"Girl gone wide."


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Saturday Night Live ist – Hulu sei Dank – mein neuestes Fenster in eine Fernsehwelt, die uns in der BRD spätestens seit dem Ende von Viva+ verwehrt bleibt. SNL ist ein Einblick in die Bewältigung des amerikanischen Medienalltag mit Humor, der funktioniert.

Die letzte Folge war vor allem deshalb viral angehaucht, weil Christoph Walz – der erste “German speaking SNL-host” – die ganze Sendung mit Finesse und Albernheit moderierte. Viel intensiver gefühlt als Walz (Django immer noch nicht geguckt, manchmal muss man sich ja Filme auch aufheben) habe ich allerdings die Band, die zu Gast war.

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik

Die Südafrikaner stehen ganz hoch im Kurs der kontemporären Pop-Musik. Im Hip Hop haben sich schon einige kleine Sternchen am Himmel zeigen können. Mit Acts wie Die Antwoord hat sich zudem auch eine kulturelle Annäherung eingeschlichen. Plötzlich ist es irgendwie auch selbstverständlich, neue Bands zu entdecken, die weder britisch noch US-amerikanisch sind, aber mindestens genauso dasselbe Level an Innovation und Sleekness in der Produktion aufweisen können. Das alles trotzdem ohne auf eine gewisse, womöglich heimatverbundene Persönlichkeit zu verzichten, die die Südafrikaner ganz eigenständig mitbringen.

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by yeahs in Musik

Das letzte Mal, als ich einen Song von Wy Lyf postet, war es Mai. Das Video enthielt mächtige Szenen und gewaltvolle Bilder von Aufständen, Protesten und Märschen. Das Video war eine Ode an die Demonstration. Ich machte mir meine Gedanken dazu – sagte aber nichts. Manchmal spricht eine Collage, die audiovisuell funktioniert, mehr als die Sprache, derer wir uns mächtig sind.

Im Mai, das war irgendwie vor und nach dem Arabischen Frühling gleichzeitig. Das war noch vor den Englischen Riots, das war vor den Occupy Wall Street Protesten in New York. Das war nach Fukushima. Das war noch, bevor Levis sich entschied seine Kampagne “Go Forth!” global aufzubauen und in Berlin neu zu formulieren. Das war bereits sehr lange nach dem Zusammenbruch des Finanzmarktes und dem Beginn der Weltwirtschaftskrise, aber es war noch vor dem Zusammenbruch der Europäischen Gemeinschaft dank der Verschuldungspolitik von Staaten.

Ich habe damals, im Mai, einen Text geschrieben, der zu Gewalt aufforderte. Vielmehr: Auflehnung. Ich habe damals ein Gefühl genommen, welches in mir ruhte und langsam herausbröckeln sollte, und es in die einzigen Bilder gesteckt, die ich ausmachen konnte: Fäustschläge und brutalste Eskalation. Es war passiv-aggressive Stimmung, die ich nicht einordnen konnte. Dieses Nicht-Können machte mich wütend. Der Geist, die Gedanken, sie sind abhängig von der Sprache, und die Sprache ist genauso abhängig von ihnen. Wie konnte ich empfinden, ohne es formulieren zu können? Diese Machtlosigkeit vor dem abstrakten Gerüst der Realität lässt einen gewalttätig werden wollen, denn nun gibt es kein Ventil mehr für das, was sich tief drinnen aufstaut.

Es war eine globale Stimmung, die durch die Medienlandschaft transportiert wurde. Völlig egal, ob es sich dabei um ein Bild oder eine Nachricht handelte, die Atmosphäre des Auflehnens war schon im Mai zu spüren. Sie war schon die letzten Jahre dagewesen, aber subtiler, stellenweise, ohne besondere Reaktion. Die Rebellion der iranischen Jugend war eine kleine Welle der Gerechtigkeitsforderungen, doch er versank in den Tiefen, am Grund des Ozeans. Die entstandenen Strömungen jedoch, sie waren weiterhin da – sie zeichnen sich heute umso deutlicher ab. Unsere jungen Menschen, Generation Facebook, Generation Internet, Generation Hipster, ihnen wird der Nihilismus, der gedankenlose Konsum, die Resignation vorgeworfen — doch müssen sie sich beweisen, profilieren, gegen die Punks, gegen die Hippies, gegen die 68er, gegen alle Bewegungen, die die Vorarbeit geleistet haben. Kein Wunder – wer will da nicht resignieren, bei Erwartungen, die kaum einzuhalten sind? Was haben die Generationen vor uns geschafft, wenn nicht die Fehler, die wir heute ausbaden müssen? Wie kann man sich da noch trauen, nach Idealen oder Gutmenschlichkeit zu streben? Friss oder stirb sind unsere großzügigen Alternativen, die all diese reaktionären Subkulturen vor uns, für uns erarbeitet haben. Sie haben es nicht besser gewusst, und ihre Versuche scheiterten. Wir wollen es besser machen: es gar nicht erst versuchen.

Das Gesicht der Menschheit hat sich zu einem hässlichen verändert, wo es schwieriger geworden ist, zwischen gut und schlecht, zwischen Kollektiv und Individuum zu unterscheiden, ohne daran zu zerbrechen. Wir bekommen das Erbe unserer großen Brüder und Schwestern ausgehändigt mit den Worten, “Jetzt ist alles gut”, und kriegen gar nicht mit, wie schlecht alles ist. Wir zucken resigniert die Schultern, denn man hat uns alle Waffen aufgrund eines Friedensversprechens genommen.

Aber diese Stimmung, dieses unaussprechliche Gefühl, das gedämpfte Raunen in einer Masse voller anonymen, schulterzuckenden, katzenrettenden Schatten von Menschen, es ist der Beweis dafür dass wir noch nicht am Ende sind. Wir sind nicht abgestumpft. Wir sind keine willenlosen Marionetten, keine konsum- und marketingverblendeten Hipster, jedenfalls nicht immer. Wir sind frei, wir sind jung, wir haben alle Möglichkeiten, die Welt zu verbessern und wollen das auch, aber wir resignieren – manchmal – eben im Angesicht der Problemberge, die man vor uns stellt und geben uns mit einer kleinen Welt voller Narzissmus und Ich und Ich und Ich zufrieden. Unser kleines Ghetto der Unwirklichkeit. Doch die Stimmung vernichtet unsere heile Welt der Ignoranz. Sie steckt uns über Kontinente, soziale Netzwerke und Medienberichterstattung an. Wir merken: wir fühlen uns nicht ungerecht behandelt. Aber an diesem Gefühl stimmt etwas nicht.

Wu Lyf haben ein neues Video aus ihrem Album Go Tell Fire To The Mountain veröffentlicht. Ich führe das an, weil das ganze Album in seiner Gesamtheit, aber das Video und der Song “We Bros” speziell, diese von mir als unbetitelte “Stimmung” zusammengefasste Atmosphäre einfängt. Diese Dringlichkeit, die aufgekratzte Stimmung des englischen Quartetts, dieses unfertige, schrammelige, aber irgendwie doch ziemlich harmonische Ding, das spricht so viel aus, was unsere Generation vielleicht gerade auszuformulieren versucht. Ich glaube daran, dass wir uns auflehnen können, dass wir es besser machen können, wenn wir weiter machen, und dieses Gefühl durch alle Netze und Schichten durchtransportieren, bis wir endlich, endlich, endlich die Musik zur Politik machen.

Im Video rennen Kinder vor etwas davon. Erst am Ende sehen wir, was es ist. Sie rennen vor unserer Welt weg. Wir rennen vor unserer Welt weg. Wir werden ständig dazu aufgefordert, Dinge zu verstehen. Was, wenn wir die Dinge einfach sein lassen könnten? Wenn wir alles liegen lassen – die Supermärkte, die Gesellschaftstrukturen, die Staatsgewalten und die Normative unserer von Dichotomien zusammengesetzten Kultur – und irgendwo, frei davon, unserer Kinder zur Welt bringen und ihnen dabei zusehen, wie sie es machen?

It’s a sad song that makes a man put
money before life
a sad song that puts a man for sale
A sad song that make a man put
money before life

In jedem Fall kann ich euch Go Tell Fire To The Mountain nur ans Herz legen. Es inspiriert mich, und es wird euch inspirieren. Hört es euch an und sagt mir, dass ihr auch diese Ernsthaftigkeit unserer Schritte auf dieser Erde spürt. Sagt mir, dass euch nicht alles egal ist.

Ich weiß gar nicht,  ob man sich dafür eigentlich als 21-Jährige schämen muss oder nicht, aber ich bin insgeheim der größte INXS Fan auf der Welt und ich stehe dazu. Ich stehe dazu, auf australische Rocker in Lederjacken und nacktem Oberkörper abzufahren.  Ohne auch nur einen Funken Ironie. Richtige Männer sind das noch.

Anyway: laut meinem Lieblings-Gossip-Outlet hat Beck, der alte Klampfenkönig, dazu eingeladen einige INXS-Hits von Indie Menschen covern zu lassen. Das finde ich alles schön und rund und interessant ((okay, wirklich? Sensible Musiker treffen sich um sensible Musik zu machen? Wirklich? Oh Gott, ich will Koks und Nutten wieder auf dem Plan sehen!)) und die Videos findet man hier, aber viel besser finde ich die Rechtfertigung, jetzt ein paar geile INXS-Videos reinzuhauen. Ohne Mist- INXS, Pizza, Wrestling, Dosenbier, Leopardenmusterleggins, breite Sonnenbrillen und Orgasmen auf schnellen Motorrädern. Verdammt noch mal ist das geile Musik.

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by yeahs in Musik


Es ist mal wieder Zeit für eine gesunde Portion Ohrwürmer, oder wie ich sie gerne nenne: Verdammt fette Beats, die ihr wie immer verpasst habt. Man merkt anhand der aktuellen Auswahl vor allem zwei Dinge: Gossip Girl ist wieder auf Sendung, und ich höre zur Zeit gerne eine ganz seltsame Abwandlung der Rap-Musik: Hipster Hop (gebrandet von Kanye West, hat weniger mit Sprechgesang als mit einem sicken Bass zu tun)! Aber genug der Worte, legen wir los… ((Übrigens, bei der Abmahnwelle in der deutschen Blogosphäre zur Zeit möchte ich mich nicht der Unsittlichkeiten strafbar machen, weshalb es diesmal keine Direktlinks gibt… dafür aber einige tolle Blogbeiträge, die von den Künstlern handeln. Hust Hust)).

Kid Cudi

Little Dragon – Blinking Pigs Passend zur Schweinegrippe gab’s jetzt den Titel Blinking Pigs von Little Dragon, einer großartigen Band aus Schweden (und ich meine, woher auch sonst), die ganz sanfte elektronische Musik mit Vocals fabriziert.

Spank Rock – Loose (ft. Amanda Blank) Heilige Scheisse, wie konnte ich diesen Track nur bisher übersehen? Danke Sven für den Tipp vom letzten Mixtape. Ernsthaft. Hört euch den Beat an. Und guckt euch das trashige, von Lapdance kopierte  NSFW-Video an. Mit Amanda fucking Blank auf der Schüssel. Holy Camoly. A++, would fuck again.

Kid Cudi – Up Up & Away (The Wake & Bake Song) Ach, ich liebe Kud Cudi ja. Dieser Mann hat so viel Charme und eine unglaublich beruhigende Stimme. Up Up & Away ist ein Song, den sogar meine Oma gut fände, auch wenn da das Wort “motherfucker” erwähnt wird. Der Mann kann gute Laune machen. Das lang erwartete Album, Man On The Moon, ist mittlerweile auch erschienen und ein Must-Have 2009. Kaufen: Man On The Moon: The End Of Day [Explicit] (Affiliate Link)

Jay-Z – Off That (ft. Drake) … wahrscheinlich nicht der beste Song auf dem neuen Album, The Blueprint III, das ungefähr zeitgleich mit Kid Cudi’s Platte erschienen ist, aber der einzige, der mir von Anfang an ins Ohr gegangen ist. Das liegt wohl auch an Drake, den ich seit seiner Collabo mit Lykke Li ziemlich sympathisch finde. The Blueprint 3 [Explicit] kaufen (Affiliate Link)

Big Boi – Fo Yo Sorrows (ft. Too Short & George Clinton) Eigentlich steh ich nur auf die Hook. Ich kann mir diesen Typen so gut beim Grinsen vorstellen. Außerdem: ein weiterer Strich auf der Hipster Hop Liste. Und wer steht bitte schön nicht auf Big Boi und Too Short?

Fo Those Who Think Life Is Unfair Cause I Blow My Smoke In The Air
As If No One Is Standing There Then I’ll Roll One Tonight Fo Yo Sorrows
In My Chair As I Sit Back Smiling From Ear To Ear
With A Fistful Of Your Girlfriends Hair
Yeah She’ll Blow One Tonight Fo Yo Sorrows

The Smiths – There Is A Light That Never Goes Out Dieser Track schafft es alle paar Wochen mal wieder in meine Playlist, wieso auch immer. Einer der besten Songs aller Zeiten, und seltsamerweise kennen den auf einmal so viele Leute. Früher wurde ich immer mit Tomaten beschmissen wenn ich mit “so komischer Musik” ankam. Naja, aber alles wird ja besser im Retro-Chique der Hauptstadt, wa.

Just Jack – Embers Das Intro ist so ziemlich das abgefahrenste, was man sich vorstellen kann. Vor allem, weil so schön nach Gossip Girl und reichen Gören schreit, dass ich mich ein bisschen im Schrank verstecken will. Dabei finde ich Just Jack selbst so richtig schlecht. Aber sowas passiert halt, wenn man Bilder dabei im Kopf hat.

The Smiths

Owl City – Fireflies Death Cab For Cutie in Guter Laune.

Miike Snow – Animals & Miike Snow – Plastic Jungle Ich könnte mich so auf Anhieb gar nicht für das bessere Lied entscheiden, aber hier haben die Schweden wieder eindeutig die Playlist gewonnen. Wieso ist das so? Wieso können die alles besser als der Rest der Welt? Wieso steh ich so darauf? All diese Fragen…

I escaped through a keyhole before they erased me
I married the beetle and learned to be graceful
It’s why all this warfare pours out of my eyes.

Los Campesinos! – The Sea Is A Good Place To Think Of The Future Gänsehaut-Mukke, mein armes Herz musste so leiden hinter dieser unglaublich nervenzerfetzenden Story. Egal wie unspektakulär das sein mag, und wie viele Leute jetzt “Pop!!” schreien werden, aber ich hab keinen Bock auf die elitäre Scheisse, ich steh auf sowas.

Calypso – Casually Sad Mercedes Guter, alter Queens Of The Stone Age mäßiger Teenage-Rock über, wer hätte es gedacht, Teenager. Ich möchte bei diesem Song die Luftgitarre rausholen und meine zerfetzten Jeans anziehen.

Blakroc – Hoochie Coo Was sich erstmal wie eine weitere Hip Hop Absonderung der Amerikaner anhört, ist beim zweiten Blick ein zeitloser Synergieeffekt. Blakroc soll nämlich ein LP Projekt von The Black Keys (schmacht) und diversen Hip Hop Artists werden. Auf diesem Track kann man schon mal Mos Def und Jim Jones bewundern, und ich geh dann mal den Track auf die Playlist für meinen Absturz in die Drogenwelt setzen.

Calypso

The Rapture – No Sex For Ben Erstens ist der Track gut, weil er von The Rapture ist, und zweitens ist der Track gut, weil mein australischer Mitbewohner Ben auch keinen Sex hat, weil er so viel arbeiten muss.

Kings Of Convenience – I Don’t Know What I Can Save You From (Röyksopp Remix) Ach, schon wieder Ikea. Ich gebe auf, ich geh jetzt sterben, so viel Kunst kann doch nicht in so kalten Gegenden entstehen!

I tried so hard to follow,
but didn’t catch a half of what had gone wrong,
said “I don’t know what I can save you from.

AA Bondy – I Can See The Pines Are Dancing Perfekter Song für den Herbststart, obwohl es sich für mich gerade eher anfühlt wie nuklearer Winter. Ernsthaft jetzt, am einen Tag Sonne, T-Shirt und Eis essen, am nächsten Tag fette Jacke und Mundfrost. Scheisse man. Aber der Song ist trotzdem wunderschön.

Miike Snow – Burial (Benny Blanco Remix ft. Neon Hitch) Schöner Bass, schöner Beat, schön zum chillen. Thumbs Up, obwohl ich kein großer Remix-Fan bin.

… boah das hat jetzt schon wieder viel zu lange gedauert, und eigentlich gibt’s noch ein paar Millionen Songs. Ich glaube, ich brauche einen Co-Autor. Hmpf.

by yeahs in Musik

So, es gibt ab sofort in unregelmäßigen Abständen eine Liste der aktuellen Lieblingstracks zu hören. Ohrwürmer, Indie-Fanfaren oder One-Hit-Wonder, alles völlig egal, solange ich morgens in der U-Bahn immer noch in meinem Kopf mitsingen kann. Eure aktuellen Lieblingssongs will ich bitte in den Kommentaren sehen.

Kesha

Kesha – Tik Tok
Erinnert ihr euch noch an Uffie? Natürlich erinnert ihr euch noch an Uffie. Uffie war diejenige, die mit diesem weiblichen Rap-Indie-Electro Hybrid Trend angefangen hat. Und die sich dafür gefeiert hat, ein “Hot Chick” zu sein. Ich habe Uffie geliebt, und das trotz des beschissenen Konzertes an meinem 19. Geburtstag. Jedenfalls hat sogar Kylie Minogue zeitweise einen auf Uffie gemacht, und zwei Jahre später will es auch Kesha wissen. Eh, es hört sich trotzdem gut an.

Before I leave, brush my teeth with a bottle of Jack
Cause when I leave for the night, I ain’t coming back

The Black Keys – Lies
Wenn es Musik gibt, die das Label “QUALITÄT” aufgedrückt bekommen sollte, dann The Black Keys. Ich habe noch nie so bewegende Gitarren gehört, noch nie so viele Emotionen in einem Sound, der sich durch so einfache Klänge zusammenfügt. Ganz besonders Lies hat es mir angetan- er hört sich nach schäbigen, alten Bars an, nach schmutziger Luft, Schmerz, Leidenschaft und Energie… Worte können das gar nicht zusammenfassen. Attack and Release bei Amazon kaufen.

I’d leave this time , break all my ties
Be no more use for any disguise

Clipse – I’m Good
Ach, ein bisschen Gangster-Attitüde kann nie schaden. Ich liebe Clipse, die wissen einfach, wie man entertaint, ohne besonders aufmümpfig oder arrogant zu wirken (wobei hier das Ausmaß von “Arroganz” an den ganzen anderen Spasti-Rappern zu messen ist). Es ist ein angenehmer Sommer-Song, der gute Laune versprüht, auch wenn sich die beiden trotzdem immer anhören, als wären sie sauer auf irgendwas.

Crusin’ on them 22s, got me sitting pretty
You should hear that engine purr, here kitty-kitty

David Guetta – Memories (ft. Kid Cudi)
Ich hasse David Guetta. Woah, wenn ich den im Club höre raste ich aus, weil es wirklich keinen Grund für diese Musik gibt. Da blutet’s mir aus dem Arsch. … jetzt, wo das gesagt ist, diesen Song finde ich trotzdem irgendwie gut. Ich glaube, es liegt an Kid Cudi. Denn im Gegensatz zu Guetta ist Cudi tatsächlich talentiert, und irgendwie passt es zum Beat. Okay Guetta, ich gebe dir noch eine Chance.

DJ Tiesto – Feel It In My Bones (ft. Tegan & Sara)
Für Tiesto gilt das Gleiche wie für Guetta, aber T&S kann man nicht umgehen. Meh. Ich hasse mich für meine Inkonsequenz…

The Black Keys

Enzyme Dynamyite – UFO
Ich hatte ja schon über Enzyme geschrieben. Sein neues Album ist okay; es klingt noch ein bisschen unreif. Die Beats könnten so viel besser reinhauen. Der Typ ist so talentiert, aber anscheinend kann er sich keine anständigen Producer leisten. UFO ist der einzige Song, den ich wirklich mit vollem Herzen empfehlen könnte. Und das irgendwie auch nicht so richtig. (PS: Den Song gibt’s bei iTunes, der bringt mich um wenn ich ihn hier hochlade)

Florence & The Machine – You’ve Got The Love (Candi Station Cover)
JAAA, JAAAAAAA– oh Gott, diese Frau löst in Hirnhämorriden aus, ich schwöre es! Ich zittere, so schön ist das, was hier erschaffen wird. Ich war noch nie so versucht dazu eine Fan-Email zu schreiben wie jetzt. Einfach mal Danke sagen (und jetzt erzählt mir bitte nicht, dass ich mir das Album kaufen soll, DENN DAS HABE ICH SCHON GETAN! WIE KRASS IST DAS DENN?). You’ve Got The Love ist das Cover eines trashigen House-Songs aus den 90er Jahren, und mit Sicherheit auch nicht das beste, was Florence bisher so auf die Beine gestellt hat. Aber die großen Meisterwerke wie Howl oder Cosmic Love oder The Dog Days Are Over ODER WHAT THE FUCK HOLT EUCH EINFACH DAS ALBUM muss ja sowieso jeder kennen. So. Nur dass das mal gesagt wurde. Lungs [Expanded] bei Amazon kaufen.

Sooner or later in life, the things you love you loose
But you got the love I need to see me through

Junior Boys – High Come Down
Was? Ich weiß, dass das alt ist. Kann man ja trotzdem genießen, so die Anfänge erfolgreicher DJs wieder aufleben zu lassen, als man noch nicht sechshundert Stunden für einen Gig anstehen musste und tausend Euro dafür zahlte, einfach mal gute elektronische Musik zu hören. High Come Down erinnert mich irgendwie immer ein bisschen daran.

Enzyme Dynamite

Simian Mobile Disco – Bad Blood (ft. Alexis Taylor)
Obwohl ich aus dem neuen Album von SMD, Temporary Pleasure, definitiv Audacity Of Huge als meinen Favoriten betiteln würde, kommt Bad Blood ziemlich nah an den ersten Platz. Sehr chillige Atmosphäre, sehr angenehme Rhythmen. Perfekt zum Einschlafen, Aufwachen, Mittagessen, Duschen, Arbeiten, Tanzen oder in die Gegend starren. Temporary Pleasure bei Amazon kaufen.

Girls – Lust For Life
Ich wohne immerhin in Berlin. Ich darf ein Hipster sein. Ich darf auch auf komische, nichtsaussagende, schrammelige Musik in einem pseudo Woodstock-Sommer stehen. Ich finde, dass jeder andere Mensch das auch darf. Ab jetzt.

Keine Ahnung, wie lange diese Links noch stehen. Macht euch übrigens bereit für das ultimative Cover-Mixtape. Hier stauen sich langsam die Tracks nur so an, und die dürfen euch natürlich nicht durch die Lappen gehen..

by yeahs in Musik


Ich habe eine sehr lebhafte Vorstellung davon, wie ein richtiger Road Trip aussehen muss. Genährt von dummen Teenagerfilmen, Cowboy-Geschichten und dem amerikanischen Traum, schreit mein Herz “Klischee” wenn es das Bild der absoluten Freiheit sieht.

Desert Road Trips

Um diesen Traum zu verwirklichen brauche ich lediglich ein Ticket in die USA, ein wunderschönes Muscle Car und vielleicht eine beste Freundin. Aber nur vielleicht… Was wichtig ist an dieser sehr weit entfernten Fantasie: Der Soundtrack. Die Songs, die aus der Anlage dröhnen, während die Straße sich endlos in die Wüste hineinstreckt. Einige dieser Tracks gibt es jetzt hier, im ultimativen “Desert Road Trip” Soundtrack (ultimativ nur so lange, bis ich mal wieder ein paar andere Lieblingssongs habe). Bin ich eigentlich der einzige verrückte Mensch auf der Welt, der eine Liste von Songs zu bestimmten Träumen definiert?

Tracklist (die Reihenfolge ist zwar nicht willkürlich, aber dass die Bands mit “The” mal wieder ganz vorne stehen war ja klar):

  1. The Black Keys – Same Old Thing
  2. The Kills – Sour Cherry
  3. The Vines – Get Free
  4. No Address – When I’m Gone
  5. The Hives – Because I Wanna
  6. The Virgins – One Week Of Danger
  7. Kings Of Leon – California Waiting
  8. InXs – Pretty Vegas
  9. The Embassy – It Pays To Belong
  10. Bob Dylan – Tangled Up In Blue
  11. Tiger Lou – Horatio
  12. Fuel – Shimmer

Viel Spaß und rinjehauen. Gefunden wir das unter “#mt2desertroadtrips“. Feedback wäre nicht schlecht, und wer sein eigenes Mixtape hat/vorschlagen will, immer her damit..

by yeahs in Musik