Zoomyrentals Foto-Verleih

Zoomyrentals Foto-Verleih

Wie ihr euch sicherlich erinnern könnt, habe ich letztes Jahr nach der wunderbaren Südtirol-Reise einfach meine Kamera verloren. Meine emotionale Bindung zu arschteuren Sachen könnte fester sein, denn ich merkte es erst vier Tage später. Meine geheime Superkraft? Geld verbrennen ohne es zu merken. Wenigstens bleibt euch so meine Hackfresse beim Paragliding erspart, denn die Aufnahmen sind für immer weg (oder landen irgendwann auf YouTube, je nachdem welcher Asi sich einen Spaß draus machen möchte).

Seitdem – weil “Geld Haben” kein Konzept ist, dass sich in meinem Bewusstsein manifestieren will und ich also niemals eine neue Kamera kaufen werden kann – gehe ich meinen Freunden auf die Nerven, fotografiere analog, gar nicht oder leihe mir Kameras und Objektive bei Verleihfirmen aus. Umso glücklicher war ich also darüber, als mich die jungen Leute vom Start-Up Zoomyrentals angefragt haben, ob ich nicht mal ihren Online-Verleih testen möchte. Das Prinzip ist folgendes: sie sparen sich den Laden (und entsprechend die Kosten dafür) und können so günstiger hochwertige Foto-Ausrüstung deutschlandweit verschicken.

Nun gibt es einige Dinge, die machen über das Internet total viel Sinn. Ein Foto-Verleih kam mir bis dato nicht in den Sinn, das liegt aber daran, dass ich in Berlin wohne und nur wenige Straßen weiter der erste Laden mit einem ordentlichen Angebot aufwartet. Aber wenn ich mir vorstelle, ich würde eine Mark III in Buxtehude brauchen – wer soll da schon eine parat haben? Und dann auch noch zu bezahlbaren Preisen?

Der Deal war, dass ich mir für eine Woche etwas leihen darf – die Canon Kamera 5D Mark III und das Canon 24-70, ein Standardzoom mit orgasmischen Fähigkeiten, die zwei schönsten Objekte, die ich jemals in der Hand halten durfte – und dafür meine ehrliche Meinung zum Konzept und zur Umsetzung des Shops mitteile.

(more…)

February 5th, 2014 Posted in Berlin, Konsumbehindert | Comments Off

Top 10 Albums 2013

Top 10 Albums 2013

Frohe Weihnachten! Mir ist langweilig. Während wie immer alle (und mit alle meine ich: niemand) auf meine ganz persönliche Top 100 2013 warten, hier schon mal etwas, das ich noch nie gemacht habe und vielleicht ein bisschen von meinem Erwachsenwerden zeugt: eine Top 10 Album Liste. Dass ich überhaupt ein Album am Stück höre ist sowieso unglaublich. Dass es gar mehr als 10 geworden sind in diesem Jahr ist fast schon lächerlich für jemanden, der seit jeher die Einstellung vertritt, dass Alben ein total überholtes Konzept sind. Oh well, fuck me then.

10. Disclosure – Settle

Hat mich erwischt wie ein Virus. Die Popstars des Dancefloors aus England haben dieses Jahr ein grauenhaft ansteckendes Album hingelegt, und wann immer die Songs liefen, bewegten sich mein Mund, meine Füße und mein Gehirn wurde zu Brei.

(more…)

December 24th, 2013 Posted in Musik | Comments Off

oh boy! (k)ein Berlin-Film

Kreuzberg 61, “Oh Boy” hat noch nicht mal Anlauf genommen. Das Publikum ist jetzt schon völlig außer Rand und Band. Das ist kein sehr eleganter Ausdruck, aber weil er so deutsch und unbeholfen klingt, passt es perfekt zu den geernteten Lachern im ausgebuchten Kino. Von nihilistischer, überlegener Coolness keine Spur – dabei regen die Dialoge maximal zum Schmunzeln an. In diesem Kino rasten die Leute aus. Als stünde Helge Schneider höchstpersönlich auf der Bühne. Vielleicht hängt dieser explosiver Enthusiamus mit dem Humor des Filmes zusammen.

Vorsichtig werden die Seltsamkeit des Alltags ohne Superhelden und die deutsche Sachlichkeit der Gefühle mit ihren Grenzen konfrontiert und in Leichtigkeit gehüllt. Übertriebene, aber unspektakuläre Situationen sind zu liebevollen, wenn auch berechenbaren Szenen komponiert. Die Nähe dieser scheinbar gar-nicht-so-lustigen Lustigkeit zum deutschen Publikum fasziniert bei dieser Vorstellung wohl am meisten. Natürlich handelt es sich hier auch um ein Berliner Publikum – dankbar auch für die Stereotypen, die selbst bei scheinbar so viel Anspruch an die eigene Stadt noch ziehen können.

(more…)

November 12th, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Berlin | 1 Comment »

Watch The Throne Frankfurt: The Blueprint

Die Kamikaze-Entscheidung schlechthin: es ist unter der Woche, wir haben viel zu tun (WIR HABEN IMMER VIEL ZU TUN), wir haben Stress untereinander, wir haben Stress mit anderen, wir wollen alle dort hin, aber es ist viel zu weit weg und vor allem TEUER ASS FUCK, machen wir das jetzt oder nicht, mieten wir ein Auto oder fahren wir mit dem Zug, wie lange wird das dauern und werden wir auf der Rückfahrt einschlafen? Watch The Throne oder Watch Nothing At All?

Bis zur letzten Sekunde, bis wir tatsächlich zu viert ins Auto sprangen und endlich los fuhren, war nichts klar. Wir hatten Tickets übrig, wir hatten abgesprungene Käufer, wir hatten auf einmal gar keine Tickets mehr, kleine Mädchenblasen und einfach viel zu viel Kopf für dieses Konzert mitgenommen. Alles am Ende egal. Wir saßen in unserem süßen Mini-Auto und schoben uns in Mach Minus Tausend über die Autobahn. Wir spielten die Banger rauf und runter. Sechs Stunden, Berlin bis Frankfurt. Time to beat.

Heard she fucked the doorman / Well that’s cool I fucked the waitress

An der Festhalle Frankfurt ergibt sich das typisch angespannte, aber losgelöst-aufgeregte Bild der Horden von Fans, die sich vor dem Eingang positioniert haben. Für mich ein Meer von soziologischen Studien. Sie fallen in kein Muster, zehntausend Menschen können nur eine einzige Gemeinsamkeit haben: Jigga und Yeezy. Aber doch haben sie alle ihre besten Outfits angezogen, die Ladies in ihren unfiligranen Jordans, die Boys mit Kappen, die ersten fallen vom Druck der Sonne und vermutlich viel zu viel Alkohol in den Reihen vor uns um. Wir fragen uns, ob das nicht auch zu einer Enttäuschung führen kann, ob die richtige Entscheidung nicht auch einfach gewesen sein könnte: bleib zu Hause und lass gar nicht erst zu, dass die Götter dich hängen lassen. Aber das ist nur ein Gedankenblitz, unwichtig.

Als es losgeht sind wir alle schon völlig erschöpft von unseren Erwartungen und weichen Knien. Und es kam genauso unmittelbar wie man es sich vorstellt. Von breiter Beleuchtung zur absoluten Dunkelheit. Es knallt. Würfel werden hochgefahren. Alle rasten aus. Da stehen sie nun: Hova und Yeezy. Zuerst Yeezy, dann Hova, muss man dazu sagen. Das schöne daran ist: jeder hatte was davon, denn ein Würfel vorne, ein Würfel hinten. Yeezy, mein Rap-Ritter, praktisch direkt vor mir. Leider auch direkt vor mir: große Hühnen, Menschenwände. Alle heben ihre Handys hoch um zu filmen, und ich frage mich: was macht ihr eigentlich hier, ihr Idioten? Alle heben ihre Hände hoch, weil sie filmen müssen, denn sie sehen nichts, weil alle filmen. Irgendwann gucke ich nur noch auf die Mini-Screenwände, weil ich sonst überhaupt nichts mehr von der Performance mitbekomme. Wir gucken durch unsere Finger ein Konzert. Das 21. Jahrhundert hat unsere Sinne gestohlen und verformt. Irgendwann kann man nur noch die Augen schließen und sich von den Massen wiegen lassen. Am Ende geht es ja sowieso nur darum, für eine Stunde sehr Aufmerksam zu hören, was unsere Prediger zu sagen haben.

I’m losing myself, I’m stuck in the moment / I look in the mirror, My only opponent

Wenn ich “Prediger” sage, dann meine ich das nicht nur im metaphorischen Sinne. Sie sind die Prediger des 21. Jahrhunderts – genauso wie viele andere Musiker und Künstler. Wie alle, die Menschen an einem Ort vereinen können, um sie dann mit ihren Thesen und Weisheiten vom Leben zu übergießen. Wie sie – wie wir – alle dastehen und den Diamanten mit unseren Händen formen (traurig für alle, die eigentlich auch filmen wollen, was die Pop-Päpste zu sagen haben), die Message aufsaugen, uns gehen lassen. Und sie feiern, weil sie angebliche Wahrheiten so gekonnt und charmant formulieren, mit so viel tosendem Lärm auf uns herunterkrachen lassen, dass wir vielleicht gar nicht mehr merken, dass es sich auch um Lügen handeln könnte. Religion ist Ansichtssache. Das Konzert ist unsere Kirche. Woran noch glauben, wenn nicht an das, was vor uns ist?

Sie haben definitiv was wir brauchen, aber man sieht ihren Gesichtern an, dass sie alt werden. Sie ersaufen in ihrem Schweiß. Das Licht, die Flammenshow – Alter, Rammstein wäre neidisch – und doch wirken sie immer noch so unrealistisch weit weg. Wir so im Publikum: Boom, krass. Die so auf der Bühne: schon wieder eine Show. Eine von tausenden. Und nicht unbedingt die interessanteste. Sie wird untergehen. Ich gucke mich um und sehe gespaltene Meinungen. Wer noch nie auf so einem großen Konzert war, der weiß nicht, was purer Hass auf die Menschheit ist: purer Hass dass die Fotzen vor mir glauben, sie wären in einem Streichelzoo und gelangweilt jeden böse anmachen, der sie ausversehen kurz berührt. Ausschließlich Hass für den Dude daneben, der eine halbe Stunde an seiner richtig miesen Kamera rumspielt und das ganze Konzert verpasst. Hass an alle, die Geld für ein Ticket bezahlen um das monumentale Ereignis direkt vor ihren Augen dann zu verpassen.

She wanted us to end cause I fucked her friend // She gave me one more chance and I fucked her again

Kanye kann man vorwerfen, einen ziemlich kalten Part zu spielen. Natürlich ist Jay-Z der Profi, und natürlich haben wir uns alle darüber am meisten gefreut, dass er immer noch spitten kann wie ein Monster. Aber Kanye West ist für mich die tragende Säule. Er ist mein Jay-Z, man. Beide könnten letztendlich mit ihren endlosen Diskografien stundenlange Shows füllen. Ich bilde mir ein, sie reisen einfach gerne zusammen und wollen nicht alleine sein. So geht es schneller und präziser. So kann man King sein: wenn man seinen Platz teilt. Nur so kommt keiner von beiden so richtig richtig zur Geltung. Es wird Zeit, sie auf ihren Solo-Touren – sollten jemals wieder welche stattfinden – zu jagen.

I feel the pressure, under more scrutiny, and what I do? Act more stupidly.

Meine Geschichte mit Kanye West ist voll von Widersprüchen. Ich konnte ihn nicht immer leiden, und ich kann ihn auch heute manchmal nicht ausstehen. Vielleicht ist er ein bisschen hohl, vielleicht ist seine Musik nicht immer konsequent die beste. Vielleicht ist er nicht der allerbeste Produzent, und mit Sicherheit ist er nicht der beste Rapper. Nicht der schnellste, nicht der mit der krassesten Story. Damals erschien Through The Wire, ich kannte ihn davor nicht, und er rappte durch die Schiene und ich war fasziniert davon. In all den Dingen, die er nicht ist, ist er der authentischste. Nie hat ein Rapper so wenig Platz irgendwo gefunden – nicht East, nicht West, nicht der Flow und nicht der Beat und nicht die Lyrics, aber alles zusammen, inklusive seiner schrägen persönlichen Einlagen, all das sprengte er über Horizonte hinaus weg, poof. Er steht oben mit Jay-Z, und wenn ich einen bevorzugen müsste, jetzt und für immer, wäre es Yeezy. Ich glaube ihm, dass er nicht nur spielt. Ich glaube ihm, dass er ehrlich ist. Ich weiß nicht, was das noch mit Musik zu tun hat. Das ist blasphemische Anhimmelei. Der Versuch, in anderen Menschen Götter zu finden. Bevorzugt Menschen, die alles schon erreicht haben und deshalb umso mehr Zeit dafür finden, über die Scheisse zu philosophieren, die tagtäglich auf sie heruntergeworfen wird.

Feeling like Katrina with no fema / Like Martin with no Gina / Like a flight with no visa

Wie erfolgreich sie sind merkt man immer daran, dass man jeden einzelnen Song kennt, immer mitgröhlen kann. Konzertqualität hoch tausend. Tausend mal würde ich das wieder machen, nicht wegen ihnen persönlich, sondern wegen der Zeit, die man damit verbringt, über all das nachzudenken was sie einen in den Jahren davor schon mitgegeben haben. Jeder einzelne Song eine Box voller Erinnerungen. Wie lange haben sie – beide – mich begleitet? Es ist wie als könnte in so einem Augenblick jede einzelne Sekunde aus diesen festgehaltenen Zeitfenstern ausgeschwitzt werden. Und schwitzen ist gut gesagt: die Brühe lief uns über die Augen durch die T-Shirts in unsere Hosen auf den sumpfigen Boden. Ich hätte trotzdem keinen Sitzplatz gewollt.

I ain’t here to argue about his facial features / Or here to convert atheists into believers

Manchmal denke ich trotzdem: Fuck you, Kanye. Du laberst scheisse. Du bist so abgehoben, wie ein normaler Mensch nicht abheben kann. Das sind Gedanken, die man für sich behält, denn wir wollen alle so abheben können. Wir brauchen nur die perfekte Legitimation. Reichtum, Macht, Fame? Ernsthaft, reden wir jetzt darüber, dass Rapper Götter darstellen können, ist das überhaupt legal? Brauchen wir nicht nur jemanden, der unsere Hand hält, wenn wir Sysiphos-Style immer wieder den Berg rauf und runter klettern müssen? Das könnte auch Mutti gut machen, die musste da auch schon durch.

I’m not a businessman, I’m a business, man

“Diamonds Are Forever” dürfte der vielschichtigste und beste Song sein, den die beiden zusammen gemacht haben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie ihn aufführen, aber beim ersten Klang starben alte süße Menschen in meinem Herzen vor Schreck. Jigga und Yeezy lassen Gänsehaut herabregnen. Immer, immer, immer wieder. Ich glaube das war eine halbe Stunde nach Beginn – schon dann fühlte es sich so an, als stünden wir bereits sieben Stunden vor dieser Lärm-Hypnose. Ich war nicht glücklich mit dem Sound. Es echote und dröhnte. Vielleicht fand das Konzert deshalb nicht in Berlin statt. Dort hätten sich die Leute mit verschränkten Armen und schmollenden Fressen um die letzte Reihe geprügelt. Es gibt nichts uncooleres, als sich trotz störendem Sound zu freuen. Gut, dass keiner meine Euphorie gesehen hat.

Ich habe meinen Homie vermisst. Er war entschuldigt, wir sind einfach zu busy für dieses Leben. Im Geiste warst du da und wir haben uns ständig gegenseitig geschüttelt, weil wir einfach nicht klarkommen. Trotzdem war meine Gang am Start. Das ist die Glücks-Tüte, mit der man die Hundescheisse auf dem Asphalt des Lebens aufheben kann. Family, Crew, Gang, Mob, alle Arm in Arm, alle in einer Schweiß- und Speichelbrühe. Manchmal fühle ich mich dann so extrem jung und mutwillig, mich so gehen zu lassen. Könnte ja jemand sehen, wie eklig das ist – könnte jemand denken, ich wäre erst 12 und total debil, wie ich so vor mich hingrinse, drogenabhängig, absolut hässlich. Das dachte ich mir letztes Jahr schon, als ich die Konzertvideos vom Odd Future Konzert nachträglich angeschaut habe. Ich sagte mir: oh man, nie wieder, du siehst aus wie Sonderschule. Was soll’s? Es ist ja auch nicht so, als könne ich das groß kontrollieren. Musik läuft, ich geh steil. Lieber Sonderschule als Spaßbremse.

Love I don’t get enough of it / all I get is these vampires and blood suckers

Ich würde schon behaupten, dass ich noch nie ein beeindruckenderes Konzert gesehen habe. Aber das liegt nicht nur an der Show und an den Songs und an der Stimmung, das liegt natürlich auch an meinem State of Mind. Wenn dir jemand aus deinem Lieblingsbuch vorliest und du zufällig dabei in einem Schaumbad liegst und alle deine Freunde dabei sind und es dir unglaublich gut geht in diesem Augenblick – nachdem man dir beide Beine und beide Arme amputiert und deiner Frisur einen Sidecut verpasst hat – dann ist das wahrscheinlich auch die schönste Geschichte, die man je gehört hat. Ich möchte also damit sagen, nur so, falls es noch nicht deutlich geworden ist: ich verstehe es, wenn jemand das Konzert nicht gut fand. Oder nicht so übertrieben gut um sich zu 3000 Wörtern motiviert zu fühlen.

I don’t need your pussy, bitch I’m on my own dick

Kein Ende in Sicht. In meinem Kopf explodierten meine Zellen in spektakulären Action-Filmen vor Durst und Müdigkeit, aber das war weniger etwas, was ich fühlte, als etwas, dass ich wusste. Niemand hätte mich jemals aus der ungefähr 14. Reihe vor der Bühne kriegen können. Ich hatte kurzzeitig überlegt meinen Tampon zu “Power” zu wechseln und ließ es dann doch. Mein Magen rebellierte gegen den Hunger. Der Gedanke daran, sechs Stunden durch die Nacht zurück zu fahren – im nassen T-Shirt mit vier Menschen im Auto – kam mir vor wie ein weit entfernter Witz. Mitten im Song stellte ich der kleinen Fotze vor mir endlich ein Bein und drückte ihr volle Granate meinen Ellenbogen in den Nacken. Ich glaube, Georg wurde am Ende sogar vor dem Circle of Death geklatscht – wahrscheinlich von der selben Fotze. Ich wünsche ihr nichts anderes als den schmerzhaftesten Durchfall-Tod. Scheiss dich mal richtig aus kleine Maus, ich kauf mir ein Ticket für deine Beerdigung und steh erste Reihe.

Ghetto Anthem hin oder her, Ghetto ist das ganze nicht mehr. Sogar meine Mutter weiß, wer die zwei Typen sind. Meine Mutter kennt sonst nur Michael Jackson, Britney Spears und Madonna, ich schwöre. Und damit erklärt sich auch das heterogene Publikum. Nicht unbedingt die die-hard Fans, nicht unbedingt die krassesten Hip Hop Kids. Was Kings of Leon für Indie und Rockmusik waren, das ist Watch The Throne für Hip Hop. Das muss nicht bedeuten, dass es unbedingt schlecht ist. Es bedeutet halt nur, dass Fotzen vor mir stehen und dass Rap als Musikrichtung nun die Gelegenheit finden kann, einen neuen Underground zu etablieren (was ja auch schon ein bisschen geschieht, siehe ODFWGKTA oder Black Hippy). Ich erinnere mich noch daran, als Hard Knock Life erschien. Da war ich ungefähr 8 Jahre alt. Zumindest habe ich damals mit meinem Cousin immer ausgesucht, wer in dem Video wir sein wollen. So viele Jahre später nun das.

Es war nicht nur ziemlich cool, dass sie auch die eigenen Klassiker zum besten gaben. Es war auch ziemlich erleichternd, denn Watch The Throne als Album mag zwar einige Hits drauf haben, aber das ganze Teil am Stück, hintereinander, ohne Pause, ist eher eine emotionale Belastung. So viele eklektische Beats drücken schon mal auf’s Ohr. Da gibt es keine Storyline, keine Höhepunkte. Die braucht man, so finde ich, aber für ein Konzert. Etwas, dass sich mit Spannung füllt und die Luft zerreisst. Watch The Throne ist solide und gut, aber ich weiß noch, dass ich nach dem ersten Mal nur angestrengt war.

And I just blame everything on you / At least you know that’s what I’m good at

Der soeben angesprochene “Höhepunkt” entlud sich in einer zwanzigminütigen Odyssee durch Kanye Wests emotionalste Vorführung, die er am Ende einer fast einjährigen Tour noch geben konnte. Dude hat auch Liebeskummer gehabt. Dieser Teil der Show soll für immer der Moment sein, an dem Yeah Sara beschlossen hat für immer alleine zu sein und sich der Liebe zu entsagen. Auch wenn er eigentlich etwas anderes damit beschreiben wollte. Wenn ich von Katzenkot umgeben sterbe, dann war Yeezy Schuld.

You run and tell your friends that you’re leaving me / They say that they don’t see what you see in me

You wait a couple months then you gon’ see / You’ll never find nobody better than me

Aber natürlich ist die Crowd nicht da, um seinen gescheiterten Liebesbeziehungen kollektiv nachzutrauern. Wäre ja auch zu schön. Ich beneide ihn aber: immerhin kann er seiner Scheisse Luft machen ohne als sensibles Mauerblümchen zu gelten. Da muss man auch nichts mehr reininterpretieren, das steht alles so da. Fuck you, Amber Rose. Sogar ich hasse dich mittlerweile.

Irgendwie haben wir es geschafft, während des ganzen Konzerts zusammen zu bleiben. Die richtigen Prügeleien blieben aus, alle wussten, dass die letzten Reserven, alle Kräfte noch für das Highlight aufgespart werden mussten. In der Zwischenzeit stand mein Cousin tatsächlich in der 3. Reihe (wie er mir freudig per SMS mitteilte) und warf glaube ich sogar seinen BH hoch. So viel Ehrgeiz muss sein, ich glaube man musste fünf Stunden im Pulk vor dem Einlass stehen, um so weit vorne sein zu können. Bei unserer Ankunft um 18 Uhr waren wir zwar nicht die letzten, aber vor allem nicht die ersten. Zwischen Toilettenpause und kurzwaszutrinkenholen landet man dann eben nicht mehr ganz so weit vorne. Mir sollte es recht sein, ich hätte ja so oder so nichts gesehen. Die Screens im Backdrop der Show waren zwar hilfreich um alles mitzuverfolgen, aber vor allem waren es die tatsächlichen Größen der Rapper, die alles wieder auf den Boden der Tatsachen holten. Sie waren klein. Ganz, ganz klein.

Als es mit Dirt Off Your Shoulders, Big Pimpin’ und I Just Wanna Love You wieder richtig losging, war in mir schon etwas faszinierendes losgetreten worden. Eine gewisse Erleichterung: ja, das ist alles gut so, wie es ist.

Und dann natürlich N*ggas in Paris. Wie zu erwarten: absolutes Armageddon im Publikum. Intensive Hochgefühle machten sich breit. Mir fehlten zwar ungefähr siebzehn Liter Wasser und ein Grab in das ich mich zur Ruhe legen konnte, aber scheiss egal. Man hob mich auf Schultern und plötzlich war ich über allen, guckte Jay und Yeezy direkt in die Augen, schrie mir alles aus der Kehle und sah wie tausende Menschen wie uniformierte Roboter im Stroboskop auf und ab sprangen, sich gegenseitig festhielten und vor einem Moment wie diesem einfach nur kapitulieren mussten. Egal ob Musik oder Film oder irgendetwas anderes. Wer es schafft, andere Menschen innerhalb weniger Stunden so viel durchleben zu lassen, der trägt etwas – egal was – zu einer Gesamtkultur bei. Der lehrt in gewisser Weise, wie das Leben funktioniert.

Klatschnass und mit miesen Temperaturen (dafür aber Vollmond im Anschlag) pumpten wir uns literweise Cola in die Rachen um zumindest ein bisschen fitter zu werden. Weil wir den Pumakäfig im Auto nicht riskieren wollten, kauften wir uns für schlappe 40 Euro – GELDSORGEN WAREN GESTERN – bomben Merch. Ich gebe zu, dass ich sowieso nur eine Ausrede brauchte. Dachten sich tausende andere auch. Zusammen liefen wir neu maskiert zur Tiefgarage. Wenn schon, denn schon.

Wir fuhren erschöpft und ausgelaugt um ein Uhr morgens nach Hause. Zu viert wechselten wir uns im Stundentakt ab während eine einzige CD in Dauerrotation im Player lag (es war nicht Watch The Throne. So schön es war, dieses Album werde ich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wieder auspacken). Der Sonnenaufgang, als wir kurz vor Berlin waren, erschütterte den Rest unserer lebenden Körperfunktionen. Irgendwann lag ich wieder in meinem Bett und fragte mich, was das bedeutet, nach sehr langer Zeit mal wieder einen Sonnenaufgang mitzuerleben.

Vielleicht nur, dass es im letzten Jahr viel zu viele Sonnenuntergänge waren.

What’s a mob to a king? / What’s a king to a god? / What’s a god to a non-believer? / Who don’t believe in anything?

June 7th, 2012 Posted in Musik | 4 Comments »

Karate Fu Kid

Es war ein bisschen so, als wäre ich selber in einem Film gewesen. Ich hätte gerne gesagt: “Du hast die Augen deines Vaters. Er wäre stolz auf dich gewesen”. Dann hätte ich mein Schwert rausgenommen und ihn zum Ritter geschlagen.

Jaden Smith wird mal ganz groß. Dafür hat er das Aussehen und auch das Talent und diese typische Will Smith Mimik, die mich immer an die seltsam-peinlichen Momente aus The Fresh Prince erinnern; an den Stellen, wo eine Lektion erteilt werden soll (ihm und dem Zuschauer), die dann aber eher unangenehm überzogen wird.

Der Film kann für mich natürlich nicht an das Original kommen. Zu viele Erinnerungen bleiben haften. Die Leichtigkeit dieser TV-Ära, die ich als Kind (und Jugendliche) später verspürte: kaum auszudenken, wenn sie jetzt von der Generation Massenfertigung abgelöst werden sollen. Pah. Ich weigere mich, meine Feel-Good Momente vor dem Fernseher gegen die Zukunft einzutauschen und werde auch meinen Kindern verbieten, sich an der heutigen Medienwelt zu ergötzen. Da wird es nur Karate Kid, Star Wars, Back To The Future und maximal auch noch Alf geben, aber das war’s dann.

(Weird, wie dieser Ikonenstatus aus eigentlich relativ unblockbusterigen Filmen entsprungen ist; die damaligen Underdogs mit ihrem Charme, die nicht aufgrund ihrer cinematischen Fähigkeiten überzeugen, sondern weil sie auch über ihre Zeit definiert werden. Und das war meine Kindheit. Und alles, was während dieser Kindheit entstanden ist, ist für mich kultig. Ja, auch Hulk Hogan. Und Fleshlights.)

Übrigens auch eine ganz interessante Frage: wie sieht der Rückblick eines Fünfzehnjährigen diesbezüglich im Jahre 2030 aus? Wird er sich auch daran zurückerinnern, Karate Kid (also den jetzigen) ständig im Fernsehen gesehen zu haben, als “trashige” Wiederholung?

Anyway. Kein schlechter Film – fantastische Visualisierung – grotesk-schlechter Soundtrack – souveräne Schauspieler – etwas klischeebefreitere Story, aber trotzdem voll mit amerikanischem Drama – und überraschenderweise immer noch sehr, sehr nah an der eigentlichen Geschichte (bis auf den offensichtlichen Karate/Kung-Fu Faux Pas, der aber immerhin im Film spielerisch mit integriert ist). Ich kam dann letztendlich aber doch nicht zufrieden und glücklich und voller sprudelnder Popcornhormone aus dem Kino, nein, denn ich war sogar tatsächlich, ja, verstört.

Dieser Junge wiegt dreißig Kilo und ist zwölf Jahre alt- wir entfernen uns von der HALBWEGS realistischen Hau-Drauf Pubertäts-Aggressionen der Über-Fünfzehnjährigen, wir entfernen uns von der mentalen wie auch der physischen Leistung, und stattdessen müssen wir uns eine absurde Form von kruder Kindergewalt antun. Der Junge ist zwölf, und seine Rivalen anscheinend brutale kleine Mutantenchinesen, die schon im Säuglingsalter Ketamine und Amphetamine nuckeln durften. Im ersten Drittel des Filmes wird auch nicht an der Demonstration dieser übermenschlichen Kräfte (ZWÖLF!!) gespart, unser Außenseiter, unser China-Neuling (ja, auch der Umzug des Protagonisten verlief dramatischer als in den ursprünglichen Teilen) wird stundenlang verdrescht.

Aus einem kleinen Jungen, der seine Stärken findet, wird so ein… Mannkind, ein überzogenes Bild von einem Mini-Helden, das für mich genauso wie die Übersexualisierung von Mädchen bizarr wirkt. Ich will kein zwölfjähriges Kind mit Sixpack sehen, das fast abgemagert wirkt ((mir ist bewusst, dass das nötig war, um Jaden Smith die Hauptrolle zu geben; leider tut das dem Film nicht so gut)).

Vielleicht werde ich wirklich alt. Wie Jackie Chan. Der macht das aber immerhin mit Würde.

(Übrigens gibt es da für mich keine Frage. Ein Martial Arts Film, in dem Jean Claude Van Damm nicht mitspielt, ist für mich kein würdiger Film. Hier also mein All-Time Top Favorite, mit dem ich gerne dreitürigen Geschlechtsverkehr praktizieren möchte.

Und dann immer diese mit dramatisch-motivierender Musik unterlegten Final-Trainings-Szenen, richtige Medleys. Das waren die schönsten Stellen des Films, wenn man bei den Vorbereitungen von Niemand zu Held zuschauen konnte. Hach. Und dann auch noch der Quotenschwarze mit der MJ-Friese.)

July 25th, 2010 Posted in Uncategorized | 5 Comments »

2012

FUCK MICHAEL BAY! Hier ist es, das Weltuntergangsspektakel von MC Emmerich, zwei Stunden Klischee-Tsunami, Dolby-Surround-Fremdschämen und eine Achterbahnfahrt in alle Hollywood-Filme, die seit 1980 gedreht wurden! Und glaubt mir, es wäre jetzt einfach VIEL zu einfach, diesen Film in alle Kleinteile zu zerreissen, aber für das, was es war, war es perfekt. My mind: blown! Endlich finde ich meine Hoffnung in Hollywood-Blockbuster wieder, endlich versuchen die gar nicht mehr, einen auf Anspruch zu machen. EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, MAN!

2012

[Im Folgenden einige willkürliche Gedanken, die man auch als Spoiler empfinden könnte, wenn man noch nie einen Action-Film gesehen hat]

  • Wie lange muss ich eigentlich noch warten, bis CGI echt aussieht?
  • DIE LEGENDE DES INTERNETS WURDE FÜR EINE SCHÄNDLICHE NACHAHMUNG MISSBRAUCHT!
  • Im Making Of war zu sehen, dass Emmerich extra ein Katapult für Autos gebaut hat, die er auf die Straßen krachen ließ. Damit das realistischer aussieht. Die Szene war genau 4-5 Sekunden im Film zu sehen. Da frage ich mich: Oh Gott, was kann man noch für 200 Millionen machen?
  • Amanda Peet als leichenblasse, abgemagerte MILF. GEBT DER FRAU SONNE UND WAS ZU ESSEN, VERDAMMT NOCHMAL!
  • Abspannmusik. Ein richtiger Männerfilm. :D

Weiterin: einige der Klischees, die Verwendung fanden:

  • Ein Auto, dass es gerade so über die sich auftuende Schlucht schafft (in der Autoolympiade unter “Weitsprung” kategorisiert)
  • Ein Mann fällt über den Rand in einen tiefen Abgrund hinein, und jeder denkt er ist tot, aber es ist okay weil dann plötzlich eine Hand erscheint und er sich über die Klippe hochziehen kann
  • Ein Flugzeug, dass vor den Explosionen zu fliehen versucht, im Rauch verschwindet und dann mit unglaublicher Geschwindigkeit wieder aus der Wolke hinausrast (und dann “cut”)
  • EIN COUNTDOWN BIS ZUM ENDE DER WELT!! MAN!!
  • Die Geschiedenen, die sich doch wieder ineinander verlieben, weil sie merkt, was für ein großartiger, selbstloser Mann er ist
  • Der Russe! DER RUSSE! Ich bin so stolz auf E, der hat echt den Russenschrank wieder aufgemacht! Endlich wieder Rassismus im Kino!
  • Der obligatorische Typ, der irgendwann in seinem Leben gelernt hat, wie man ein Flugzeug fliegt. Seriously, wenn ich jetzt vor einem Flugzeug stehen würde und hinter mir auf der Erde der Massenvernichtungsherpes ausbräche, ich würde mich vor das Flugzeug hinlegen,  in Fetusposition einkugeln und leise schluchzen.

… oh, man. 2012. Da werden erstmal viele mit ihrem Gewissen kämpfen müssen, weil ja, ja, der Film ist furchtbar, und es tut weh, aber ich bezweifle, dass auch nur einer gestern im Kino tatsächlich gelangweilt war. Jeder Gag war einfach so gut abgestimmt mit allen anderen Action-Schinken-Gags, man wusste einfach schon, was kommt. Und dann ist das ja nur noch wie das Lieblingsessen, das man zu sich nimmt: nix neues, aber oh so good. Diese grandiose Achterbahnfahrt kann man dahingehend auch nicht mit einer furchtbaren Transformers II Katastrophe vergleichen, wo zwar vergleichsweise viele Sachen in die Luft geflogen sind, der Charme und der amerikanische Emotionslastwagen aber einfach mal gefehlt haben. Aber so eine Kartoffel kann das ja eh besser. Und Emmerich, mit dem kann man bestimmt viel Spaß haben.

November 13th, 2009 Posted in Uncategorized | 8 Comments »

I AMsterdam: Fotobuch

Vor kurzem habe ich ein FUJIFILM Fotobuch bestellt, um die Bilder aus meinem Amsterdam Urlaub vom letzten Monat mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe zwar keine Digitalkamera, weil ich irgendwann wieder auf Analog umgestiegen bin, um GENAU dieses Problem (“was mache ich jetzt eigentlich mit den ganzen virtuellen Bildern, ich will die mir doch an die Wand kleben können!”) zu beheben, aber meine Freunde hatten nichts besseres zu tun, als ständig irgendwelche Schnappschüsse zu machen.

Und ja, ich sehe auf jedem Bild verdammt noch mal fett aus.

iamsterdam fotos

(Die Qualität des obigen Bildes bestätigt wieder, wie dringend ich eine Digitalkamera brauche und wie beschissen meine Webcam ist.)

Das ist aber nicht die Schuld vom Fotobuch, was gestern endlich dann ankam. Es ist extrem nice geworden. Liebevoll eingebunden und natürlich mit meiner Kreativität gesegnet, wird es ab sofort auf meinem Nachttisch rumliegen, als hätte ich es dort vergessen (tatsächlich soll jeder, der in mein Zimmer kommt, einfach sofort den Blick darauf richten, während ich cool mit den Achseln zucke, meine Sonnenbrille aufsetze und sage: Yeah, man, Fotobuch, hat doch jeder und so..).

Generell mal zum Ablauf: Das mit der Software ist ziemlich easy. Die ist nicht nur für die Fotobücher da, es gehen auch Poster und ganz einfache Bilderentwicklung. Aber hey, Fotobuch. Nach dem Download der Software sucht man sich erstmal aus, welches Format das Teil am Ende denn haben soll. Panorama ist nicht so langweilig wie Hochkant und Standard, und 24 Seiten kann man sich ja leisten, also war’s bei mir das. Danach geht es in das UI für die Buchbearbeitung, die meiner Meinung nach etwas schlanker sein könnte. Aber immerhin ist mir die Software nicht die ganze Zeit abgestürzt, wie es mir bei einem anderen Fotobuchanbieter ständig passiert ist…

FUJIFILM Software

Es ist sehr intuitiv gehalten, ähnlich dem Windows Explorer- links Auswahl zwischen verschiedenen Gestaltungspunkten und einem Browser für Dateien, rechts dann das Bildbearbeitungsfenster. Apropos Bildbearbeitung: gibt’s auch in das Tool integriert, falls man mal schnell was machen will. Die Ergebnisse sind in Photoshop aber definitiv besser.

Der Umgang mit der Software war also ganz ok- wie gesagt, ein bisschen überladen mit kitschigem Zeug, das maximal Oma Traude benutzen würde, aber man kann halt nicht jeden glücklich machen. Generell sollte es von jeder Software auf dem Markt eine “Light”-Version geben, damit ich mir nicht immer vor Frust die Faust in den Mund stecken muss. iTunes, I’m looking at you right now.

Man kann natürlich auch komplett das Tool die Anordnung übernehmen lassen, aber dann kann man auch genauso gut einem dreijährigen ein leeres Fotoalbum und ein bisschen Kleber in die Hand geben und darauf warten, dass das nächste große Kunstwerk entsteht. Ja, es funktioniert. Aber das war auch das Maximum der Gefühle.

Nun ist das Buch also angekommen: es ist wirklich stabil und die Qualität der Fotos genau so gut wie On-Screen. Schade ist nur, dass im Schnitt an den Rändern einige Fehler entstanden sind, die wohl mit meinem Software-Umgang zusammenhängen. Die Lieferzeit war auch in Ordnung, aber es waren definitiv mehr als sieben Tage, die vorbeigezogen sind.

(Ich hatte vorhin die wahnsinnige Idee, mal das Buch per Video vorzustellen. Aber im letzten Moment konnte ich mich besinnen, das Video werde ich nicht posten. Das würde meine Karriere als Rockstar gefährden. Für eine Digicam überlege ich es mir aber sogar nochmal.)

Alles in allem: sehr awesome! Ich denke, ich werde genau dieses Buch (mit einigen Korrekturen) noch einmal nachbestellen und dann an die Person verschenken, die die Fotos gemacht hat, die ich benutzt habe. Ja, ich weiß, Copyright und so, aber egal, ich bin ja Pirat.

So, und weil ich diesen Produkttest als Onlinebotschafter machen durfte, gibt es für alle, die Interesse haben, auch einen Gutschein á 10 € zu verschenken. Zehn gibt’s, wer sich also zuerst in den Kommentaren oder per Twitter meldet, kann einen abgreifen.

September 24th, 2009 Posted in Uncategorized | 4 Comments »