WHOA

Earl Sweatshirt ist zurück bei seinem 2010 Rap Shit und mein Rücken beugt sich auf erotische Weise nach oben während ich vor Lust kreische. Was für ein Wahnsinnstyp er ist. Ich könnte auch noch viel über Odd Future generell sagen – immerhin habe ich seit knapp 2 Jahren nichts mehr über Tyler und seine Crew geschrieben, obwohl sie mich einst sehr bewegt haben – aber es reicht dabei zu verbleiben, dass ich beeindruckt bin, wie oft sie ihre Formel anwenden können ohne zu langweilen. Zumindest insofern sie souveräne Musik liefern. In diesem Fall ist das definitiv so, und ich freue mich Doris, die alte Scheisse, und alles was Earl sonst bringen mag.

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March 12th, 2013 Posted in Musik | Comments Off

RUCKUS

Ich hab Bock auf Ruckus. Auf richtig Stress machen. Ich will mit meiner Gang in Slo Mo von einem Gebäude loslaufen, dass hinter uns in tausende Flammen und einem riesigen Atompilz explodiert – wir drehen uns nicht danach um, denn unsere Kevlar-Lederjacken schützen uns vor dem Schutt und der Asche, die auf den Rest der staunenden Bürgersteigbesudler und Straßenflanierer herabprasseln.

Ey man, ich will Spotlight sehen und mit der Crew im gleißenden Licht der Bühnen dieser Welt stehen. Ich will langsam den zu uns heraufblickenden Kids zunicken und ihnen herablassend über den Kopf streicheln, meine Augen versteckt hinter den dicksten Sonnenbrillen. Ich will grüßende Internetspasten ignorieren und hässlichen DJs, die ständig zwischen die Tracks brüllen, mit einem Baseballschläger die Fressen zerficken. Ich will ernsthaft Mobb Deep hören und in der U-Bahn mit den Ellbogen die Idioten vorbeischubsen, die bei absoluter Überfüllung einfach stehen bleiben, anstatt sich im Abteil zu verteilen.

Ich will von Rooftops springen und nicht sterben, alter. Ich will dass mir reiche Unternehmer und wichtigtuerische Politiker mir die Hand geben damit ich auf sie spucken kann. Asozial? Ich bin doch tierlieb, guck mal, ich geb dem Hund deinen Arsch zum Fressen! Ich will dass alle das Maul halten wenn ich was sage, ich will schweigende Ossi-Fistbumps an die coolen Hood Rats verteilen und feiere den Ghettosound der abgeparkten 3er BMWs vor dem Späti meines Vertrauens.

Man, diese Welt braucht mehr Pow!, mehr Ansage, mehr Legende, mehr EPIC, mehr FUCK DIS FUCK DAT. Alle wollen nur klein sein und nett und sympathisch und von jedem gemocht, aber dis reicht nicht. Ich will motherfucking SWAGGER, BAD BITCHES, nichts Bescheidenheit, nichts Großzügigkeit, nichts Konfrontationslosigkeit. Ich will Stress, ich will auf’s Maul, ich will Selbstbewusstsein, eine Critical Mass der gereckten Fäuste. Fetter, ohrenzerschmetternder Bass soll auf den Straßen regieren, und Tritte werden an diejenigen verteilt, die nie sagen, was sie denken. Ich will Wut und ich will Revolution. Ich will Bang Boom Bang, keine Remakes, keine Fakes, keine Prequels, keine Sequels mehr. Ich will Original, ich will Laut, ich will krasse, kranke Forderungen, die man nur mit richtiger Gewalt umsetzen kann.

Weil alter, wir sind sowas von lame, wie wir nichts machen und darauf warten dass uns das Glück die Pussy streichelt. Wir sitzen so in der Sonne und genießen das Ungleichgewicht der Welt anstatt uns das Mikrofon zu nehmen und Dinge in Brand zu stecken. Fick dis mit der Angst vor Terror– wir müssen Terror sein. Fuck, wenn nicht wir, dann niemand, never fucking ever.

May 18th, 2011 Posted in (Pop)Kultur, Crystal Meth | 4 Comments »

Best of OFWGKTA

Mit jedem Moment rückt das Odd Future Konzert am nächsten Freitag in Cassiopeia verkürzt. Meine Nippel kräuseln sich nach innen vor Freude. Allerdings gibt es ein kleines Problem, dem ich abhilfe verschaffen möchte. Die meisten Leute, die das Konzert besuchen werden, kennen lediglich die größten (und umhyptesten) Hits der Crew, Yonkers und Sandwitches. Das finde ich nicht schlimm – wenn nämlich nur zwei Songs so vielversprechend sein können, dass das Konzert einer unbekannten Band schon am 3. Tag ausverkauft ist, dann steckt da viel Potenzial und Hoffnung dahinter.

Was ich aber nicht mag sind stocksteife Kartoffeldeutsche die es nicht schaffen, bei einer Liveshow mal mehr zu machen als auf ihren Handys rumzutippen und sich darüber zu beschweren dass die Schlangen an der Bar schon wieder so lang sind. Das passiert nicht, weil die Band auf der Bühne scheisse ist, sondern weil (achtung, unbestätigte Hypothese) man zu Songs abgehen soll, die man noch nie gehört hat. Ich finde das im Hip Hop problematisch. Hip Hop ist mitmachen, alter. Richtig fett mitgröhlen zu den Punchlines. Da will ich nicht erst noch krampfhaft leise und aufmerksam konzentriert zuhören müssen, was der Typ gerade eigentlich runterleiert, sondern ich will genauso reinhauen. Ich will die ganze Energie eines Songs aufsaugen und den nächsten, ungewohnten Live-Show Teil antizipieren. Und deshalb habe ich mich mit der kompletten Odd Future Diskografie vertraulich gemacht und möchte sie nun auch euch näher bringen.

Ace (Tyler, The Creator) – Dracula
Mellowhype – Fuck The Police ft. Tyler, The Creator
Frank Ocean – Novacane
Mike G – King

I’m a motherfuckin’ king, I’m a motherfuckin’ monster
Readin’ books on murder? I’m the motherfuckin’ author

Earl Sweatshirt – Orange Juice
Tyler, The Creator – Sandwitches (ft. Hodgy Beats)
Hodgy Beats – Turnt Down
Earl Sweatshirt – Drop
Tyler, The Creator – Bastard
Earl Sweatshirt – Luper

Maybe if you looked in this direction
I’d pick my heart up off the floor and put it in my chest then
Feel the fucking life, rushing through my body
But you got a guy, it’s not me, so my wrist is looking sloppy

Frank Ocean – Acura Integurl
Mike G – Stick Up ft. Earl
The Jet Age Of Tomorrow – But She’s Not My Lover
Earl – Earl

Yo, I’m a hot and bothered astronaut crashing while
Jacking off to buffering vids of Asher Roth eating apple sauce

Tyler, The Creator – Splatter
Mellowhype – BankRolls
Mike G – Moracular Word ft. Vince Staples
Tyler, The Creator – French (ft. Hodgy Beats)
Jasper – Swag Me Out (with OFWGKTA)
Earl Sweatshirt – Blade
Frank Ocean – Songs For Women
Domo Genesis – Domier
MellowHype – CocainKeys

April 29th, 2011 Posted in Musik | 8 Comments »

French

Nach dem hochauflösendem Shiny-Scheiss wurde mir immer mehr nach Rohkost; nicht nur etwas, dass so aussieht, weil man es so aussehen lassen kann. Nach Glitzer und Make Up und Technik kommt Realität für mich. Realität, die mit einer einzigen Kamera, inmitten tobender Massen aufgenommen wird, und nicht in Mille Euro Produktionen für ein Riesenpublikum in einer Special DVD veröffentlicht wird.

Ja, auf sowas stehe ich gerade irgendwie.

March 20th, 2011 Posted in (Pop)Kultur, Musik | 1 Comment »