New Brutalism

New Brutalism

Ich wollte über Lil’ Durk schreiben, über Hockeysmith, über Max Graef, über Nire und über so viele andere Leute, aber nein, wenn man nur begrenzt Zeit hat und auf die irrsinnige Idee kommt, sein Zimmer auszumisten (WARUM?!), dann muss man sich entscheiden. Glücklicherweise fiel mir die Entscheidung schließlich nicht schwerer als sonst, denn den ganzen Tag lang beschallte mich bei meiner kurzzeitigen Gehirnapokalypse dieser Rainer Veil. Er ist guter Junge. Wirklich. Und New Brutalism, ein fantastischer Titel sowieso, ist eine ausgezeichnete EP.

Ich kann es nicht so richtig erklären, was mich daran so fasziniert, an diesen düsteren, betonartigen Klängen. Malte, von dem ich diesen unglaublich guten Tipp habe, der hat das viel besser erklärt. Außerdem hat er auch den schöneren Blog mit den besseren Einträgen und einen unfehlbaren Musikgeschmack.

(Hört euch beim Lesen doch bitte den Stream, den man leider nicht einbetten kann, auf Soundcloud an.)

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February 12th, 2014 Posted in Musik | Comments Off

Femme En Fourrure

Femme En Fourrure

So. Der Alltag schreitet voran und es wird Zeit, dass wir uns der Musik des Jahres 2014 widmen. Ich bin jetzt erwachsen genug, um auch das Programm der CTM einzuverleiben und hätte ich Geld, eine Akkreditierung oder einen Sponsor, würde ich sicherlich jeden Tag im HAU bzw. im Berghain sitzen und mir diese einzigartigen Kulturproduktionen anhören a.k.a. Party machen. Vergeblich suche ich Femme en Fourrure in den Listen der “vergessenen Pioniere”*, die gerade eine neue EP rausgebracht haben: The Beach.

*Ich verstehe das Leitmotto der diesjährigen CTM nicht – sie holen die Pioniere der experimentellen Musik, die keine Beachtung im Mainstream gefunden haben, weil sie irgendwie zu avantgarde für die Welt waren, darunter die überhaupt nicht erfolgreichen Fatima Al-Quadiri, Recondite und James Holden. Fragezeichen. Mal ganz abgesehen von Moritz von Oswald und anderen Technolegenden. Erklärt oder schweiget für immer wenn ich aufgesetztes Kunstgelaber mit meinem Ghettoslang vernichte!

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January 14th, 2014 Posted in Musik | Comments Off

BEST TRACKS OF 2013: LOST IN A MOMENT

BEST TRACKS OF 2013: LOST IN A MOMENT

Dieses Jahr machen wir es ein bisschen anders. Es gibt meine 100 Top Tracks of 2013 schön abgepackt in 10 Playlisten: Heartbreak Songs, Feel Good Bounce, Take Off Tracks, In My Classy Bedroom, Lost In A Moment, Mindfucked By Music, Popped A Molly, Pimping, Moodswings und Serious Dance Lessons in The Club.

Wir sind endlich angekommen. Die letzte Playlist des Jahres 2013 ist auch eigentlich die echte Top 10, die einzige, die wirklich zählt. Denn jeder Song verspricht, dass ich meinen Kopf kurz in die Wolken stecke. Dass ich mich in meine Freunde verliebe. Dass ich neue Dinge ausprobiere. Dass ich kopfüber in meinen eigenen Pool springe. Dass ich das Versprechen, das Leben zu lieben, manchmal auch einhalten kann. Jeder Song berührt irgendeinen G-Punkt in mir so fett, dass ich vor Freude fast explodieren möchte. Gekoppelt an eine 2013-Erinnerung, die mit dem Eröffnungstakt getriggert wird. Das werde ich nie wieder los, das will ich nie wieder los. Es macht Spaß, Musik als Orientierungspunkte der Vergangenheit zu nutzen. Jeder Song ein bisschen Liebe, Tragik, Drama, Komödie. Alles so punktiert und festgezurrt. Nichts kann das nehmen. Der Moment, wenn du einen Song hörst – zum ersten Mal, mit jemandem zusammen, alleine – und entscheidest, “den höre ich jetzt öfter”, und dann kommt er plötzlich im Auto oder im Club, ohne dass du es kontrollierst.. genauso wenig, wie man kontrolliert, welche Erinnerungen letztendlich daran gekoppelt werden. Naja. Let’s go.

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January 8th, 2014 Posted in Musik | Comments Off

BEST TRACKS OF 2013: MINDFUCKED

BEST TRACKS OF 2013: MINDFUCKED

Dieses Jahr machen wir es ein bisschen anders. Es gibt meine 100 Top Tracks of 2013 schön abgepackt in 10 Playlisten: Heartbreak Songs, Feel Good Bounce, Take Off Tracks, In My Classy Bedroom, Lost In A Moment, Mindfucked By Music, Popped A Molly, Pimping, Moodswings und Serious Dance Lessons in The Club.

Wir nähern uns dem Klimax. Die Mindfucked-Session ist brutal – glaubt mir. Obwohl sich hauptsächlich nur überaus anstrengende elektronische Produktionen hier finden, gibt es den ein oder anderen Track innerhalb der Playlist, der mehr kann als drauf hauen. Mindfucked bin ich eigentlich nur deshalb meistens, weil ich die Songs nicht hören und gleichzeitig was anderes machen kann. Die Vereinnahmung ist sehr stark. Deshalb höre ich diese Playlist am liebsten beim Laufen.

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January 8th, 2014 Posted in Ohne Worte | Comments Off

BEST TRACKS OF 2013: SERIOUS DANCE LESSONS

BEST TRACKS OF 2013: SERIOUS DANCE LESSONS

Dieses Jahr machen wir es ein bisschen anders. Was mich in den letzten Jahren oft an meinen eigenen Listen, aber vor allem an den Listen großer Medien gestört hat, war der fehlende Kontext, in dem die Songs des Jahres gewertet wurden. Klar, auf persönlicher Ebene habe ich einen öfter gehört als den anderen. Aber qualitativ sagt das nichts aus, wenn nicht auch die Stimmung und die Atmosphäre und vor allem die direkte Konkurrenz klar gemacht wird. Weil ich nicht nur House, Hip Hop oder Hypetraks höre, wird es mit jedem Jahr schwieriger, Konsistenz zu vermitteln. Außerdem werden mir die Listen manchmal zu lang, die Ladezeiten sind der Horror.
Deshalb gibt es also dieses Jahr meine 100 Top Tracks of 2013 schön abgepackt in 10 Playlisten: Heartbreak Songs, Feel Good Bounce, Take Off Tracks, In My Classy Bedroom, Lost In A Moment, Mindfucked By Music, Popped A Molly, Pimping, Moodswings und Serious Dance Lessons in The Club. (Kategorien, die ich mir für 2014 vorgenommen habe: “Songs die mir Nico gezeigt hat”, “Das perfekte Set bei der nächsten A’MILLION Party”, “Leerdammer-Avocado-Toast Leidenschaft zelebrieren”, “Warten auf M29″).

Ich stand das ganze Jahr bestimmt 90% der Zeit vor irgendeinem DJ-Pult und feierte mir den Arsch ab. Nicht, weil das Leben so schön ist, sondern weil ich endlich einen ordentlichen Zugang zu House/Techno bekommen habe. Und ich meine jetzt nicht die elitären deep-digger Plattennazi-Leidenschaft, ich meine einfach eine ganz furchtbar oberflächliche Zuneigung zu kitschigen Piano-Melodien und käsigen Drops im Kontext des Clubs. Der Zugang zur elektronischen Produktion an sich wurde mir an anderer Stelle (vor allem durch bessere Boxen) gewährt. Hier also die Top 10 der Songs, zu denen ich 2013 am liebsten im Club getanzt hätte (und oft auch habe).

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December 29th, 2013 Posted in Musik | 3 Comments »

Looks Like It’s Going To Rain

Looks Like It’s Going To Rain

Ich hab euch so viel zu erzählen. Über das Jahr 2013, über das Erwachsen werden, über Freundschaft, Liebe, Zuneigung, Verantwortung, Mittelmaß und innere Widersprüchlichkeiten. Über Loslassen, über Soundtracks, über Langstreckenflüge, über Großstädte, über Familie und über den sinnlichen Genuss. Ich habe viel gelernt: über die Akademie, über die Klassengesellschaft, über Schmerz, Bürokratie und Sturheit. Die Menschen haben mich inspiriert, verletzt und geliebt. Und ich habe sie berührt, gehört und verloren.

Es gab Unfälle! Wahnsinnige Storys! Verrückte Situationen, schwierige Angelegenheiten, unerwartete Extremzustände! Das gab’s alles. Und ich werde euch das alles erzählen, wenn es so weit ist. Bis dahin spiele ich Musik vor, die das Jahr 2013 für mich in einem Aufwasch zusammen fasst. Der neueste Mix von DJ Koze nämlich bringt die Vielseitigkeit der elektronischen Musik, die ich persönlich dieses Jahr erlebt habe, auf einen konzentrierten Punkt. Man hört, dass es nicht nur um die einzelnen Songs geht, die unter Umständen gar nicht zusammen passen, sondern um das Gefühl, die Kompositionen und das Ganzheitliche, bei der nicht die Technik, sondern das Gehör gefordert wird.

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December 16th, 2013 Posted in Crystal Meth, Musik | 1 Comment »

Dominator Festival 2013

Dominator Festival 2013

Leider nicht so fleissig, wie ich gerne wäre (bezogen auf die Top 100). Wie machen wir das dieses Jahr eigentlich? Darf ich auch Songs reinbringen, die nicht 2013 veröffentlicht wurden, die dieses Jahr aber erst relevant für mich waren? Interessiert das eigentlich irgendjemanden, wenn die Songs älter sind? Wir sind immerhin nicht bei Pitchfork oder irgendeinem totalitären Magazin. Hier mache ich (hauptsächlich) die Regeln!

So oder so hat es mich in die Vergangenheit katapultiert, als man mir das Dominator 2013 Afterparty Video zeigte. Das Dominator Festival ist ein Hardcore Techno Festival, das vor allem in seiner Größe fasziniert. Man denkt, so überheblich wie man ist, man hätte in Berlin schon jegliche Berührungspunkte zu “neuen” oder “andersartigen” Subkulturen (gerade in der Musik) gehabt, aber dann kommt so eine ausgestorben geglaubte Nummer in den Niederlanden und zerfetzt jegliche Vorstellungskraft, die ich hatte.

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December 10th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Musik | 3 Comments »

TOTD: SATISFY

TOTD: SATISFY

Früher hatte ich Lieblingsbands, heute habe ich Bicep. Jeder Song aus der Diskografie, jede EP, jeder Trailer wurde von mir aufgesogen. Wenn man sich so intensiv auf die Entwicklung eines Sounds konzentriert, dann verliebt man sich immer mehr in die Künstler und in das Projekt. Die Leidenschaft muss aber auch erst geweckt werden. Feel My Bicep, die Stash EP – das war alle schon extrem überzeugend. Aber dass es besser wird, das ist quasi ein unerwartetes Geschenk der Musikgötter.

Nach der flüssigen Buttermelodie von Sacrifice bringen Bicep also jetzt den nächsten, absoluten System-Overload Killerbombentrack raus. Auf der Satisfy EP haben sie es diesmal mit klassischem Italo-House aufgenommen, aber schön gepimpt mit so einem gänsehauterzeugendem Beverly Hills Cop Soundtrack. Kann sein, dass das kitschig ist. Aber es ist auch erwachsen, smooth und düster. Oh, die Melancholie in meinem Herzen, auf dem Dancefloor, mit Tränen in den AUgen,.. ich möchte mich hinlegen vor Freude.

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November 29th, 2013 Posted in Track Of The Day | Comments Off

BARNT

BARNT

Ein Typ, dessen Musik sich genauso anhört, wie er aussieht. Barnt ist irgendwie gruselig. Und der Techno, den er produziert, auch. Aber nicht gruselig wie ein Splatter-Film, sondern anspannend wie ein Thriller mit unsichtbarem Mörder und psychischen Mindfucks. Ich kann das jetzt aber auch nicht so richtig in House- und Technovokabular beschreiben, irgendwas mit MIDI-Geräuschen und intensiven Melodien, die von einem Hypnotiseur zum Töten angestiftet wurden. Ist ja auch egal.

Barnt ist hart und zart und ich steh drauf.

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November 27th, 2013 Posted in Berlin, Musik | Comments Off

TOTD: SACRIFICE

TOTD: SACRIFICE

Vielleicht einer der stärksten Tracks des Jahres. Bicep sind zusammen mit SMD aus diesem zerstückelten Garage-House Ding herausgewachsen und haben tatsächlich so etwas wie eine literarische Erzählung auf die Reihe bekommen. Die Anspannung im Song ist kaum auszuhalten.

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November 18th, 2013 Posted in Track Of The Day | 2 Comments »