen Ziel hinterher, und meistens hat es durchaus etwas mit der Perfektionierung des Selbst zu tun. Besser aussehen, besser schlafen, besser essen, besser leben. Gemessen wird das „besser“ fast immer an so einem Mehrheitskonsens (der im besten Fall wissenschaftlich begründet ist). Die Leitsätze sind auch rational nachvollziehbar (meistens), aber sie frustrieren. Sie sind das Leidwesen (m)einer Generation, die sich bei der Orientierung zwischen links und rechts schon verheddert weil Geradeaus angeblich die korrekteste Version ist, aber einfach nicht machbar. Und dann scheitert man ja schon an den einfachsten Dingen.

Rauch nicht! Trink weniger! Schlaf länger! Sei ordentlicher! Disregard females, acquire currency!

So abstrakt ist das nicht, und man braucht auch keine Extreme (wie Anorexia als Mittel zur perfekten Figur oder andere klinische Störungen) um das zu verdeutlichen. Wenn das Leben eine Reise ist, dann sollte man sie auch mit all ihren Fehlern genießen können – ich werfe jetzt mal dieses Imperativ auf den Markt. Deshalb regt es mich auf, wenn Leute immer glücklich sein wollen, immer „ihr bestes“ versuchen. Denn ich versuche es auch jeden Tag und scheiterte an dem Bewusstsein, das andere viel besser sind als ich. Nun fehlt es mir vielleicht an Ehrgeiz, Motivation oder einfach einer gewissen Dosis Disziplin, aber der durch die persönlichen Errors entstehende Frust ist noch viel schwerer zu verkraften als die Tatsache, dass ich nicht perfekt bin.

Vielleicht stimmt es, vielleicht sollte man öfter nach den Sternen greifen, Risiken eingehen, Komplimente machen, neue Autos kaufen, in Aktien investieren oder Kinder kriegen. Vielleicht gibt es aber auch Menschen – nicht nur die Aussteiger und Systemanarchisten, sondern Menschen, die nicht wissen, wieso sie ständig scheitern – die einfach auch ihre Fehler würdigen können. Fehler wie faul sein, oder arm, oder pragmatisch oder dramatisch oder willenlos oder nicht erfolgreich.

Vielleicht müssen wir nicht alle eine Therapie machen. Vielleicht kommt mir mein Versagen nur so vor, weil ich ein Kreuz auf meinen Schultern trage. Ich komme niemals ans Ziel mit dieser Vorwärtsbewegung des Seins. Ich habe keine Platz für Andersartigkeit in dem Sinne, dass auch kein Erfolg sehr entspannend sein kann. Vielleicht reicht es auch, nur auszureichen.

Ich habe das Gefühl, Chuck Palahniuk immer besser zu verstehen.

October 9th, 2013 Posted in Crystal Meth | 3 Comments »

The Return Of The Malediva

Ich hab ja die Malediven früher immer mit Moldawien verwechselt. Ist aber egal jetzt. Welche größenwahnsinnigen Vorstellungen auch immer man von der königlichen Natur auf den Malediven haben mag – sie liegen mit Sicherheit alle immer noch sehr weit entfernt von der Realität. In meinem kurzen Leben bin ich an vielen Orten gewesen, die man durchaus mit dem Adjektiven “traumhaft” oder “paradiesisch” behaften kann, aber noch nie war ich so verbannt in eine Trance der Schönheit wie auf diesen wirklichkeitsfremden Atollen. Die Sterne, das Wasser, die Luft, der Sand, die Palmen, die Früchte – ach, whatever. Ich sag euch was: das war alles professionell gephotoshopped. Selbst bei stürmischem Wetter in der Regenzeit.

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October 15th, 2012 Posted in Urlaub | 4 Comments »

MALEDIVEN PANORAMA

Ich liebe das neue iPhone Panorama Update. Damit sehen alle irgendwie auch dicker aus als ich, das finde ich gut. An dieser Stelle möchte ich noch mal jedem Anwesenden (McWinkel, Norman, Virgina, Mia & Carina) auf dem Malediventrip ein kleines Schoko-Herz schenken. Ihr wart eine Bereicherung für meine Seele, und ich hoffe ihr habt einen schmerzfreien Aufprall in der bewölkten Realität gehabt.

Mehr zu den Malediven dann, wenn ich mein post-traumatisches Stress-Syndrom vom Flug vernichtet habe.

October 13th, 2012 Posted in Urlaub | 3 Comments »

MALEDIVING

Ich brauche Urlaub. Um diesen Anlass zu feiern, wurde ich freundlicherweise gebeten, auf die Malediven zu reisen. Wie ihr sicher wisst, ist mir das Unterwasser lieber als das Drüber, und deshalb ist diese Destination quasi wie die Verwirklichung meiner ganz persönlichen Flitterwochen mit mir Selbst. Im glasklaren Wasser an heiligen Standstränden mit erbarmungslos schönen Korallenriffen werde ich fünf Tage Herbst für Rafaello-Sommer tauschen und euch zudem beweisen, dass “Malle” nicht immer unbedingt Ballermann 6 bedeutet.

Der Witz an meinem Schicksal ist allerdings, dass für die gesamte Zeit meiner Anwesenheit Tropenstürme und Megaschlechtwetterlage angesagt ist. Natürlich, bei 30 Grad Tagestemperatur im Schatten macht einem das bisschen Regen nichts aus. Ich wollte das aber trotzdem betonen – die Wettervorhersage, meine ich – um euch zu verdeutlichen, dass nicht ALLES an meinem Leben echt richtig geil und beneidenswert ist. Und bevor ihr euch jetzt mit “FIRST WORLD PROBLEMS!” Ansagen auf mich stürzt, bedenkt bitte dabei wie es den Leuten gehen muss, die jetzt tatsächlich dort ihre Flitterwochen verbringen müssen. Stürmisches Wetter auf einer Insel: richtig geil. Wenigstens habe ich die perfekten Menschen mit dabei, deren Namen ich nicht nennen werde, damit ihr nicht gleich ausrastet. Ich sag nur so: zwei unglaubliche Männer und drei unglaubliche Frauen werden mein Händchen halten, wenn ich beim Tiefseetauchen vor Aufregung in meinen Beatmungsschlauch kotzen muss. Sorry, boys & girls.

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October 4th, 2012 Posted in Urlaub | 4 Comments »

Das Western Cape: Ein Rückblick

Mehr als eine Woche nach unserer Rückkehr aus Südafrika kann ich wohl behaupten (und damit auch für den Rest unserer wunderbaren Reisegruppe sprechen): das schlimmste an diesem Trip war es, wieder zurück in Berlin zu sein. Dabei war durchaus unerwartet, dass uns Mini – diese Reise gibt es übrigens auch ab sofort zu gewinnen, kann ich nur wärmstens empfehlen – und Südafrika direkt die Luxus-Tour  vorführten. Wir wurden in jedem Hotel empfangen wie Zaren und beinahe hätte ich mir auch ein kleines Krönchen aufgesetzt, um mein Fake-Rich-Dasein zu unterstreichen (als ob Hoodie und durchlöcherte Leggins nicht gereicht hätten. HALLO, MEIN NAME IST SARA, ICH KOMM AUS DEM DORF, HABE MEINE ELLENBOGEN AUF DEM TISCH WÄHREND ICH MIT DEM SCHWABBEL AUS DER AUSTER SPIELE UND FURZE HEIMLICH WENN ICH DURCH DIE LOBBY SCHLEICHE). Ich hatte kurz überlegt den Verantwortlichen mitzuteilen dass auch eine Betonpritsche, wie damals im Knast, voll gereicht hätte für meinen asketischen Lebensstandard. Aber hey – umso besser!

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June 4th, 2012 Posted in Urlaub | 1 Comment »

Going Back To Capi

Der Ausblick der letzten drei Tage war der reinste Wahnsinn. Ich habe weiße Löwen gesehen. Ich bin seit dem 15. 05. 2012 nicht mehr hungrig gewesen. Südafrika ist ein Traumland ohne auf einen Maßstab zu passen. Es kann sein, dass mir diese Reise die Natur ins Herz geimpft hat. Es gibt keine Worte die den warmherzigen Menschen hier gerecht werden könnten. Gerne hätte ich noch mehr von den Leuten gesehen, aber ich weiß auch, dass mich das schon bald für eine nächste Reise hierher motivieren wird – möglicherweise mit einem Backpack und sicherlich ohne Programm. Hier ist zwar der Winter angebrochen, aber dafür lass ich den Sommer gerne kurz warten. Ich würde mich bei einem apokalyptischen Stillstand der Zeit gerade jetzt während ich dies in Hermanus tippe nicht beschweren. Mein Leben in einer Endlosschleife von Meeresgeruch und breit grinsenden Menschen an einem Ort, der kein vor und kein zurück kennt. Hier will jeder gerne stranden. Ich würde mich auch nicht beschweren, wenn der Mini mit mir hier bleibt. Er ist eine treue Seele, die kleine Ratte.

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May 21st, 2012 Posted in Urlaub | 1 Comment »

ATHENS SHORTS

Wo wir schon beim Reisen sind: in Athen hatten wir auch ziemlich viel Spaß, nicht zuletzt weil die Stadt einem riesigen Abenteuerspielplatz für europäische Herzen gleicht. Marcus und ich durften für i-ref und die 2Nights Kooperation mit Easy Jet & Design Hotels ein Wochenende in der griechischen Hauptstadt verbringen. Dreißig Grad, Akropolis und Graffiti fassen den Ausflug ziemlich gut zusammen. Es war der erste Urlaub-Urlaub seit langem. Herausgekommen ist dabei ein Film in dem ich sozusagen die Hauptrolle spiele. Mein Oktopustanz wird schon bald noch mal ein eigenes, würdiges Feature bekommen. Bis dahin kann ich nur jedem empfehlen sich Athen ordentlich anzuschauen, es könnte die unterbewertetste Stadt der Welt sein.

May 19th, 2012 Posted in Urlaub | 8 Comments »

Good Hope Under My Cape

Kapstadt. Mein Durst nach urbaner Kämpfergroßstadt mit exotischem Twist wird nicht gestillt, stattdessen werde ich nur von allen Seiten mit einem paradiesischen Anblick verblüfft. Alles ist süß und charmant – nicht dirty, nicht hochgefährlich, sondern erquickend und reich an Gelegenheiten zum Lachen. Die schönsten afrikanischen Klischees (bunt, warmherzig, verschmitzt und kontrastreich) treffen auf einen mitteleuropäischen roten Faden (Kolonialstil, nette blonde Männer, reiche Touristen in Luxusbuden). Wir sind in Südafrika, wo Erwartungen und Realität zugleich übertroffen werden und verblüffen können. Ein einziger Melting Pot an Hautfarben, Sprachen und Kulturen – und doch ist alles anders, als gedacht, zumindest was meine rudimentären Vorstellungen betraf.

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May 19th, 2012 Posted in Ohne Worte, Urlaub | 4 Comments »