My Big Fat Wrong Rechnung

Veröffentlicht August 11, 2010

Nachdem mein psychologischer Zustand gerade zwischen labil und extrem soziopathisch schwankt und das nächtliche Zähneknirschen für die schönsten Augenringe seit Benicio Del Toro sorgt, werde ich nun davon absehen euch von meinen mentalen Zusammenbrüchen zu erzählen und hole lieber meine saftige Fleischpeitsche heraus um sie euch in den Allerwertesten zu führen, da, wo sie hingehört, denn ihr seid ja ihr und ihr lest dies und ihr wollt euch für mich bücken, lalalala.

… ja, der Wahnsinn ist jetzt auch endlich angekommen.

Was ich sagen wollte: es sind noch 5 Montage bis zur letzten Arbeitswoche, und es sind noch 50 Tage bis zum militärisch-korrekt ausgeführten Antritt der Reise mit Sack und Pack und Tränen der Erziehungsberechtigten und ein fettes Lachen der Flughafenangestellten, wenn ich mich nach fünf Minuten Eigenständigkeit das erste Mal der Fresse lang auf dem frisch gebohnerten Boden hinlege. Obwohl ich also vermutet hatte, die zehn Monate seit Anbeginn der Reise-Planung niemals überleben zu können, hat sich Berlin über mich getürmt und in Schutz genommen, sodass ich in der Obhut von Dreck und Sex und Drogen und Synapsensterben eine Art Delirium absolvierte. Zweihundert Tage später wache ich auf, und alles scheint in einem völlig anderen Licht.

Viele haben mich gefragt was mit meiner Online-Identität passiert, wenn ich weg bin. Have Love Will Travel sollte mein Abenteuer dokumentieren, von Anfang bis Ende, doch das war nicht, niemals mit Leidenschaft getrieben, und ist deshalb schnell wieder gestorben. Ich sehe mich auch nicht mehr als zwei Seiten betreuen, wenn ich erst einmal unterwegs bin, und ohne DragstripGirl hält auch mein eigenes Leben ein bisschen an- meine tägliche Dosis Glitter muss auch hier zu finden sein. Und dann ist da ja noch Finding Berlin, mein Herzblut, irgendwie, welches ja auf der Reise basiert. Bei meinem derzeitigen Karma-Stand werde ich zwar nach zwei Tagen jegliches elektronisches Gerät unabsichtlich zerstören – freut euch also nicht auf unterstützende visuelle Berichterstattung – aber immerhin werde ich penibel schriftlich festhalten, welche wunderschönen, befreienden Winde gerade durch mein Haar wehen – und wieso es nirgendswo schöner, und nirgendswo schlimmer ist, als hier in Berlin…

Weil ich so kurz vor Take-Off stehe, halte ich es nur für fair, euch ab sofort ab und zu hier und da in der Kategorie “Realwelt” ein bisschen etwas vom Trip (und den derzeitigen Vorbereitungen) zu erzählen. Und mit “erzählen” meine ich “euch auf den Sack gehen”. Ein interessanter Auftakt dürfte meine aktuelle Hochrechnung für die Kosten sein, die da anfallen. Ich hatte dafür mal ein interaktives (!!!) Sheet erstellt, welches jeder Mensch benutzen darf um seine eigene Rechnung aufzustellen. Leider habe ich bisher viel zu viel Geld für Extras und schnieke Sachen ausgegeben und jetzt fehlen mir 5000 €, die ich mir wohl entweder (schwarz) erarbeiten muss (auf Reise), oder ich schaue einfach, wohin es mich trägt. Angucken kann man sich das ganze hier, zum Bearbeiten muss man es nur runterladen. Easy Peasy 1-2-3. Und ja, meine Weltreise kostet 17000 €, und das katapultiert mich vom Backpacker zum Flashpacker. Und das, obwohl ich nicht mal ein neues Objektiv (ODER EINEN GREIFARM!) gekauft habe. Trauer ((wer sich das jetzt wirklich anguckt, wundert euch nicht um die ganzen Zahlen, die unter “Sum” stehen, das ist nur theoretisches Geschwafel und hat nichts mit dem Sheet zu tun und ist nicht mal wirklich aktuell)

All das, nur um euch eine Lektion zu erteilen: Wer eine Weltreise plant, sollte einfach nicht planen, sondern die Fresse halten und Geld sammeln. Das eignet sich nicht unbedingt für Schulbücher, aber ach, Vagina Penis. Außerdem möchte ich an dieser Stelle auch das Wort “Ficken” hier reinwerfen, nur so, weil es gerade einen schönen Klang hat.

Shamone!
HEE HEE

 
 
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