Tulpen & Mixtapes

Tulpen & Mixtapes

Tulpen & Bücher und Songs, die man seinen coolen Freunden nicht vorspielen kann, weil die sich sonst entsetzt den Kopf schütteln. Dass mein Fenster nach dem Putzen schlimmer aussieht als vorher und die Sonne sowieso nur bis 11 Uhr rein scheint, ist zwar schlimm. Aber wenigstens sind die Eichhörnchen auf dem Baum wieder da, und der Himmel bleibt blau.

Es war gut, den ganzen Winter über in düsteren Kellergewölben liegen zu bleiben. Der Frühling, oder zumindest diese klimatische Vortäuschung von Frühling (der Winter schlägt am 1. Mai zu), hat eine innere Reinigungsprozedur durchgeführt. Ganz viel kommt weg, weg, weg. Überschüssiger Krimskrams und Sachen, die prinzipiell hier rumliegen, ohne eine Existenzberechtigung zu haben. Dreck kommt weg. Wisst ihr noch, als ich viel Driss angehäuft habe, um am Ende die Einzelteile auszusuchen, die ich dann für immer behalte? Ich wünschte, es wäre so einfach. Aber im materiellen Sinne kann man sich ja dann doch auf Tulpen und saubere, wenn auch verschlierte Fenster im Frühling beschränken.

Meine Poesie hat hier ihr Ende gefunden. Ist auch besser für alle da draußen, die keinen Bock auf Geschwafel haben und im Deutsch LK schon genug waberig-langweile Literatur durchnehmen mussten. Dieser Artikel hätte auch “Kush & Sunshine” heißen können, aber ich überlasse die feinen Details meinem kitschigen Tulpenmixtape. Weil das alles so rührend hier war füge ich noch ein herzliches “FICKT EUCH ALLE” an. Man will ja nicht seine Roughness verlieren.

Und denkt dran, immer: der letzte Song ist der beste!

March 12th, 2014 Posted in Musik | Comments Off

CLFRNCTN

Aus gegebenem Anlass, und weil CALIFORNICATION hier gerade groß geschrieben wird: 2012 ist das Jahr des endlosen Road Trips. Es geht nicht um LAX, es geht auch nicht um Kalifornien oder den American Dream. Es geht darum, den eigenen Traum wahr zu machen, an seine Grenzen zu kommen und die Herausforderung anzunehmen. Ja, der Weg ist das Ziel. Und wie ich es schon von meiner lang ersehnten semi-Weltreise erfahren habe ist der Traum letztendlich nicht das, worauf es ankommt, sondern die Verwirklichung dessen. In dem Sinne: dieses Jahr werden meine Entourage und ich in Los Angeles aufschlagen und dort die Sonne und die Wüste und die Sommerstürme küssen. Wir werden den Topmodels in widerlicher Manier Drinks ausgeben und die Hollywood Hills auf mongo Longboards herunterdüsen (und Longboards dann heimlich doch ganz schön cool finden, obwohl sie die Dance Aerobic Version aller Skateformen ist). Ich will nach Kalifornien und mich mit Lucky Charms und In’N'Out Burger vollstopfen, ich will mir eine alte Karre kaufen und den Highway rauf und runter düsen. Und egal, ob es wahr wird oder nicht: dieses Jahr gibt es nunmal einen neuen Traum, willkürlich und dekadent, aber ein Traum. Das ist mehr, als viele andere haben, wie ich voller Weltschmerz und Mitleid feststellen muss.

Weil aber jeder Traum überladen von Bedeutung ist und sich schnell in ein Horrorszenario verwandeln kann, muss man sich doch mit der Realität auseinandersetzen. Auch, wenn die “nur” in medialer Form daherkommt, und auch, wenn wir in Zeiten der Globalisierung nicht mehr schockiert von fremden Kulturen sein können (oder wollen): die Augen sollte man nicht vor den Tatsachen verschließen. Auch nicht, wenn man sowieso tief as fuck schläft und seinen Traum nicht unterbrechen will. In dem Sinne: Die Mädchenbanden von L.A. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort hätte ich das vollgeschissene Opfer sein können. Oder die Täterin, die gleichzeitig wie ein Opfer wirkt. Wer weiß, welches das verbittertere Schicksal erleiden muss.

April 20th, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Gangster | 4 Comments »