Holidays

Ich hätte gerne ein paar freie Tage über die Feiertage gehabt, doch jetzt bin ich froh, dass ich die Leere unbewältigt verdrängen kann um mit dem stressigen Alltag fortzusetzen. Zurück zu den Steuern, zu den Rechnungen, zu den Essays, zu den Geldsorgen, zu den Diätzwängen, zu den Dauerläufen, zu den Projekten, zum Freizeitstress. Endlich.

January 1st, 2012 Posted in Gangster | 5 Comments »

The Party & The After Party

Wenn man wieder schneller denkt als die Hände mitschreiben können, wenn man wieder mal schneller rennt als man ankommen muss, oder: wenn das Leben nicht mehr in Sekunden, sondern in Moment-Dimensionen gemessen werden, die rapide aufeinandergestapelt und schnell einsortiert werden um Platz für noch mehr zu machen. Kurzgesagt: ich atme schneller, als ich Luft fassen kann, und ich habe heute das von gestern vergessen, weil morgen viel wichtiger ist.

Zeit, selbst wenn man keine Regelmäßigkeit im Leben hat, ist so flüchtig wie der Hype um Kühlwasser und Bodentruppen. Ich bewege mich im Sprint durch Berlin und durch die Präsenz meiner liebsten Menschen und schaffe es nicht mal, meine Eltern anzurufen um ihnen zu sagen, dass ich spontan nach Hause fahren muss um meine Kartons zu packen und in meine neue Wohnung zu ziehen. Sogar auf meiner Semi-Weltreise habe ich es geschafft, jede Woche anzurufen. Dinge passieren. Leben wird gelebt. Die interessanten Typen bleiben immer noch aus und die Jobgelegenheiten häufen sich, ohne dass ich es überhaupt will. Mein Terminkalender ist voll mit Freizeitaktivitäten, die nicht ausschließlich nachts statt finden und mein Girokonto stöhnt vor quälenden Schmerzen. Ich warte darauf, dass das Chaos mich auffrisst und mich in eine tiefe Depression wirft, aber vor allem empfinde ich beim Schlafen gehen genau eines, seitdem ich wieder in der Stadt bin: absolutes Glück. Ich bin glücklich. Ich bin 22 Jahre alt und fühle mich das erste Mal bewusst glücklich. Ich bin nicht mit allem zufrieden und ich bin auch nicht immer gut gelaunt, aber ich trage eine Grundzufriedenheit in mir, und jeden Abend gehe ich mit einem Lächeln und ein bisschen Sabber auf Träumefang.

Berlin, Schmerlin. Es ist kalt und meine neuen Schuhe mussten schon einiges im Hundescheissemienengebiet Friedrichshain durchmachen. Ich wäre gerne wieder woanders; da, wo man Dinge macht, die mehr was mit Natürlichkeit zu tun haben. An den Stränden von Thailand und Tauchen im Pazifik und im Zug oder Bus oder Flugzeug, Final Destination: Unknown. Das mit den Örtlichkeiten hat aber seinen Charme verloren, seitdem ich weiß, was meine Freunde, meine allerliebsten Menschen, in mir für Gefühle auslösen. Katalysatoren für’s Euphorie-Enzym.

Was ich mit all dem sagen wollte: ich komm beim Schreiben gar nicht richtig hinterher, weil ich gerade ein bisschen Inspiration sammel. Ich sammel sogar ganz viel. Außerdem habe ich ein neues Fahrrad, es heisst Lily und es ist wunderschön und ich bin pleite.

March 29th, 2011 Posted in Gangster | 2 Comments »