#YNTHT: Hintergrundmusik

#YNTHT: Hintergrundmusik

Noisey hat sich, trotz meines verzweifelten Kampf dagegen (don’t ask) zum Geschmacksverstärker in Sachen guter Musik gemausert. Der YouTube-Channel ist eine Goldgrube für Jäger der neuen – und vor allem guten – Musik. Ich gebe zu: die Specials interessieren mich selten, aber die Video-Releases und Playlisten sind meistens der Knaller. Es braucht Zurückhaltung, nicht jeden Song in meinen Facebook-Stream zu posten. Mein Favorit der letzten Woche:

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August 17th, 2013 Posted in Musik | 1 Comment »

An Echo From The BEAST COAST

Während das 3rd Eye Indigo Schlagmichtot-Movement (in das ich irgendwie auch Macklemore, den alten nischenbefriedigenden Hampel, stecke), also die sogenannte Beastcoast, irgendwie ein Reaktanz-Phänomen auf gut gelaunte Oberflächlichkeiten mit Goldbarren in der Fresse (hallo, A$AP Rocky) zu sein scheinen, ist die viel interessantere Sphäre des “irgendwodazwischens” komplett ausgeblendet worden. Die Kids sind ihrer eigenen Tiefgängigkeit auf den Leim gegangen, mögen sie zwar nicht über Kokain und Waffenbesitz rappen, aber immerhin dieselben Jordans coppen, die ihre einstigen Vorbilder schon mit Stolz trugen. Anders ausgedrückt: Bescheidenheit täuscht nicht darüber hinweg, dass alle denselben Traum von Reichtum und Bitches verfolgen, die einen machen es nur bewusst, spielen eine gern gesehene Zuhälter-Rolle – das Rotlichtviertel in der sonst sehr aufgeräumten Stadt, jeder weil es ab und zu besuchen, aber keiner möchte wirklich ein Stammgast sein -, und die anderen sind die subtilen, eleganten Rooftop-Bars, wo sich genauso elegante Menschen dann durch versilberte Strohälme das weiße Püderchen durch die Nase ziehen.

Herzlichen Glückwunsch. Oder wie es bei Kanye To The heisst: Just kids who want to appear more intelligent than they are.
Etwa das Gegenteil von dem, was Lil B sich vorgenommen hat. Der behauptet ja immer noch, dass er Liebe und Weltfrieden verbreiten will. Well, that’s fucking interesting. Wie dick ist der Deckmantel der ironisierenden Kunst, wenn der Typ am Ende auf der Bühne sechzehnmal hintereinander “BITCH SUCK MY DICK I WILL FUCK YOU IN THE ASS” skandiert? Naja, heben wir uns das für den nächsten Wutausbruch auf.

Ich liebe The Underachievers. Shit, die haben’s drauf, die rappen da Großartigkeit zusammen. Aber wie spirituell ist denn deine Goldkette? Nein, nein; mir geht’s nicht um das Verbot für den Konsumrausch. Aber hier steht die Mission fett in schwarzen Lettern über den sommerlich angeschienene Highway geschrieben: wir wollen deine Erleuchtung sein. Wen wollt ihr erleuchten? Die Kids, die sich nicht mal euer Weed-High leisten könne? Cats be crazy. Dann lieber eine individuelle Abhandlung mit Konzeptalbum, Hashtag Kendrick Lamar. Dem kann man dank seiner inflationär beschissenen Pop-Features auch nicht mehr so richtig Authentizität nachweisen, aber who gives a fuck, das Werk steht ja für sich. Eine schöne Geschichte, this or that.

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July 18th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Gangster, Musik | 1 Comment »

LAMBO

Schön: wie Robbery vorführt, warum Kopien zwar gut funktionieren können, aber dann leider nur noch auf einer parodierenden Ebene.

$VENDETTA hingegen ist an der Aufgabe glorreich gescheitert – genauso wie einige andere Kandidaten auf der Abschussliste “Deutschsprachige Musikkünstler”. Proof of Concept aus den USA klauen – ne, Cro? – samt Marketingstrategie und sich dann wundern, das niemand von Relevanz – also ich – das gut findet. Authentisch wie der Tatort muss es sein, Deutsch bis zum Scheitern, und sich selbst-kritisierend natürlich. Dann glaube ich auch, dass das aus der eigenen Hosentasche gezaubert kommt, dieses Talent und die Innovation “etwas neues zu probieren”. Etwas neues für wen aber? Für wen ist das neu, wenn man einfach nur Texte ins Deutsche übersetzt, ähnliche Beats produziert, denselben Vibe erstellt und damit dann 5000 YouTube-Clicks bekommt?

Da wundert sich doch niemand mehr, dass Agamben tatsächlich behauptet, der Deutsche hat keine Kultur, sondern nur ökonomische Rationalität. Ach, Robbery. Ihr glaube ich noch, dass sie das aus Spaß macht.

Ach, wenn es wenigstens nicht neu, sondern gut wäre! Die deutsche Sprache hätte ja so viel zu geben, aber sie wird dann nur noch auf Abziehbilder aus dem Englischen reduziert. Gottseidank gibt es Haftbefehl.

April 19th, 2013 Posted in Musik | 1 Comment »

Wobble Video // Travis Porter

Ich bin genervt von Travis Porter. Ihre Stimmen und Sounds sind Kopien von Kopien. Keiner braucht Travis Porter. Aber das ist so wie mit jedem Dieter Bohlen Song: irgendwann hat er sich. Und dann brüllt man mit den anderen an Karneval plötzlich aus ganzer Seele YOU’RE MY HEAAAART, YOU’RE MY SOOUUUL und glaubt mit Überzeugung, dieser Titel sei die größte musikalische Errungenschaft der deutschen Musikgeschichte.

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January 3rd, 2013 Posted in Musik | Comments Off

Skating with William Spencer

Wie ihr wisst, bin ich professionelle Skateboarderin. Für meine fiesesten Tricks habe ich Tony Hawk als Stuntman eingestellt, weil meine wunderprächtigen D-Size Boobies sonst in der Luft auf und ab schwabbeln. Schwabbeldi schwabbeldi schwa schwabbel, schwabbel, s-s-skating like skaters my deck has a tribal. Ass Ass Ass Ass Ass Ass.

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December 12th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | Comments Off

Chester French // Drop

Man hat das Gefühl, jeden Moment könnte dieses Musikvideo sich in einen Softporno der 90er Jahre verwandeln. Die Art, die man früher heimlich auf VOX nach 22 Uhr geschaut hat, wenn Mama und Papa schon geschlafen haben. Keine Sorge; das einzige, was man fürchten muss, ist zu sehr an die schmerzliche Erfahrung schlechter Popmusik erinnert zu werden.
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November 15th, 2012 Posted in Musik | 2 Comments »

Danny Brown / WitIt

Futuristisch-übertriebenes Geschnörksel. Ich befürworte das.

October 25th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

All Gold Everything

Trinidad James? Wo findet eigentlich die Königin von Tabor immer diesen heißen Scheiss? Ich spare mir die Fragen und gehe einfach direkt zum Highlight meiner mit Gold bestückten Tage. Stay freshest.

Und ey, diese Versace Loafers… Wunschzettel-Material. Kann das mal bitte jemand dem Winkel zeigen?

October 17th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

JOIN MY MILITIA

Lady Gaga meets Nicki Minaj? Der Punkt ist, dass Hip Hop ausgebrochen ist. Das ganze Spektrum der menschlichen Gehirnsoße kann nun im Rahmen von Beats und Raps neue Output-Formen finden. Das ist sowohl beängstigend als auch unglaublich erfrischend. Nicht, dass das nicht vor zehn Jahren möglich gewesen wäre. Vielmehr ist jetzt auch eine entsprechende Resonanz da, die das ganze auf einen Mainstream torpedieren könnte. “Hip Hop ist tot” ist auch nur etwas, was ein elitärer Schwanz von sich geben könnte. Scheiss Hipster.

June 5th, 2012 Posted in Musik | Comments Off

Clarity

Wenn ich jetzt sage: “Oh Shit, die Dinge wiederholen sich”, dann ist das diesmal mehr als nur ein seltsamer Moment, bei dem ich nostalgisch in die Vergangenheit und parallel dazu auch erwartungsvoll in die Zukunft blicke. Dude, diesmal ist es wirklich ernst: und plötzlich reden auch Leute über Schicksal und Fügung, die sonst eher dem ganzen skeptisch gegenüberstehen. Aber es gibt keine Zeichen, die es zu deuten gäbe. Es gibt nur den Willen zum Wollen und die Ehrfurcht davor zu was ein Mensch alleine fähig ist. Und natürlich die undankbare Relativität: endlich passiert all das, was ich mir erträumt hatte (mit naiven 15 Jahren), und doch beschäftigt mich das nur am Rande. Viel wichtiger sind die Dinge, die sich dazu geschlichen haben. Klein und leise, still und minimal berührend, geben sie den Ton an, bestimmen sie den Hintergrund und werfen sie Fragen auf, die man sich mit einem Herz voller Liebe oder Trauer – je nachdem – nunmal stellen muss. Am Ende bleiben nur folgende Tatsachen: wir träumen alle von Pinguinen, die auf der Akropolis tanzen. Und: wer nicht kifft, hat schon verloren.

May 4th, 2012 Posted in Gangster, Musik | 3 Comments »