Wenn man sich durch die Archive windet, stellt man schnell fest, dass die epochale Zeit linear, die alltägliche Zeit zirkulierend und die biografische Zeit redundant ist. Phasen mit sich immer wiederholenden Kleinigkeiten wiederholen sich. Die Endlichkeit ist unendlich weit weg, und trotzdem pocht der Gedanke wie ein Schlaghammer auf dem Asphalt der Sinnsuche: wo geht es hin, wie lange brauche ich bis ich da bin und wann weiß ich, dass ich es weiß?

Irgendwann helfen Bilder nicht mehr darüber hinweg, dass man mit Nichts aufgeblasen ist. Klar, ein bisschen Reisen, ein bisschen Nachdenken, ein bisschen Lernen. Die Philosophie füllt das ganze mit kräftigen Worten, die darüber hinweg trösten, dass das eigene Leben eben vergänglich ist. Eine Blüte, die verwelkt. Eine Stadt, die übersättigt ist. Keinerlei Möglichkeiten mehr übrig. Könige ohne Thron. Verzerrte Musik. Ende.

 

 

 

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