Jimmy Edgars Boiler Room Mix

Veröffentlicht September 6, 2011

Kinder, ich sag euch: das war eine fette Party. 60 Minuten Boiler Room mit Jimmy Edgar im Stattbad Wedding. Es war wirklich fantastisch und sollte öfter mal passieren.

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I Would

Veröffentlicht August 13, 2010

Eher wegen den Visuals als wegen dem Song (obwohl der auch gut fett ist, wa) – hier habe ich meinen Sommer verbracht. So en Vogue bin ich schon.

(via)

I Would · Kategorien: Musik · 6 Kommentare
 
 

Reality State Of Mind

Veröffentlicht August 10, 2010

Mein Leben ist ein absurder Traum geworden, der von glitzernden Belanglosigkeiten und Einhornfleisch angereichert wird; er trinkt Feenstaub-Diesel… das ist er, ein Ball aus eingebildetem Konfetti mit schönen Menschen und schöneren Illusionen…

Aber bei näherer Betrachtung findet sich ganz schnell ein IMPOSTOR– es ist nicht mein Traum. Ich gehöre hier nicht hin. Alle Türen sind verschlossen. Jede noch so kleine Bewegung, die ständige Erinnerung, die Nummer Zwei, ich gehöre nicht zu diesen Leuten, ich bin jemand anderes, ein verhallendes Echo, ein Nebel, aus dem ich nicht herauskomme, eine Suche, die nirgendwo endet, eine Geschichte ohne Höhepunkt.

Das, was so magisch wirkt, das ist eigentlich nur die Droge, die sich von meinen Fußzehen bis in meine Augenlieder streckt, ein ewiger Flug der gerade in ein Luftloch geraten ist, ein kleines Fenster nach draußen und eine Wolke auf der ein Schriftzug draufgepinkelt ist:

“Du gehörst nicht zu uns!”

Kein Konfetti, nur Sägespähne.

Aber nein, aber nein, ich will das nicht wahr haben, und sobald sich das Loch schließt, fliege ich wieder hoch oben mit den anderen mit und hoffe, dass sie mich niemals genauer anschauen, denn ich bin kein Adler, ich bin eine Taube, ich bin kein Drache, ich bin eine Eidechse, ich bin kein fliegendes Einhorn, ich bin ein gebrochenes Pony, das im Farbnebel seiner Gebärmutter wohnt, eingelullt von NICHTS, nur Luft, die so aussieht, als könnte sie etwas bewegen.

 
 

the art of love

Veröffentlicht July 25, 2010

Was denkt man, wenn man in Panik gerät? Wenn man in einer riesigen Masse plötzlich anfängt zu schwitzen, hektisch zu werden, wenn man gedrückt und gedränkt wird, der schwere Geruch von Alkohol und Zigaretten in der Luft — vermehrt Schreie hören, losrennen, mit einem kurzen Blick nach unten vielleicht noch ein Gesicht sehen, das leer und ausdruckslos nach oben schaut, reintreten, regelrecht über Wasser halten, den Retter auch noch mitertränken–

Kontrolle – über sich selbst ist schon schwer – aber dann noch über andere. In meiner Gehirnrinde bohrt sich die Frage durch, schleichend und stechend, was hättest du getan – aber ich hätte nichts anderes tun können, die Frage ist nur da, um mich zu sensibilisieren, mein Herz zu öffnen, und nicht einfach nur wegzuschauen — das hättest du sein können, auf dem letzten Rave — Raves, die völlig unorganisiert und unkontrolliert sind. Das hätte die brennende Eisfabrik sein können. Wir sind so verantwortungslos in allem, und dann traf es diejenigen, die der Verantwortung und der Gewissenhaftigkeit vertrauten–

Fragt sich, wer die Verantwortung jemals tragen kann – wenn sogar jegliche strikte Organisation nutzlos wird. Gänsehaut im Nacken– das waren wir. Das sind unsere Leute gewesen, Kids, die den Beat unter der Haut spüren wollten. Keine Druffis, keine Schlägertrupps, keine willkürlichen Kämpfe gegen die Staatsgewalt; nur willkürlicher Tod, der völlig unnötig war, und Konsequenzen, die sich nicht ermessen lassen können. Wenn Worte nicht mehr leer sind. Wenn Eltern stumm zusammenbrechen. Wenn Arbeitgeber fassungslos den Telefonhörer fallen lassen. Wenn Sanitäter nicht von Routine, sondern von absolutem Horror überrascht werden. Wenn sich Beamte verantworten müssen. Wenn die Erde sich weiterdreht für alle anderen, und die Party morgen weitergeht – nur für die Menschen nicht, die heute Opfer für nichts wurden.

Heute gibt es keine Helden. Es tut mir unendlich leid.

 
 

Welche Farbe hat Krach?

Veröffentlicht May 8, 2010

Ed Banger ist längst kein Namen mehr, sondern ein Synonym. Es steht für die konsequenteste Inszenierung elektronischer Musik, die es je gab. Für die reine Eskalation der Feierei. Für Beatgemetzel und Synthie-Terror. Ed Banger ist drei Stunden durchdrehen und dann in irgendeinem coolen T-Shirt von coolcats abstürzen, während ein französisches Model einem die Hand hält. Es ist der hedonistische Nullpunkt. Techno-Rock-n-Roll.

Das französische Label ist eine elektronische Hypefabrik in der die Komposition von Krach perfektioniert wird. Am konsequentesten verkörpern natürlich JUSTICE die Philosophie des Labels, die nach ihrem Debüt-Album und spektakulären Live-Shows zu absoluten Superstars wurden. Deshalb lohnt es sich genauer hinzuhören wenn am nächsten Donnerstag SebastiAn im Rahmen der Levi’s Colors of Noise Tour, das Ed Bangerische Lebensgefühl durch die Boxen des Dice Cubs pressen wird. Der Pariser, jugoslawischer Abstammung, ist seit 2005 dabei und hat sich vor allem als Support der legendären Daft Punk Tour internationale Beachtung erspielt. Ich habe ihn an Silvester in Amsterdam erlebt und kann nur sagen: es gibt hart was auf die Ohren und in die Fresse. Nach seiner Show wird man vollkommen erschöpft in der Ecke liegen und sich fragen wie intensiv Leben eigentlich sein kann. Allerdings bildet SebastiAn nur den Höhepunkt eines elektronischen Gourmet-Abends. Denn die Organisatoren haben das Programm ähnlich gekonnt zusammen geschneidert wie eine gute alte Levi’s 501.

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Luzia/MyFest

Veröffentlicht May 4, 2010

Jeder kennt diesen Moment. Der Meister am Tisch dreht es leiser, es zappelt und es blitzt auf, aber es kommt noch nicht. Die Anspannung macht sich in den Gesichtern der Teilnehmer breit. Eine Unruhe entsteht, die Beine und die Arme wippen mit dem Drang nach mehr, nach schneller, nach jetzt oder nie. Dann kommt es, wie ein Donner, der Bass kracht runter, die Füße berühren den Boden nicht mehr, die Welt verstummt und spielt sich nur noch in Zeitlupe ab während Arme in die Luft fliegen, Augen geschlossen und kleine, lachende Münder gezaubert werden. Alles hält an. Gedanken und Gefühle, Leben und Tod. Der völlige Verlust von Verstand und Vernunft. Alles für diesen Moment aufgespart, für diese Welt aufgespart, wo Schreie nicht gehört werden. Alles aufgestaute Frust und Wut in Liebe und Musik und Ekstase verpackt und für einen Moment in den Himmel geschrien. Alles, während der Beat unsere Vernunft zersägt.
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DJ Play That Rave Arpeggio

Veröffentlicht March 21, 2010

Nosaj Thing, der versprochene Killerabend, es kostet mich meine ganze Kraft das zu sagen: ausgefallen. Wir haben den Abend noch recht erfolgreich verbracht, ja, aber nichts konnte die Vorfreude kompensieren, nichts die bittere Enttäuschung ruhig stimmen. Als die Sonne aufging prasselte es Regen auf unsere Clubköpfe hinab, frei nach dem Motto: es ist noch nicht so weit, der Sommer ist noch nicht da, der Rave noch nicht ready.

Aus Last Night The DJ Saved My Life wird “Oh DJ, Where Art Thou?” und einem großen Wochenende, welches den Händen und Köpfen der elektronischen Musikmachern gewidmet war, wurde ein Stück Belanglosigkeit, von kleinen Wassertropfen des Hauptstadtfrühlings weggeschwemmt…

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DJ Play That Rave Arpeggio · Kategorien: Berlin Musik · Comments Off
 
 

Airen

Veröffentlicht March 7, 2010

Gekauft habe ich mir das Berliner Techno-Protokoll STROBO von Airen nur, weil ich es als gerecht empfunden habe, jemanden zu unterstützen, der ohne den merklich nachwirkenden Versuch der Rechtfertigung einen Lebensabschnitt dokumentiert hat, für den sich kein Mut der Welt lohnen würde.

Die Tatsache, dass STROBO kein Roman ist, das irreal und exzessiv diskutierte Debütwerk einer zu jungen Autorin jedoch schon, lässt jeden inhaltlichen Vergleich beider Werke völlig absurd erscheinen. ROADKILL ist wahrscheinlich um Klassen besser geschrieben, mit mehr Schmalz und mehr Überlegungen, wie ich mir hab sagen lassen, allerdings ist ein Protokoll wie STROBO nun mal ein Protokoll.

Der Reiz an STROBO war für mich eben genau dieser Aspekt.

Ist das Protokoll lesenswert? Oh mann, ja. Ist es. Während des Lesens der vielen unendlich scheinenden Redundanzen, der stillstehenden Zeit – eher der respektlosen Außerkraftsetzung eines Gefühls dafür, kamen mir im Gedanken an den Zuhälter- und Einsamkeitsbericht DER MINUSMANN von Heinz Sobota, in der am Ende vor allem das einem nagt, das ich eingangs erwähnt habe: Keine Rechtfertigung.

Am Ende von STROBO gibt es ein Nachwort von Bomec, das mich ganz eigenartig berührt hat. Warum, weiß ich einfach nicht.

Ich habe viele Bücher gelesen, die so viel mehr zu sagen hatten, als STROBO. Berichte, die ebenso authentisch wirkten, wie das Techno-Fragment des Airen.

Bücher, die im Regal verstauben und gute, gelesene Bücher bleiben. Mehr nicht. Bücher, die ich Freunden empfehle. Oder Bekannten.

Bücher wie DER MINUSMANN oder STROBO kann ich allerdings nicht einfach so empfehlen.

Sie bleiben in der Erinnerung kleben. Ich fasse sie nur fasziniert und flau im Bauch wieder an. Sie sind das, was ich nicht begreife. Sie machen mir komische Gefühle, Gedanken und stellen gerade wegen der authentischen Nähe eine erbarmungslos laute Distanz zwischen mir und fremden Welten her.

STROBO hat mich irgendwie bezwungen. Letzte Seite, Buch zuklappen und ungesehene Bilder vergessen. Und die Gedanken, ob das alles wahr ist, einfach beiseite schieben. Faszination, Ekel und Lachen. Das, was viele in ihrem Leben benötigen (wollen).

Es ist und bleibt etwas Einzigartiges. Und wir glotzen drauf und sitzen am Ende verwirrt da. Das, was so ein Protokoll beabsichtigt, kann kein Roman dieser Welt. Und das soll er auch nicht.

Umso interessanter wird es ab Ende März 2010, wenn Airens Zweitwerk in mein Bücherregal wandert: I AM AIREN MAN.

Ich bin gespannt. Denn es handelt sich hierbei um einen ebenso wahrscheinlichen Bericht über Wahrheit, Exzess und Subjektivität. Worin in jedem dieser drei Dinge wohl die Fiktion ebenso zuhause ist. Es ist ein Roman. Von einem Schriftsteller. Nicht wie in STROBO, an dem sich jeder Vergleich zerreibt. In dem kein Schriftsteller schreibt, sondern ein Erzähler festhält.

Exzessiv.

(via Deef Pirmasens)

Airen · Kategorien: Berlin Inspiration · 4 Kommentare
 
 

Politik und Kultur in Berlin

Veröffentlicht September 10, 2009

Dieses Wochenende geht einiges vor sich in Berlin, aber um den Fokus nicht immer nur auf die großartigen Partys zu legen, die ich regelmäßig verpasse, will ich euch heute auch einige persönliche Anliegen ans Herz legen.

Demo in Berlin

Noch nie habe ich so ein Zusammengehörigkeitsgefühl erlebt wie im Streit um die Datenschutz- und Zensurpolitik der großen Parteien. Während es zur Fußball WM 2006 zwar ein Stimmungsbad der Euphorie gab, fühle ich mich als (fast) Einundzwanzigjährige zum ersten Mal als Teil von etwas, dass mich wirklich bewegt und beschäftigt. Dabei ist nicht nur der politische Diskurs der größte Reiz- für mich ergeben sich hier auch viele ethische und philosophische Fragen, gerade in Bezug auf den Staat, auf Gewaltenteilung, auf Machtverhältnisse. Und ähnlich, wie man in der Wirtschaft das Große und das Kleine (grob ausgedrückt) auf die Marko- und die Mikroökonomie verteilt, so ziehe ich Schlüsse, die auch psychologisch interpretiert werden können. Das ist wichtig für mich und mein Leben, und ich würde so weit gehen zu behaupten (oder zu “manifestieren”), dass es auch wichtig ist für meine Generation. Es ist wichtig, aufzustehen und zu kämpfen. Immer. Es ist jetzt besonders wichtig, weil die Gefahr so akut ist. Es war aber auch schon immer wichtig, das merken wir erst jetzt.

Das also erstmal von mir dazu. Politik kann verdammt langweilig sein, aber auf einer Demo gibt’s immer gut zu feiern. Und deshalb möchte ich die ganzen Berliner und diejenigen, die es gerne wären, darauf hinweisen, dass am Samstag die riesige “Freiheit Statt Angst” Demo stattfinden wird. Diese Demo wird um 15 Uhr am Potsdamer Platz beginnen, und ausführliche Details gibt es bei netzpolitik.org.

Für alle Blogger sei auch noch Piratenblogger.de vorgestellt. Wer ein Pirat mit virtueller Stimme ist, sofort eintragen!

Wer nach der Demo noch Lust und Laune hat, kann sich ja das ganze Wochenende und noch bis zum 20. September auf dem Internationalen Literatur Festival vergnügen, das leider ein bisschen untergegangen ist. Es ist interessant, wie mittlerweile alles mögliche an Gesocks zu wahllosen und überflüssigen Bar-Camps schlurft, um mal wieder zu “networken” — für was, weiß man noch nicht mal so genau –, aber diese kleinen, wunderbaren Kunstereignisse werden völlig außer Acht gelassen. Gerade für Schreiberlinge, die die meiste Zeit über getippte Buchstaben kommunizieren, ist das doch mal die Gelegenheit, von der 140Zeichen-Zwangsfütterung wegzukommen.

Wem das aber alles nicht genug ist: am Freitag legen Moonbootica im Watergate auf. Ab 24 Uhr geht’s da los, Dresscode ist wahrscheinlich so wahllos und ungerechtfertigt wie immer, es wird erstickend heiß da drin und viel zu teuer sein. So ist das mit dem Watergate. Aber für Moonbootica nimmt man ja auch das Leid in Kauf.

 
 

History of House Music

Veröffentlicht September 7, 2009

Es gibt etwas, dass sich jeder reinziehen sollte, der mich ständig mit falschen Begriffen nervt: House ist nicht Techno und auch nicht Electro und auch nicht Trance und eigentlich habt ihr eh keine Ahnung. Ganz schön daher die Doku “History of House Music”, die bei YouTube aufgetaucht ist.

Die restlichen Teile: Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 | Teil 7 | Teil 8 | Teil 9 | Teil 10 | Teil 11 | Teil 12 | Teil 12a | Teil 13 | Teil 14 | Teil 15 |

[via Glaserei]

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