Nachdem ich heute morgen um halb drei ins Bett gefallen bin (gefühlte Jahrzehnte im Zug zwischen Schönefeld und Wedding) und dann noch nicht mal einschlafen konnte, weil ich die ganze Zeit an die Berge von Arbeit denken musste, die mich nur vier Stunden später erwarteten, bin ich immer noch latent zerknatscht und lasse daher erstmal Bilder für meine aufregende Reise sprechen:



Nachdem das alles gesagt wurde, hier noch einige erwähnenswerte Anekdoten:
Tapas. Tapas waren die einzige Motivation, bei nuklearem Winter das Haus zu verlassen. Tatsächlich ist dieses Konzept von kostenlosem Essen beim Sozialisieren (sprich: Saufen) ein gänzlich großartiges Prinzip. Irgendwann war es auch so weit, da habe ich wildfremden Leuten Bier ausgegeben, um mir die dazugehörigen Tapas zu klauen.
Real vs Barcelona. Es mag zwar nicht das schönste Spiel der spanischen Liga gewesen sein, aber immerhin war es 90 Minuten lang interessanter als das Wellness-Fußball unserer Nationalsport-Gemeinde. Ach, was erzähle ich da; ich würde mir auch 52 Wochen lang Bahn-TV mit Vergnügen in die Birne ballern, solange nur Casillas in jeder Sequenz zu sehen wäre. Casillas, Torhüter von Real Madrid, vielleicht auch der schönste Mann der Welt.

Madrid. Bei Weltuntergangswetter sieht diese Stadt ungefähr genauso charmant aus wie Tottenham. Durch meine ausgeprägte Fantasie konnte ich mir zwar in etwa vorstellen, welche vollbusigen, elfenartigen Wesen da durch den Sonnenschein im Hochsommer spazieren und wie sich schöne Menschen im Park zärtlich lieben, aber ich hatte nicht viel Geld bezahlt, um mir Dinge vorzustellen, also bin ich im Regen durch Pfützen marschiert und habe frierende Spanier mit meinem guten deutschen Pelz zugedeckt.
Wir haben ein paar Schritt gen Tourismus ausprobiert, waren nach einigen Stunden aber wieder zu faul und haben uns stattdessen wieder an die Tapas rangepirscht (“No Jamon, Motherfucker!!”) und das ganze Wochenende mit Filme gucken und Karten spielen verbracht. Das war’s auch schon. Als Hauptgewinn gibt’s eine Erkältung oben drauf. Um mich selbst zu trösten gibt’s jetzt noch mal ein Bild von Casillas:
