Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick

Jetzt wo Trap und Hip Hop und die ganze Rap-Revolution und damit auch die SoCa-Beats und UK-Kram und Garage und 2Step und Notting Hill Carnival und all diese interessanten und exotischen Dinge auch im Alltag angekommen sind, müssen wir auch Daggering noch mal zur Sprache bringen. In diesem kleinen Film sieht und hört man alles was essentiell für das Verständnis dieser Tanzrichtung ist.

Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick from Insight Clothing on Vimeo.

Ey yo fuck it. Hier gibt es zwei Sachen zu lernen: 1. Daggering ist verdammt verrückt, und das nicht nur für den “Uh, ich komme aus Deutschland und ich bin total bieder was Sexualität in der Öffentlichkeit angeht” Maßstäbe, sondern auch für so ziemlich alle anderen. Daggering, die ABC-Massenvernichtungswaffe unter den jugendlichen Freizeitaktivitäten die gegen die Erziehungsberechtigten gerichtet ist! Da war das Geklimper der Beatles von wegen Freiheit und Drogen nichts dagegen. No copy, alter. Wie viel Willenskraft muss ein friedlicher Mensch besitzen, um bei so viel Trockensex nicht gewalttätig zu werden?

Meine Leidenschaft für Reefer, karibische Beats, Daggering und Diplo waren bisher kein Geheimnis und ich werde mich auch zukünftig nicht davon distanzieren wenn Major Lazer weiterhin solche verräterischen Videos produzieren (siehe Get Free, siehe Express Yourself) und damit eine Horde weißer Jugendlicher auch in Bad Schwalbach dazu bringen sich dem Daggering anzunehmen. Ich hoffe so hart, dass dieser Tanzstil nach Jumpstyle der nächste Trend wird. Akward Junge reibt seinen Schritt an das flachbusige Mädchen mit Sommersprossen während im Hintergrund die Radiowerbung von Obi oder irgendeinem anderen Bauhaus läuft. Jabadaiai Yippie Yippie Yay. Ausnahmezustand auf deutschen Schulhöfen.

Ach ja, Lektion 2: so macht man gute Werbevideos.

August 31st, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Musik | 1 Comment »

MERCY

Ein ausgewogener wenn auch nicht kritikloser Bericht zum Watch The Throne Konzert und der extremen Reise nach Frankfurt und zurück wird folgen. Doch erstmal lassen wir Yeezy einen seiner besten und fettesten Teile der letzten Monate pumpen. Das Video spricht mich und mein arabisches Erbe hart an. Der Style ist bombastisch. Ich liebe ihn. Ich liebe ihn einfach. Fuck the haters. GOOD MUSIC.

June 6th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

Sunshine

Irgendwie zynisch und seelenlos, aber notwendig und aufregend: so wird die Werbeindustrie, die “Werbung” generell in der Kurz-Dokumentation “Sunshine” dargestellt. Der Amerikaner, der in Shanghai Fast Food Werbung für McDonalds verkauft, erzählt von seinem Alltag bei seiner Arbeit in dieser schön gemachten Mini-Doku.

Werbung ist ein faszinierendes Feld, und nicht zuletzt weil jeder der potenzielle Empfänger von Werbung ist, sondern weil sie unüberwindbar geworden ist, tückisch und schleichend. Genauso hat die Branche selbst etwas magisches an sich: unendliche Ressourcen, schmerzhafte Kreativarbeit, die Leiden junger Menschen, die sich in moralischen Konfliktzonen bewegen müssen, die Drogen, der Wahnsinn, das Abheben, und am Ende ist es wie in vielen anderen Branchen auch: keiner weiß so richtig, was er tut, aber man tut, und das nennt sich dann Arbeit.

March 23rd, 2012 Posted in Gangster | Comments Off

A LOOK BACK AT NIKE

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass Nike meinem Stil seit Jahrhunderten Pate stand und mich in all meinen Lebensentscheidungen beeinflusst hat… dieser Verdienst gilt immer noch vielmehr Radiohead, speziell ihrem einen Album The Bends, welches mich bisher durch noch jede Krise begleitet und zu einem (hoffentlich) besseren Menschen geformt hat. Allerdings habe ich eine ganz persönliche Beziehung zu Nike aufbauen können, die gerade im letzten Jahr einen Dualismus meiner Persönlichkeit herausarbeitete. Nike ist meine Sünde, mein Junk Food, ich weiß, dass dieses Corporate Monster mir bisher nichts gutes getan hat und nicht mal Schuhe in meiner Größe produziert, aber doch, oh doch, meine Liebe. Wie ich letztlich schmerzhaft erfahren musste, ist so eine Liebe selten begründbar und noch seltener rational. Ich gebe mich damit jetzt einfach zufrieden. Hier ist ein schönes Video. Die Musik ist scheisse.

February 15th, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Konsumbehindert | Comments Off

HANGING ON

Sie riss ihre Augen auf. Ihr Puls bewegte ihren Atem zu einem schmerzhaften Dauerlauf der Angst. Panisch blickte sie sich um, immer noch unwissend, ob sie sich in einem Traum oder in der Realität befand. Sie suchte nach dem Schalter, der das Licht in ihre Welt bringen sollte, doch der Tastsinn war ihren verschwitzten, zitternden Fingern entsagt worden. Mit einem Griff an ihre Brust, dort wo ihr Herz verborgen lag, fragte sie sich, was nach dem schnellen Atmen kommt, wenn das Gehirn nicht mehr Sauerstoff aufnehmen kann? Wie groß die Angst vor dem Fall sein kann, wenn man schon längst aufgeschlagen ist? Was passiert, wenn es plötzlich nicht mehr um offene Wunden, sondern um fehlende Beine geht? Wie lange kann man seine Augen vor der Dunkelheit verschließen, bis sie vergessen, sich je wieder zu öffnen?

Sie konnte sich nicht unter Kontrolle bringen und weinte, und weinte, und weinte, und wünschte sich einen fernen Traum zurück, den sie ihre Vergangenheit und ihre Zukunft und ihre Gegenwart nannte, überall und alles, nur nicht hier und das, und schlief schließlich ein mit dem Wunsch, nie wieder zu erwachen.

January 21st, 2012 Posted in Crystal Meth | 1 Comment »

DRAKE -The Motto / Official Video

Ich kann mich, trotz des widerlichen Versuches, “relay” mit “YMCA” zu reimen, nicht gegen The Motto versperren. Catchy, cocky und lebensbejahend wie gewohnt. Man kann ja immer auch ganz gut über die Inhaltslosigkeit hinwegblicken, solange die Delivery stimmt.

December 22nd, 2011 Posted in Musik | 1 Comment »

Cocaine

Das nicht nur Tyler, The Creator und Hodgy Beats aus der Monsterschmiede der Hip Hop Bombe ODD FUTURE WOLF GANG KILL THEM ALL produzieren und im entferntesten Sinne auch rhymen können beweist Syd Tha Kyd. Bisher ist die schmächtige 18-Jährige nur im Hintergrund als Produzentin und DJane für die Jungs aufgetreten. Mit ihrem neuen Solo-Projekt, dass sich deutlich von dem brutalen Rap-Muster der selbsternannten Wölfe abhebt, trifft sie auf jeden Fall einen gewissen Zeitgeist: sanftere Töne, dem Hip Hop entliehene Einflüsse in Kombination mit elektronischen Harmonien.

Dass sie für das Projekt den eher undurchsichtigen Namen “Internet” gewählt hat, mag zwar nervig für alle Power-Googler sein, macht aber nichts. Durch den Fame und den Hype des Rudels geht sie nicht unter. Zusammen mit dem Jet Age Of Tomorrow (auch ein OFWGKTA Projekt) Produzenten Matt Martian wurden schon einige Songs geleakt. Jetzt ist auch ein neuer Internet Track samt Video erschienen.

Ich fasse mich dazu kurz, und das fremdsprachlich, weil mir auf Deutsch leider die nötigen Vokabeln fehlen: this shit’s so awkward, it’s making me cringe. Zugegeben: der Song ist okay. Aber das Video, selbst wenn es sich nicht so haarsträubend oberflächlich eines Girl-On-Girl Szenarios bedienen würde, ist so furchtbar durch die AWKWARDNESS der Hauptdarstellerin – namentlich Syd Tha Kyd (no offense, sie steht wirklich auf Frauen, aber muss das sein, frage ich mich, MUSS DAS SEIN). Ich habe das Video nun zum zweiten Mal geguckt und bin bedient. Hoffentlich kommt das anstehende Album ohne weitere visuelle Hintergrundbemalung aus.

November 4th, 2011 Posted in Musik | Comments Off

Ferias no Brasil

Ich hatte ja überlegt, meine Reisevideos zu einem lamen Urlaubsvideo zusammenzuschneiden, aber nachdem ich das hier gesehen habe, verzichte ich dann doch auf die Blamage.

March 2nd, 2011 Posted in (Pop)Kultur, Urlaub | 2 Comments »