TOTD: CAME THROUGH / EASILY

TOTD: CAME THROUGH / EASILY

Hall-oh baby. Was ist das denn für ein geiles Gerät? Ich bin ja immer sehr dankbar für den Lyric-Service in Videos, aber das hier ist mehr als nur Mitlesen. Meine zwei Favorites Mac Miller und Ab-Soul mit Chuck Inglish auf einem ziemlich smoothen Ding. Ob man dazu twerken kann?

(Mir wird ja in den letzten Wochen und Monaten oft vorgeworfen, ich hätte Rap vergessen. Hab ich nicht. Ich geb auch nicht auf. Aber irgendwie ist dieses Trap-Beat-Gedöhns auch vorbei. Es gibt Phasen in Rap, die langweilen eben. Wird aber wieder anders, versprochen.)

Ich bin dann übrigens über’s Wochenende in Amsterdam auf dem wohlbetitelten “ADE” a.k.a. Amsterdam Dance Event. Rappen üben. Easily.

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October 18th, 2013 Posted in Track Of The Day | 1 Comment »

An Echo From The BEAST COAST

Während das 3rd Eye Indigo Schlagmichtot-Movement (in das ich irgendwie auch Macklemore, den alten nischenbefriedigenden Hampel, stecke), also die sogenannte Beastcoast, irgendwie ein Reaktanz-Phänomen auf gut gelaunte Oberflächlichkeiten mit Goldbarren in der Fresse (hallo, A$AP Rocky) zu sein scheinen, ist die viel interessantere Sphäre des “irgendwodazwischens” komplett ausgeblendet worden. Die Kids sind ihrer eigenen Tiefgängigkeit auf den Leim gegangen, mögen sie zwar nicht über Kokain und Waffenbesitz rappen, aber immerhin dieselben Jordans coppen, die ihre einstigen Vorbilder schon mit Stolz trugen. Anders ausgedrückt: Bescheidenheit täuscht nicht darüber hinweg, dass alle denselben Traum von Reichtum und Bitches verfolgen, die einen machen es nur bewusst, spielen eine gern gesehene Zuhälter-Rolle – das Rotlichtviertel in der sonst sehr aufgeräumten Stadt, jeder weil es ab und zu besuchen, aber keiner möchte wirklich ein Stammgast sein -, und die anderen sind die subtilen, eleganten Rooftop-Bars, wo sich genauso elegante Menschen dann durch versilberte Strohälme das weiße Püderchen durch die Nase ziehen.

Herzlichen Glückwunsch. Oder wie es bei Kanye To The heisst: Just kids who want to appear more intelligent than they are.
Etwa das Gegenteil von dem, was Lil B sich vorgenommen hat. Der behauptet ja immer noch, dass er Liebe und Weltfrieden verbreiten will. Well, that’s fucking interesting. Wie dick ist der Deckmantel der ironisierenden Kunst, wenn der Typ am Ende auf der Bühne sechzehnmal hintereinander “BITCH SUCK MY DICK I WILL FUCK YOU IN THE ASS” skandiert? Naja, heben wir uns das für den nächsten Wutausbruch auf.

Ich liebe The Underachievers. Shit, die haben’s drauf, die rappen da Großartigkeit zusammen. Aber wie spirituell ist denn deine Goldkette? Nein, nein; mir geht’s nicht um das Verbot für den Konsumrausch. Aber hier steht die Mission fett in schwarzen Lettern über den sommerlich angeschienene Highway geschrieben: wir wollen deine Erleuchtung sein. Wen wollt ihr erleuchten? Die Kids, die sich nicht mal euer Weed-High leisten könne? Cats be crazy. Dann lieber eine individuelle Abhandlung mit Konzeptalbum, Hashtag Kendrick Lamar. Dem kann man dank seiner inflationär beschissenen Pop-Features auch nicht mehr so richtig Authentizität nachweisen, aber who gives a fuck, das Werk steht ja für sich. Eine schöne Geschichte, this or that.

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July 18th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Gangster, Musik | 1 Comment »

Skating with William Spencer

Wie ihr wisst, bin ich professionelle Skateboarderin. Für meine fiesesten Tricks habe ich Tony Hawk als Stuntman eingestellt, weil meine wunderprächtigen D-Size Boobies sonst in der Luft auf und ab schwabbeln. Schwabbeldi schwabbeldi schwa schwabbel, schwabbel, s-s-skating like skaters my deck has a tribal. Ass Ass Ass Ass Ass Ass.

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December 12th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | Comments Off

Pause Da 90s

Liebe 90er. Ich vermisse euch. Ich vermisse den Samstagmorgen, an dem ich mich schon ganz früh aus dem kuscheligen Bett schäle um früher im Wohnzimmer zu sein als meine Brüder, um die ultimative Macht – die Fernbedienung – für mich zu haben. Ich vermisse es, dass meine Mutter schon freitags die Cornflakes und die Milch so hinstellt, dass ich auch ran komme. Ich vermisse die Pyjamas, in denen ich mich auf den Teppich gesetzt habe, mit perfekt eingeweichten aber noch knusprigen, bunten Cornflakes, den Fernseher einschaltete und mich stundenlang von den schönsten Fantasiewelten Nickelodeons berieseln ließ.

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October 29th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | 5 Comments »

All Gold Everything

Trinidad James? Wo findet eigentlich die Königin von Tabor immer diesen heißen Scheiss? Ich spare mir die Fragen und gehe einfach direkt zum Highlight meiner mit Gold bestückten Tage. Stay freshest.

Und ey, diese Versace Loafers… Wunschzettel-Material. Kann das mal bitte jemand dem Winkel zeigen?

October 17th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

Del Boy – Wish Me Luck Mixtape

Was er macht ist nicht nur fresh, weil er alles mit seinem wunderbaren englischen Akzent besetzt. Es ist auch ziemlich fett, weil er kontemporären Hip Hop für seine Werke benutzt und den Beats von The Weeknd und Clams Casino einen neuen Anstrich liefert. Statt sich von Soca, Garage und Grime zu nähren oder in der Schatzkiste alter verstaubter Beats zu ertrinken, nimmt Del Boy eben das, was wir sowieso gerade hören. Was er gerade hört. A$AP Rocky und Kanye West spielen eine Rolle für ihn, das hört man heraus, ohne viel wissen zu müssen.

Alles ist noch sehr rudimentär, aber Del Boy hat unglaubliches Potenzial. Seine Lyrics sind ehrlich und roh ohne das Aufbauschen durch diesen Style-Scheiss, der einem immer noch am meisten Erfolg verspricht. Seine Lyrics lesen sich wie Gedichte, erst sein Flow bringt sie wirklich durch. Es gibt keine Wortspiele oder Hashtag-Raps, es gibt einfach nur so eine gewisse Authentizität, nur semi-gute Reime, aber unendliche Ozeane voller Möglichkeiten sie für sich zu erobern und zu verinnerlichen.

Trotz der Schwächen überzeugt er mich. Ich hoffe, dass neben ihm noch weitere junge englische Kids sich anstecken lassen. Hier geht’s zum Download von “Wish Me Luck”. Auch sein Debüt, “Even on Sundays”, ist nicht von schlechten Eltern. Ich kann einfach nicht aufhören damit, seine Tracks zu spielen. Mein persönlicher Held, mein kleiner Balsam für die Seele.

Ich hoffe, er wird eine gesunde Karriere haben. Und dann macht er ja auch die Videos für seine Kollegen. Und alle fahren diesen krassen Style… so entspannt und deep, zum verlieben schön. Vielleicht habe ich mich ja auch ein bisschen verliebt. Scheiss auf Bling Bling.

/Love Proof/
Pain and pleasure …….
I wonder what smart ass thought it`ll be cool to put those together
I hope that he knows he`s got main role in all the terror
and that he`s rule got me feeling unlike a normal fella
shit , my heart beats , my palms sweat
my brains full of memories which now are regrets
feeling indecisive and I don’t even like it
president of our situation, I feel betrayed by vices
how`d you do this , what you don’t love me no more
what you had a night out with friends and that’s what made you feel unsure
cause I recall I gave you comfort when you were insecure
gave you my hand before , but now you show me claws
lost in love, definitely lost in it
the old me would’ve brushed it off , but this new one seems too rigid
if it was someone else ill be the one saying just move on with it
but its two different things looking or being the image
…..and personally I fucking hate this painting
man , im tough shelled but a woman caused it breaking
so im picking up the pieces thinking I don’t fucking need this
telling my guys im over her but they fail to believe it
so do I , but then the months went by
getting thrown at a party is where I caught her by surprise
….but I don’t give a fuck so pour that dissy and that c-b in my paper cup
take it to the rim , in my drink I will swim
you were bad for my life , call it washing a sin
so I looked in the mirror and to myself I swore
that I will never open up to a girl anymore .

June 20th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

Clarity

Wenn ich jetzt sage: “Oh Shit, die Dinge wiederholen sich”, dann ist das diesmal mehr als nur ein seltsamer Moment, bei dem ich nostalgisch in die Vergangenheit und parallel dazu auch erwartungsvoll in die Zukunft blicke. Dude, diesmal ist es wirklich ernst: und plötzlich reden auch Leute über Schicksal und Fügung, die sonst eher dem ganzen skeptisch gegenüberstehen. Aber es gibt keine Zeichen, die es zu deuten gäbe. Es gibt nur den Willen zum Wollen und die Ehrfurcht davor zu was ein Mensch alleine fähig ist. Und natürlich die undankbare Relativität: endlich passiert all das, was ich mir erträumt hatte (mit naiven 15 Jahren), und doch beschäftigt mich das nur am Rande. Viel wichtiger sind die Dinge, die sich dazu geschlichen haben. Klein und leise, still und minimal berührend, geben sie den Ton an, bestimmen sie den Hintergrund und werfen sie Fragen auf, die man sich mit einem Herz voller Liebe oder Trauer – je nachdem – nunmal stellen muss. Am Ende bleiben nur folgende Tatsachen: wir träumen alle von Pinguinen, die auf der Akropolis tanzen. Und: wer nicht kifft, hat schon verloren.

May 4th, 2012 Posted in Gangster, Musik | 3 Comments »

Vom Bordstein zur Tiefgarage

Zu einer guten Party gehört eigentlich nicht viel pompöser Schnickschnack; man will ja bescheiden bleiben. Erfahrungswerten persönlich erhobener Statistiken nach sind diejenigen Partys am erfolgreichsten, die tatsächlich nicht in einem Club stattfinden, sondern den Charakter einer wilden Übernahme haben. Draußen im Park, in der U-Bahn, in einer Sparkasse, unter der Brücke, in einem Kleiderschrank oder eben in einer Kreuzberger Tiefgarage. Scheissegal, Hauptsache, alle haben Bock (Bonuspunkt für Hip Hop). Die netten Party-Philosophen von der Proud haben das vor einigen Wochen ganz ordentlich hinbekommen. Das war von Musik hinterlegte Party-Atmosphäre, bei der die Kinder endlich raus zum Spielen kommen konnten, ohne von zu coolen Glotzern oder gar der Polizei gehindert zu werden. Das Video dazu gibt es hier (exklusive Facebook-Shares sind scheiße), und ich erinnere gerne an den kollektivinternen Plan, diesen Sommer noch mal eine eigene kleine Fete zu organisieren.

(Wie schön (und creepy) es eigentlich auch ist, in unserer heutigen Zeit, von jedem kleinen Schnipsel Erlebnis auch noch eine audiovisuelle Erinnerung zu haben. Das macht es vor allem leicht, Menschen zu stalken, seine Kinder zu beeindrucken und sich selbst am Kopf zu kratzen und zu fragen: shit, was hab ich da eigentlich gemacht und wie bin ich wieder nach Hause gekommen?)

March 31st, 2012 Posted in Gangster | 1 Comment »

TERRA X

TERRA X BBC ZDF Doku Eisige Welten

Ich spüre, wie sich das Universum ausdehnt, wie sich Raum und Zeit in alle Richtungen erstrecken. Diese mir sonst versperrte Vorstellung wird greifbar, denn ich habe mich in den letzten Tagen sehr ausführlich mit der Ruhe und der Beständigkeit der tiefsten Punkte meiner Seele auseinandergesetzt. Mir ist richtig beschissen langweilig. Die Grenzen zwischen Langweile und Depression können an Weihnachten schon mal verschwimmen- mir bleibt nichts anderes übrig, als fest an das Ende dieser Tage zu glauben.

Denn an Weihnachten bleibt die Zeit in diesem Haushalt stehen. Gemessen werden keine Stunden oder Minuten, sondern nur die Momente, an denen man sich nicht vor Langweile umbringen möchte. So friedlich und still das kollektive Nichtstun auch sein mag, wenn sich der aufgewirbelte Staub denn erst Mal legt, erkennt man auch, wie dreckig der Boden eigentlich ist. Und dann bindet sich dieses widerliche Gefühl davon, wie das Universum nicht aufhört, noch größer und mächtiger zu werden, an das Gefühl, bei den Eltern zu Hause zu sein. Das sorgt dann für dieses trügerische Heimweh, eine Art Kausal-Wahnsinn der sagt: hier bist du nicht zu Hause, und wenn nicht hier, dann kannst du dir ja auch irgendwo einen Ort aussuchen, und an dem wirst du definitiv glücklich.

So denke ich an das letzte Weihnachten, welches ich mit meinem Arsch nach oben auf dem Grill von Bali verbrachte; an eine Reise, die in mir genau dieses Gefühl der Einsamkeit manifestierte, dieses “nicht klarkommen”, wenn man nicht ständig NOISE NOISE NOISE um sich herum hat. Alltag, Stress, Freunde, das ständige Gelaber, To Do Listen. So widerlich diese Routine auch sein mag, sie überdeckt die eigenen Schreie. An Weihnachten kann man es rein aus Gründen der Infrastruktur nicht umgehen. Und wenn man selbstständig auf sein eigenes Hotelzimmer in Kuala Lumpur geht, nach erfolgreichem Tag im Ausland, nach unheimlich vielen tollen Begegnungen, und nichts mehr außer kahlen Wänden und einem nicht ausreichend funktionierendem Ventilator existiert, dann verkrampft sich alles und man erkennt, dass man sein zu Hause mit Sicherheit nicht alleine finden wird. “Alleine” ist ein Trugschluss, und die Einsamkeit in diesen Momenten im Keller aller Gedanken sorgt dafür, dass ich das weiß.

Anders gesagt: die Länge meiner bewusstseinserfüllten Tage richtet sich danach, wie gut oder schlecht das Fernsehprogramm ist. Der ZDF zeigt gerade die Terra X Doku über unseren eiskalten Planeten, die man sich auch online angucken kann. Die Bilder sind wie ein Traum, den man nicht verpassen sollte. Über die Mediathek-App kann man sich die Folgen sogar runterladen, sobald sie ausgestrahlt wurden. Weihnachten ist also auch nächstes Jahr für 3 Stunden gerettet.

December 26th, 2011 Posted in Gangster | 2 Comments »

Watch The Throne

Sind sie nicht süß, diese alten Männer? Wie sie freudestrahlend auf einen Runway laufen und eine Art Choregraphie hinlegen, die sie nicht als harte Typen, sondern als interessante Entertainer auszeichnet? Wie sie, ich fasse es nicht, “crazy” voll aussprechen und nicht zu “cray” verstümmeln (wobei ich den innovativen Aspekt dahinter ehrlich gesagt nicht abstreiten möchte). Wie sie in Ledermontur (Kanye, du Fashionmonster – und die göttlichen Air Yeezys, diese fantastischen Dinger, die ich niemals besitzen werde) triumphieren und die Versace x H&M Jacke aus der aktuellen Kollektion mit einem Extra-Grinsen Erwähnung findet…

Die Musik selbst, mit diesem elektronischen Rumgewabere am Ende, das so ein bisschen an Skrillex’ Nicht-Dubstep, Nicht-Elektro Talent erinnert, aber auch die Plattform – wer ist die Zielgruppe für Victorias Secret Fashion Show? Harte Gangster-Typen? Hm – ist so ein bisschen der Abgesang auf die Einschränkungen, die dem Hip Hop in seiner Geschichte widerfahren sind. Wenn Mutti und ihre Töchter zu Kay & Jay abgrunzen können, dann kann das jetzt jeder. Das mag vielleicht keine überraschende Entwicklung sein, weil vor allem Kanye die Marketingfläche nicht unwesentlich gedehnt hat mit seinen Pop-Ambitionen (und ey, wenn Jay-Z nicht seit jeher eingänglich war, wer sonst?). Ich finde es trotzdem erstaunlich, wie schön sich das ganze in die Szenerie einfügt, so natürlich, als wäre es nie etwas anderes gewesen. Irgendwie so, als wäre der nächste Stopp bei Wetten, Dass? // es wundert mich nicht, wenn es da einen nervigen Drang gibt von Kids, unabhängig der Herkunft, anderen “rebellischen” Kids zu folgen, die zwar nicht minder den Erfolg haben wollen, aber dabei noch ein paar Leuten in die Fresse spucken möchten (ie Odd Future wollen Wu-Tang sein). Fragt sich, ob es am Alter von Hip Hop liegt (“endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen”) oder eben am Alter der anführenden Künstler… (was übrigens nichts über die Qualität von The Throne aussagen soll).

PS: Das Hip Hop Künstler noch mal Gianni Versace “neu” auftragen würden- wer hätte das schon gedacht.
PPS: Ich will diese Jacke. Ich will, ich will, ich will.

December 1st, 2011 Posted in Musik | 6 Comments »