Terius Nash

The-Dream ist nicht ein altbackener Usher, der jetzt (genauso wie Swiss Beats oder Rihanna) auf den “oh mein Gott RAVE IS THE NEW SHIT” Trend aus der USA aufspringt. Das schöne an The-Dream ist, dass er dem kitschigen, melodischen R&B seiner Zeit treu bleibt, seine Lyrics in Liebessaft tränkt und dann Frauen mit widerlicher Romantik bezirzen möchte. Wenn man aber hinter den Horizont der Klischees blickt, merkt man schnell, dass er sich auch auf Experimente einlässt, kleine Ausschläge in einer geraden musikalischen Kurve. Mit seinem aktuellen Alter Ego Mixtape “Terius Nash” beweist er, wie Vielfältig R&B/Hip-Hop heute ist. Fick dich, Usher, dafür dass du dich beugst um von Pop gebumst zu werden. Und mit Pop meine ich schlechten Mainstream-Geschmack. Alicia Keys, du dumme Nutte.

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht jeden Track von Terius Nash / The-Dream feier als wäre es Prince. Im Gegenteil- einiges ist ein bisschen too much, anderes zu crazy. Aber an keiner Stelle fehlt die Innovation, das finde ich schön, das finde ich rund. Und er bleibt durchweg konsequent bei dem, was er macht: Experimente ja, sich wie David Guetta anhören nein. Soviel Konsequenz muss eben belohnt werden, von mir. Und irgendwie macht es ihn ja nur sympathischer, dass er ein Pummelchen ist, das gibt ihm den Credibility Bonus. Ich glaube ihm vielmehr als Usher, dass er Herzschmerz empfindet und sensibel ist. Aber eigentlich steht der obige Song – This Shit Real Ni**a für sich selbst ganz gut. Und Pharrell? Der beweist, dass er auch mehr kann als nur gut aussehen. Obwohl das bei ihm auch ausreicht. Ich weiß auch nicht, was ich hier erzähle. Es war ein perfekter Sonntag und ich bin leicht verstrahlt.

September 25th, 2011 Posted in Musik | 2 Comments »