"Girl gone wide."


Info

Der Grund, wieso ich zur Zeit so einen Sprung von Genre zu Genre mache, liegt wohl in der Tatsache dass sich die Indie/Electro Szene gerade eindeutig zu krass auf die MGMT-Vintage Geschichte festgefahren hat. Entweder, es hört sich alles an wie Electric Feel auf Crack und mit mehr Chillwave/Noise Elementen die mich absolut zum Wahnsinn bringen, oder es ist so langweiliger Popscheiss, hauptsache mit nettem Video, dass ich schon beim ersten hören keinen Bock mehr habe.

Umso schwieriger wird’s natürlich dann, einerseits freshe Musik zu finden, andererseits aber auch Sachen mit Qualität, die mal ein bisschen länger halten als 3 Tage. Da bleibt einem halt nur viel Hip Hop und Auswüchse dessen (Baile Funk, Miami Bass, anyone?).

Nichtsdestotrotz ist die Auswahl relativ moderat was das angeht ausgefallen. Viel Spaß.

Tinashe – Zambezi

Wir läuten – im wahrsten Sinne des Wortes – den Hipster Sommer mit Ray Ban Brillen auf den Häuserdächern zu minimalsten Klängen ein. Schon gut, schon gut; die Musik ist herrlich beruhigend und passt ja auch irgendwie. Ich höre jetzt auf, mich zu beschweren.

Andreya Triana – A Town Called Obsolete

Was ist das? Eine Mischung aus Soul, Pop und R&B und noch ganz vielen anderen Dingen, die mir sehr, sehr gut gefallen, und von denen es etwas öfter mal Qualität geben könnte. Diese Stimme entzückt mein Herz. I WANT MOAR!

NERD – Hot & Fun

Selbstverständlich muss man auch das neue von NERD erwähnen, was sich wohl noch nicht offiziell in den Videodimensionen des Internets finden dürfte – deshalb entschuldigt die grauenhafte Qualität. Ich frage mich derzeit immer, ob Nelly Furtado wirklich so nötig gewesen wäre? Für die zwei Lines, die sie geradeaus singen muss, ist das ja nicht gerade ein dankbarer Auftritt.

Ansonsten ein regulär souveräner Sommer-Track zur richtigen Zeit herausgebracht. Schade, dass alles immer so kalkuliert und berechenbar sein muss, selbst, wenn es sich dabei um den genialen Skateboard-P und seine Crew handelt.

Hey Champ – Neverest

Das Video ist hier natürlich der Bringer schlechthin und ohne wäre der Track wahrscheinlich auch nicht besonders erwähnenswert. Bescheidener Elektro-Pop, aber kann man sich auf jeden Fall mal antun.

I Blame Coco – Selfmachine

Auch hier ist eher das Video überzeugender Gefühlsträger – der Vintagelook in einem leeren Pool lässt mich durchaus innerlich verkrampfen, und “ich will auch” schreien, und da wünscht man sich ja fast schon ein paar mehr Pollen zurück, so für den romantischen Ausblick nach draußen. Ist aber nicht. Hier ist’s schon wieder wolkig. Na herzlichen Glückwunsch.

Korallreven – The Truest Faith

Wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach eine Ladung Geräusche zu etwas harmonischen verpacken. Perfekt für den Strandsommer, weil fügt sich so mit den Wellen ein. Nein im Ernst: finde ich irgendwie gut.

Tyga – G-Shit ft. Chris Brown

Dass Chris Brown jemals auf diese R&B-Schmusepop Schiene abgerutscht ist, ist mir völlig unverständlich, und vor allem unerträglich. Gottseidank hat er seit dem Matschepatsche-Vorfall mit Rihannas Gesicht seinen Weg in den Arschloch-Rap gefunden und das kann er wenigstens dann halbwegs gut, wenn auch nicht perfekt. Weiß auch nicht, wieso ich so auf den Track stehe. Wahrscheinlich wegen Tyga.

James Yuill – On Your Own

Muss man nichts zu sagen, fällt auch in das übliche Muster von Dingen, aber bleibt wenigstens drei bis vier Tage hängen.

Travis Porter – Sunshine On Me

Ab-so-lu-ter Killer. Ich habe vorher noch nie etwas von Travis Porter gehört, aber das Video in Kombination mit den drei kauzigen Typen, die einen super strangen (und unverständlichen) Flow murmeln, das hat was. Erinnert mich alles so ein bisschen an The Fresh Prince, fantastisch, Hook für den Sommer.

Kellee Maize – Big Plans

Peaches, Amanda Blank, Uffie – und halt Kellee Maize. Das ist dann der einzige Track von ihrer 30-Songs LP den ich überhaupt wahrgenommen habe, der Rest ist Folter.

Tony Williams & The Boat – 90mph

Meh. Muss auch mal sein.

Theophilus London – I Want You

Oh herrje. Der Song ist furchtbar, aber das mit dem Sex kriegt er ganz gut hin, der Theo. Übrigens ein verkanntes Talent: der Typ ist echt innovativ und macht aus lamen Sachen zumindest was interessantes. Bleibt aber auch nicht lange kleben, was schade ist. I Want You immerhin gut als Erotikhintergrund, kann man sich also nicht beschweren.

Uffie – ADD SUV (ft. Pharell)

Langweilig. Sorry, aber ich hab mich so auf dieses Video gefreut, und dann ist es totaler Schwachsinn. Und was ist mit diesem Schnorres, Pharell? Und wieso ist das der einzige gute Track auf dem Album? Uffie ist tot, man, und das tut einfach echt weh.

by yeahs in Musik


Comments

5 Comments

  1. June 20, 2010

    Yay! Naja das Video zum ADD SUV ist stinklangweilig und nicht mal cool… aber auf dem album finde ich noch 2 Tracks cool – das mit den MCs und Difficult ;)

  2. June 20, 2010

    Da hatte ich mir jetzt aber mehr erhofft. Aber für Theophilus London hat es sich gelohnt alle Videos anzuglotzen. Duffie ist meiner Meinung nach total überbewertet – als ob die ihren Text einfach nur abliest. Scheiß Sprechgesang, das können andere besser.

  3. Phunky #
    June 21, 2010

    Ja, die vorherigen Tapes von Theophilus London haben mir leider besser gefallen. Vielmehr ersehne ich das Andreya Triana Album..bin spätestens seit dem Auftritt bei sb.tv total gespannt .. wers net kennt:

    http://www.youtube.com/watch?v=2yWYT3Zpi7o

  4. June 22, 2010

    einfach neues gucci mane tape pumpen :D der ist immer so ne schöne abwechslung!

    so und ich hör nun mal das eminem album, ich hoffe ich muss nicht kotzen….das rihanna-lied ist ja mal ultrakacke.

  5. jargon #
    June 29, 2010

    you are really dumb … kellee maize is #1 on amazon right now … she’s AMAZING!!!!!!!!!!

Comments are closed.